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Waldbrand bei Höchstadt: Luftrettung verhindert Schlimmeres
Ein Beobachtungsflug der Luftrettungsstaffel Bayern hat am Sonntagabend einen beginnenden Waldbrand bei Höchstadt im Landkreis Erlangen-Höchstadt rechtzeitig entdeckt. Die Besatzung lotste die Bodenkräfte direkt zum Brandort.
Gegen 17:30 Uhr entdeckte die Besatzung eines Beobachtungsfluges laut NEWS5 eine Rauchsäule über einem Waldstück östlich der Ortschaft Medbach bei Höchstadt. Über Funk informierte die Crew sofort die Leitstelle, die daraufhin die örtlichen Feuerwehren alarmierte. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte kreiste das Flugzeug weiter über der Einsatzstelle und konnte die Kräfte am Boden gezielt einweisen.
Auslöser für die erhöhte Alarmbereitschaft ist die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen im mittleren 30-Grad-Bereich. Deshalb gilt derzeit in großen Teilen Oberfrankens die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf. Die Regierung von Oberfranken ordnete daher gezielte Beobachtungsflüge der Luftrettungsstaffel Bayern an.
Wie der Beobachtungsflug bei Höchstadt funktioniert
An Bord war neben Pilot Roland Lindner auch der Bamberger Förster Felix Reichelt als Luftbeobachter. Gemeinsam befliegen sie die Route „Oberfranken West“ und halten dabei Ausschau nach Rauchentwicklungen. Zusätzlich koordiniert Reichelt den Funkverkehr mit der Leitstelle.
Der Förster betont gegenüber NEWS5 den Kerngedanken hinter den Flügen:
„Je früher man einen Waldbrand erkennen kann und auch die Einsatzkräfte vor Ort erste Löschmaßnahmen durchführen, umso geringer sind die Schäden an den Waldflächen.“
Entscheidend sei dabei die aktuell geringe Luftfeuchtigkeit.
Wälder in schlechtem Zustand
Aus der Luft beobachtet Reichelt auch den Zustand der fränkischen Natur, der die Ergebnisse der jüngsten Bundeswaldinventur widerspiegele. Vor allem Nadelholzbestände aus Kiefer und Fichte zeigen demnach erhebliche Trockenheits- und Borkenkäferschäden. Selbst stabilere Laubbaumbestände wie Buchen seien bereits sichtlich geschwächt.
Für den Förster verdeutlicht die aktuelle Extremsituation, dass schnelles Handeln und langfristige Veränderungen zusammengehören.
„Unsere Wälder in der Region sind schon vorgeschädigt jetzt und werden natürlich im Klimawandel weiter belastet. Der aktive Waldumbau in Richtung Laubmischwälder ist wichtiger denn je“, zieht Reichelt Bilanz aus der Vogelperspektive.











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