Warum das Neue Rathaus in Bayreuth heute blau leuchtet

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Heute erstrahlt das Rathaus in Bayreuth in einem blauen Licht: Am Samstag, 30. November 2019, findet auf Initiative der internationalen christlichen Laienbewegung Sant’Egidio der internationale Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Am Freitag startete am Rathaus die Fridays For Future Demonstration durch Bayreuth. Rund 500 Teilnehmer sind anschließend durch die Innenstadt gezogen.

Die Stadt Bayreuth unterstützt, wie viele andere deutsche Städte auch, die Ziele dieser Kampagne, erklärt der Pressesprecher der Stadt Bayreuth, Joachim Oppold. Als sichtbares Zeichen der Solidarität wird das Neue Rathaus am Luitpoldplatz in dieser Nacht in dunkelblauem Licht angestrahlt.

 Bayreuth setzt Zeichen gegen die Todesstrafe

Seit 2002 organisiert die Gemeinschaft Sant’Egidio alljährlich am 30. November den Internationalen Aktionstag „Cities for Life – Städte für das Leben“, um auf kommunaler Ebene auf die Ungerechtigkeit der Todesstrafe aufmerksam zu machen, beschreibt die Stadt die Aktion.

Mittlerweile ist die Zahl der beteiligten Städte auf über 2.000 gestiegen, darunter etwa 80 Hauptstädte aus fünf Kontinenten. Der internationale Tag „Cities for Life“ steht für die größte Mobilisierung für die Abschaffung der Todesstrafe auf internationaler Ebene. Sein Ziel besteht darin, einen Dialog mit der Zivilgesellschaft herzustellen und lokale Verwaltungen einzubeziehen, damit die Abschaffung der Todesstrafe und der Verzicht auf Gewalt zu einem Identitätsmerkmal der beteiligten Stadt und ihrer Bürger wird.

Die Laienbewegung Sant’Egidio

Die Gemeinschaft Sant‘Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit über 60.000 Mitgliedern in 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Sie engagiert sich unter Beteiligung zahlreicher Organisationen im Kampf gegen die Todesstrafe und hat die Aktion „Cities for Life“ gegründet. Der 30. November wurde für den Aktionstag ausgewählt, weil an diesem Tag 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.