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Klimatechnologie

Wärmepumpen-Hochlauf im Fokus: Politik und Branche im Austausch bei ait in Kasendorf

Vertreter aus Politik, Kommunen und Heizungsbranche haben sich bei ait-deutschland in Kasendorf über den Wärmepumpenmarkt, politische Rahmenbedingungen und den Hochlauf der Wärmewende ausgetauscht.

Treffen am Standort Kasendorf bringt Politik und Industrie zusammen

Am Mittwoch, 21. Januar 2026, lud ait-deutschland, Bayerns größter Wärmepumpenhersteller, Vertreter der CSU-Landtagsfraktion, kommunale Mandatsträger sowie Partner aus der Heizungs- und Wärmepumpenbranche zu einem offenen Austausch nach Kasendorf ein. Ziel des Treffens war es, aktuelle Entwicklungen am Wärmepumpenmarkt zu beleuchten und gemeinsame Lösungsansätze für einen verlässlichen Markthochlauf zu diskutieren.

Nach der Begrüßung in der ait-academy, dem Schulungs- und Trainingszentrum des Unternehmens, gaben Geschäftsführer Marco Roßmerkel und der oberfränkische Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Martin Schöffel einen Überblick über Anlass und Zielsetzung des Termins.

Markt, Standort und politische Rahmenbedingungen im Mittelpunkt

Im weiteren Verlauf stellte ait-deutschland die aktuelle Marktsituation sowie die Aktivitäten und Investitionen am Standort Kasendorf vor. Dabei ging es unter anderem um Produktionsbedingungen, Fachkräftesicherung und technologische Entwicklung.

Anschließend setzte Klaus Holetschek, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, einen politischen Impuls. Er ordnete die Wärmepumpentechnologie in den größeren Kontext der Energie- und Klimapolitik ein und thematisierte die Bedeutung verlässlicher politischer Leitplanken für Unternehmen und Investoren.

Einblicke in Entwicklung und Innovation

Ein Programmpunkt war die Besichtigung des ait-technology center. Entwicklungsingenieur Stephan Höhlein erläuterte dabei aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Unternehmens und gab Einblicke in die technische Weiterentwicklung moderner Wärmepumpensysteme.

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Im Anschluss kehrten die Teilnehmer in die ait-academy zurück, wo eine offene Diskussionsrunde stattfand. Dabei wurden sowohl Chancen als auch Herausforderungen der Branche angesprochen – von Förderstrukturen über Genehmigungsverfahren bis hin zur Marktnachfrage.

Wärmepumpenbranche als wichtiger Faktor für die Region

Im Rahmen des Austauschs wurde auch die regionale Bedeutung der Wärmepumpenindustrie hervorgehoben. Als industrieller Arbeitgeber trägt die Branche wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität in Oberfranken bei – unter anderem durch qualifizierte Arbeitsplätze, Ausbildungsangebote sowie Wertschöpfung entlang der Liefer- und Handwerkskette.

Zugleich gilt die Wärmepumpe als zentraler Baustein der Wärmewende. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung regionaler Energie- und Klimaziele und zur Reduzierung fossiler Energieträger im Gebäudesektor.

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Forderung nach stabilen und praxisnahen Rahmenbedingungen

CSU-Fraktionsvorsitzender Klaus Holetschek betonte die Innovationskraft des Standorts Kasendorf und sprach sich für mehr unternehmerische Freiheit aus. Weniger Bürokratie und der Abbau von Vorschriften seien entscheidend, um den Wandel erfolgreich zu gestalten. Mit einer geplanten Gesetzesinitiative zu Modellregionen solle erprobt werden, wie größere Handlungsspielräume in der Praxis funktionieren können.

Auch Staatssekretär Martin Schöffel unterstrich die Bedeutung stabiler politischer Rahmenbedingungen. Die Wärmepumpe sei eine bewährte Technologie für Heizung und Klimatisierung von Gebäuden. Angesichts der in den vergangenen Jahren teils volatilen politischen Vorgaben sei Planungssicherheit für Unternehmen und Handwerk ein zentraler Faktor für die weitere Entwicklung der Branche.