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Wahlbenachrichtigungen für den Landkreis Bayreuth – eine logistische Herkulesaufgabe
Am 05. Februar hat die Deutsche Post zusammen mit der AKDB den Wahlmarathon für den Landkreis Bayreuth eingeläutet. Innerhalb kürzester Zeit müssen dabei rund 52.450 Wahlbenachrichtigungen zugestellt werden.Â
Briefzentrum läuft heiß
Im Bayreuther Briefzentrum, das sich im Gewerbegebiet Wolfsbach befindet, herrscht Hochkonjunktur. Denn die Kommunalwahl 2026 steht kurz bevor. Von dem Moment an, da die Wahllisten offiziell ausliegen, rennt die Zeit. Rund 52.450 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger leben im Landkreis Bayreuth, und jeder einzelne muss eine schriftliche Wahlbenachrichtigung bekommen. Das ist ’ne Menge Holz – oder in diesem Fall: Papier.
Wie die meisten Zentren dieser Art, ist das Bayreuther Briefzentrum ein durchlaufendes Briefzentrum. Das bedeutet: An einem Ende kommen neue Sendungen an, werden nach Empfängerort sortiert und gehen zum anderen Ende wieder hinaus. Dort werden die Sendungen auf Lkws verladen, die sie weiter zu den Zustellern bringen. Ein solches Zentrum hat pro Tag einen Durchlauf von circa 500.000 Sendungen – wobei lediglich Briefsendungen gemeint sind. Das entspricht einer Verarbeitungsgeschwindigkeit von ungefähr 40.000 Sendungen pro Stunde.
Mitarbeiter auf Hochtouren
Um den zusätzlichen Workload zu bewältigen, den die Wahl verursacht, ist das Briefzentrum rund um die Uhr in Betrieb. 120 Mitarbeiter arbeiten in drei Schichten, damit die Maschinen niemals stillstehen.
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Rachel Judith Thölke, Leiterin der Niederlassung Zwickau bei der Deutschen Post, bemerkte dazu:
Wir haben uns intensiv auf den Versand der zahlreichen und wichtigen Wahlunterlagen vorbereitet und sind uns unserer besonderen Verantwortung bewusst. Mein Dank gilt an dieser Stelle unserem engagierten Team – ob im Briefzentrum Bayreuth oder in der Zustellung: Täglich geben die Kolleginnen und Kollegen ihr Bestes, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Ich bin stolz darauf, dass wir mit unserem gemeinsamen Einsatz einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie in Deutschland leisten.
Und wer druckt das alles?
Die Vorarbeit macht allerdings die AKDB, die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung. Dort werden die Wahlbenachrichtigungen gedruckt – eine Aufgabe, die vor allem vorausschauendes Planen nötig macht. In diesem Jahr war die Kommunalwahl lange angekündigt. Doch als im Dezember 2024 der damalige Kanzler Olaf Scholz die Vertrauensfrage an den Bundestag stellte, waren sich bei der AKDB sofort alle einig:
„Wir müssen dringend Papier bestellen.“











Tag der Offenen Tür im Verwaltungsgebäude in der Wilhelm-Pitz-Straße ©bt-Redaktion
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