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Maisel-Azubi Joshua Sobotta gewinnt ROLEX-Preis in Kulmbach
Statt Anlagestrategien zu verkaufen, braut Joshua Sobotta jetzt Bier – und das mit Bestnote. Der frischgebackene Brauer und Mälzer aus dem Haus Maisel hat seine Ausbildung mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen und ist dafür am Berufsschulzentrum (BSZ) Kulmbach mit dem renommierten ROLEX-Preis ausgezeichnet worden. Wir haben ihn getroffen.
Rolex-Gründer Hans Wilsdorf wurde in Kulmbach geboren und ist der Neffe der Gebrüder Maisel, die die gleichnamige Brauerei gegründet haben. Dass nun ausgerechnet ein Maisel-Azubi den Preis erhält, der eng mit dem Namen Wilsdorf verknüpft ist, ist damit auch für die Brauerei ein besonderer Moment. Die Auszeichnung geht seit Jahrzehnten nur an eine Absolventin oder einen Absolventen der Kulmbacher Hans-Wilsdorf-Schule pro Jahr – und in diesem Jahr eben an einen jungen Brauer aus Bayreuth.
Der ROLEX-Preis: Eine Tradition mit Bayreuther Wurzeln
Der ROLEX-Preis wird seit 1985 von den Erben des Rolex-Gründers gestiftet und einmal jährlich an den besten Absolventen oder die beste Absolventin der Hans-Wilsdorf-Schule am BSZ Kulmbach vergeben – benannt nach Hans Wilsdorf, der 1983 von seinen Nachfolgern die Patenschaft über die Schule übernehmen ließ. Der Preis: eine von Rolex gestiftete Uhr im Wert von rund 8.000 Euro. Joshua Sobotta ist damit einer von inzwischen weit über 40 Preisträgerinnen und Preisträgern seit Bestehen der Tradition.
Dass ihn ausgerechnet dieser Preis ereilt, hat durchaus Symbolkraft: Er absolvierte seine Ausbildung bei Maisel in Bayreuth.
Vom Depot zum Sudkessel: Wie Joshua zum Brauer wurde
Eigentlich hatte Joshua Sobotta einen ganz anderen Berufsweg vor Augen: Er wollte Anlagestrategien verkaufen. Während der Pandemie begann er dann, aus Langeweile und Interesse, hobbymäßig selbst Bier zu brauen. Sein Umfeld war sich schnell einig: Hobby und Berufswunsch sollten einfach getauscht werden. Gesagt, getan – heute beschäftigt er sich nur noch in seiner Freizeit mit Depots, sein Beruf und seine Leidenschaft ist das Brauen geworden.
Geschäftsführer Braubetrieb Marc Goebel ist sichtlich stolz auf seinen Schützling. Die Bestnote allein war dabei nicht der einzige Grund für die Auszeichnung – die hatten in diesem Jahrgang gleich mehrere Absolventinnen und Absolventen. Ausschlaggebend war vor allem Joshuas ehrenamtliches Engagement: Er ist aktiv beim VfR Katschenreuth und bei der dortigen Kerwajugend, war Klassensprecher, organisiert Spendenaktionen und Veranstaltungen und hat auch beim Café Wilsdorf mitorganisiert – jenem Schülercafé am BSZ Kulmbach, das eigens zu Ehren des Rolex-Preises eingerichtet wurde.
Was für Joshua ein gutes Bier ausmacht
Sein Lieblingsbier ist ein Pils. Auf die Frage, was für ihn ein gutes Bier ausmacht, hat er eine klare Antwort: Es kommt darauf an, dass alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind – die Würze, die Kohlensäure, die Hopfenaromatik, die Farbe, die Bittere und der Abgang müssen zusammenpassen.
Für die Zukunft hat Joshua schon klare Vorstellungen: „Jetzt hab ich bewiesen, dass ich schulisch fit bin, jetzt will ich das im Unternehmen festigen und irgendwann mein Können auch weitergeben.“
Maisel und die Region: Mehr als nur Weißbier
Die Brauerei Gebr. Maisel prägt seit 1887 das Bayreuther Stadtbild und die Braukultur der Region – bekannt vor allem für ihre Weißbierspezialitäten, aber auch für die Erlebnis-Brauerei Maisel & Friends, in der auch Laien selbst Bier brauen können. Dass mit Joshua Sobotta ein Maisel-Azubi in die Fußstapfen der Rolex-Preisträger tritt, unterstreicht den Ruf des Unternehmens als Ausbildungsbetrieb in der Region.
Häufige Fragen
Was ist der ROLEX-Preis?
Der ROLEX-Preis ist eine Auszeichnung, die seit 1985 jährlich an den besten Absolventen oder die beste Absolventin der Hans-Wilsdorf-Schule am Berufsschulzentrum Kulmbach vergeben wird. Die Preisträgerin oder der Preisträger erhält eine von Rolex gestiftete Uhr im Wert von rund 8.000 Euro.
Warum ist der Preis nach Hans Wilsdorf benannt?
Hans Wilsdorf, der Gründer von Rolex, wurde in Kulmbach geboren. Seine Nachfolger übernahmen 1983 die Patenschaft über die Berufsschule Kulmbach, die seither seinen Namen trägt.
Welche Verbindung hat Hans Wilsdorf zur Brauerei Maisel?
Hans Wilsdorfs Mutter stammte aus der fränkischen Brauerdynastie Maisel – derselben Familie, die bis heute die Brauerei Gebr. Maisel in Bayreuth führt.
Wo hat Joshua Sobotta seine Ausbildung gemacht?
Joshua Sobotta absolvierte seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei der Brauerei Gebr. Maisel in Bayreuth.
Warum wurde Joshua Sobotta ausgezeichnet?
Neben seiner Abschlussnote von 1,0 überzeugte vor allem sein ehrenamtliches Engagement, unter anderem beim VfR Katschenreuth, bei der Kerwajugend und als Klassensprecher.












Radweg Symbolbild: Pixabay
Symbolbild: Pixabay