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Tag des offenen Denkmals: Diese Angebote gibt es heute in Bayreuth
Am 13. September ist Tag des offenen Denkmals. Auch in Bayreuth gibt es dabei die Gelegenheit, Orte zu besichtigen, die sonst nicht oder nur selten zugänglich sind. Vom Sonnentempel in der Eremitage über Museen und die Schokofabrik bis zum Tiefen Brunnen in Betzenstein gibt es jede Menge historische Orte und Gebäude zu entdecken.
Das bundesweite Motto des Tags des offenen Denkmals lautet in diesem Jahr „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“. Wer heute noch spontan beim Tag des offenen Denkmals vorbeischauen möchte, hat in Bayreuth und Umgebung mehrere Möglichkeiten.
Sonnentempel in der Eremitage
Stefan Weiß gibt um 14:30 Uhr einen Einblick in den Sonnentempel des Neuen Schlosses in der Eremitage, der normalerweise nicht für Besucher zugänglich ist. Unter dem Titel „Zu Füßen des Gottes Apoll“ geht es in der 120 minütigen Führung ins Gebäude.
Treffpunkt: Sonnentempel in der Eremitage
Wandelkonzerte im Neuen Schloss
Im Neuen Schloss in der Ludwigstraße stehen zwei Wandelkonzerte auf dem Programm. Um 14:30 und 15:30 Uhr spielt das Blockflötenensemble der Stadtkirche Bayreuth Musik aus der Zeit des Barocks und Frühbarocks.
Treffpunkt: Festsaal
Kunstmuseum und Historisches Museum laden ein
Im Kunstmuseum im Alten Rathaus in der Brautgasse ist der Eintritt am 13. September frei. Es ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Von 11 bis 13:30 Uhr sowie von 14 bis 16:30 Uhr finden offene Museumswerkstätten mit den Kunstpädagoginnen Verena Weinmann und Ingrid Seidel statt.
Um 13 Uhr führt Beatrice Tost durch die Ausstellung „Beckmann/Besch“.
Um 15 Uhr gibt es eine Führung durch das Alte Rathaus.
Im Historischen Museum am Kirchplatz geht es um 12 Uhr in einer Führung durch die Sonderausstellung „Bitte nicht bewegen! – Die Festspiele im Fokus der Fotografen“, die an diesem Tag von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist.
Tunnel, Gleise, Haferflocken
Wer sich für Bayreuths Industriegeschichte interessiert, kann um 13:30 Uhr bei einer Führung von Florian André Unterburger vom Förderverein Industriemuseum mitgehen. Unter dem Titel „Tunnel, Gleise, Haferflocken“ geht es unter anderem um den Hauptbahnhof, die Porzellanfabrik Walküre, das ehemalige BayWa-Gelände und die ehemalige Haferflockenfabrik Knorr und die Schokofabrik.
Treffpunkt: Bahnbrücke in der Tunnelstraße.
Schokofabrik: Industriegeschichte trifft Jugendkultur
Auch in der Schokofabrik ist einiges los. Das Gebäude an der Gaustraße 6 hat eine wechselvolle Geschichte: Es war Zuckerwarenfabrik, Munitionsfabrik und Strickwarenfabrik, später Technokultort der Region. Heute befinden sich dort das Jugendkulturzentrum und Konzert- und Musikräume.
Mehrere Führungen zeigen die unterschiedlichen Seiten des Gebäudes: Um 15 Uhr geht es um die historische und aktuelle Nutzung, um 17 Uhr ums Skaten und um 18 Uhr um die Kultur in der Schokofabrik.
Um 16 Uhr beschäftigt sich außerdem ein Vortrag mit der Frage, welche Rolle die Schokofabrik einst als Umschlagplatz für Kolonialwaren spielte.
Historisches Gebäude selbst erkunden
Das Treskow-Palais in der Friedrichstraße 21 kann von 12:30 bis 16:30 Uhr auf eigene Faust besichtigt werden. Der zwischen 1752 und 1754 errichtete Bau war das Wohnhaus des Hofbaumeisters Johann Michael Prell. Im Inneren sind unter anderem Stuckdecken von Adam Albini zu sehen.
Auch eine moderne Kirche ist dabei
Ein Beispiel für jüngere Baugeschichte ist die Erlöserkirche in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße. Der 1966 fertiggestellte Backsteinbau mit Betonelementen und Kupferdach kann um 14 Uhr bei einer Kirchenführung besichtigt werden.
Ein Blick in den Brunnen
Auch außerhalb Bayreuths gibt es am Tag des offenen Denkmals besondere Einblicke: In Betzenstein kann der Tiefe Brunnen besichtigt werden. Der zwischen 1543 und 1549 errichtete Brunnen gilt als technische Meisterleistung und ist rund 46 Nürnberger Klafter und damit fast 80 Meter tief.
Bis 1902 war der Tiefe Brunnen die einzige Trinkwasserversorgung für Betzenstein und Umgebung. Das Wasser wurde früher mit einem hölzernen Bottich und einem Räderwerk nach oben befördert. Rund 15 Minuten dauerte es, bis der mehr als 100 Kilogramm schwere Bottich mithilfe der beiden Handkurbeln nach oben gezogen war.
Führungen finden um 13, 14, 15, 16 und 17 Uhr statt und dauern jeweils etwa 20 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Treffpunkt: Hauptstraße 5 in Betzenstein.
Das Gesamtprogramm für den Tag des offenen Denkmals finden Sie hier.
Artikel vom 4. September: Ein Blick in den sonst verschlossenen Wasserturm
Eine der ungewöhnlicheren Möglichkeiten bietet die Schloss- und Gartenverwaltung in der Eremitage. Bei der Themenführung „Zutritt erlaubt: der Ältere Wasserturm im Hofgarten Eremitage“ können Besucher den sonst verschlossenen Turm von innen sehen.
Erst geht es zu den Wasserspielen in der Grotte des Alten Schlosses. Anschließend wird im Wasserturm erklärt, wie die Wasserspiele früher ohne Strom und Pumpen funktioniert haben.
Die Führungen finden um 14, 14:45, 15:30 und 16:15 Uhr statt und dauern jeweils etwa 30 Minuten. Eine Anmeldung ist bis Samstag, 12. September, erforderlich (0921 75969-37 Dienstag bis Sonntag 9-18 Uhr, eremitage@bsv.bayern.de).
Rosenholzzimmer im Neuen Schloss wieder zugänglich
Auch im Neuen Schloss in der Ludwigstraße gibt es etwas zu sehen, das lange nicht zugänglich war: Das sogenannte Rosenholzzimmer im Italienischen Schlösschen ist nach aufwendiger Restaurierung wieder geöffnet.
Das Intarsienkabinett wurde von der berühmten Familie Spindler geschaffen und befindet sich noch an seinem ursprünglichen Ort. Führungen gibt es um 11, 13:30 und 16 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, auch hier ist eine Anmeldung bis 12. September erforderlich (0921 75969-21, Dienstag bis Sonntag 9-18 Uhr, sgvbayreuth@bsv.bayern.de).












Beide Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. ©News5/Ferdinand Merzbach
Die Spedition kümmerte sich selbst um die Beseitigung des Hafers. © VPI Hof