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New Yorker Ehepaar vermacht Richard-Wagner-Museum Millionenvermögen
Jeffrey und Nadežda Brinck aus New York sind seit Jahrzehnten leidenschaftliche Wagner-Fans – jetzt haben sie eine eigene Stiftung für das Bayreuther Museum gegründet und ihr beträchtliches Vermögen testamentarisch eingebracht.
Ein Millionengeschenk aus New York
Pünktlich zum 50-jährigen Bestehen des Richard-Wagner-Museums im Haus Wahnfried haben das New Yorker Ehepaar Jeffrey und Nadežda Brinck ihr gesamtes Vermögen im mittleren siebenstelligen Bereich testamentarisch dem Museum und seinem Archiv vermacht. Am 17. April wurde zu diesem Zweck die „J & N Brinck-Foundation“ mit Sitz in Bayreuth gegründet.
Lebenslange Leidenschaft für Wagner
Die Brincks sind seit Jahrzehnten begeisterte Liebhaber der europäischen Kultur, der Oper – und vor allem der Werke Richard Wagners. Viele Jahre lang besuchten sie die Bayreuther Festspiele und das Museum im Haus Wahnfried. Jeffrey Brinck ist überdies leidenschaftlicher Sammler: Bereits 2011 hatte er dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung 42 Briefhandschriften aus seiner privaten Wagner-Sammlung geschenkt. Als Reisen durch Alter und die Covid-Pandemie schwieriger wurde, verfolgten die Brincks die Arbeit von Museum und Direktor Sven Friedrich aus der Ferne – mit großer Aufmerksamkeit und in freundschaftlicher Verbundenheit.
Stiftung sichert die Zukunft von Museum und Archiv
Auf Anregung von Museumsdirektor Friedrich wurde die neue Stiftung nun offiziell errichtet. Laut Satzung verfolgt die J & N Brinck-Foundation folgende Zwecke:
- Erwerb wertvoller Ergänzungen des Archivs
- Erhaltung und Pflege der Sammlungen
- Einführung verbesserter Technologien zur Verbreitung der Sammlung in der Öffentlichkeit
- Finanzierung von Instandhaltung und Betrieb des Museums
Den Vorstand bilden Museumsdirektor Sven Friedrich und Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung.
Jeffrey Brinck spricht – auf Deutsch
Nach der Unterzeichnung der Stiftungsurkunde meldete sich Jeffrey Brinck in deutscher Sprache zu Wort – und reihte sich und seine Frau mit einem Augenzwinkern in die lange Liste historischer Wagner-Gönner ein: von König Ludwig II. über Franz Liszt bis hin zu Fürstin Pauline Metternich. „Mit aller angemessenen Demut möchte ich sagen, dass meine Frau und ich entzückt sind und, ja, auch stolz darauf“, so Brinck – und fügte hinzu:
„Wir wissen mit Gewissheit, dass Wagner, lebendig oder tot, diese Achtung für seine Kunst wertschätzen würde.“
Direktor Friedrich: „Anrührende Anerkennung“
Museumsdirektor Friedrich zeigte sich tief bewegt. Die Entscheidung der Brincks sei „nicht nur ein Beweis für die ungebrochene internationale Wirkung Richard Wagners“, sondern auch „eine nachgerade anrührende Anerkennung unserer Arbeit“ – gerade im Jubiläumsjahr der 150-jährigen Bayreuther Festspiele. Die Stiftung werde künftig einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung von Museum und Archiv leisten, betonte er.
FAQ
Wer sind Jeffrey und Nadežda Brinck?
Ein New Yorker Ehepaar und leidenschaftliche Wagner-Fans. Jeffrey Brinck ist zudem Sammler und hatte dem Nationalarchiv bereits 2011 42 Wagner-Briefhandschriften geschenkt.
Wie viel Geld steckt hinter der Stiftung?
Die Brincks haben ihr Vermögen im mittleren siebenstelligen Bereich testamentarisch der neuen Stiftung vermacht.
Was ist der Zweck der J & N Brinck-Foundation?
Die Stiftung fördert den Erwerb von Archivergänzungen, die Pflege der Sammlungen, den Einsatz moderner Technologien zur öffentlichen Zugänglichkeit sowie die Instandhaltung und den Betrieb des Museums.
Wer leitet die Stiftung?
Den Vorstand bilden Museumsdirektor Dr. Sven Friedrich und Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung.
Warum gerade jetzt?
Die Stiftungsgründung fällt bewusst in ein doppeltes Jubiläumsjahr: das 50-jährige Bestehen des Richard-Wagner-Museums und das 150-jährige Jubiläum der Bayreuther Festspiele.
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