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Nachruf

Werner Zapf ist tot: Große Bayreuther Persönlichkeit mit 88 Jahren gestorben

Werner Zapf, bis 1999 Inhaber der noch heute in Bayreuth sitzenden Zapf GmbH, ist am 29. Juli 2022 im Alter von 88 Jahren verstorben.

Auch wenn manchen, insbesondere Jüngeren, der Name Werner Zapf nicht notwendigerweise etwas sagen wird: Als Bayreuther ist einem wenigstens die Zapf GmbH ein Begriff.

Der langjährige Inhaber des Unternehmens für Fertiggaragen und Garagenmodernisierung ist am 29. Juli 2022 mit 88 Jahren verstorben.

Werner Zapf verstorben

1904 wurde das Baugeschäft von Adam Zapf gegründet, damals noch als „Baugeschäft Adam Zapf“. Langsam aber sicher wurde das Unternehmen mit dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg immer größer. 1963 gab es den Spatenstich für das Fertigteilwerk, 1983 den Aufbau eines Zweigwerks in Baar-Ebenhausen.

1987 folgte die Übernahme der Firma Kochbau-Seemann in Freiburg und auch eine Übungsfirma für Auszubildende, „Zapf-Young“, wurde 1998 gegründet. So mauserte sich das Unternehmen zu einem der größten Arbeitgeber im Landkreis. Heute hat es laut Wikipedia 512 Mitarbeiter. Im Jahr 1999, noch vor der Jahrtausendwende, verkaufte Werner Zapf seine Anteile an der Zapf GmbH vollständig an die Deutsche Beteiligungs AG in Frankfurt und die SchmidtBank KGaA. Mittlerweile gehört die Firma zur französischen LNC-Gruppe in Paris.

Soziales Engagement

Doch Zapf war nicht nur Unternehmer, sondern auch ein großer Verfechter und Mitinitiator von sozialem Engagement. In 2014 wurde ihm von der Stadt Bayreuth der Bürgerpreis verliehen, unter anderem für seine Leistungen mit der eigenen Werner-Zapf-Stiftung, die unter anderem Initiativen für Toleranz und Bildung unterstützt.

Außerdem brachte er die Wanderausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990“ nach Bayreuth und setzte sich immer wieder für Flüchtlinge ein. Auch Initiativen, die behinderte Menschen unterstützen sollen, hatten bei ihm hohe Priorität, so zum Beispiel die „Bananenflanke“, ein Fußballverein in Bayreuth speziell für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung.

Palliativstation am Klinikum Bayreuth

Auch das Klinikum Bayreuth trauert um Werner Zapf. „Durch seine Überzeugung und Engagement konnte die Palliativstation am Klinikum Bayreuth entstehen. Wir verlieren eine Persönlichkeit, die mit Herzenswärme und Großzügigkeit unsere Arbeit über viele Jahre unterstützt und begleitet hat“, heißt es in einer Mitteilung auf der Homepage des Klinikums, unterzeichnet von der Geschäftsführung, Alexander Mohr und Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Palliativstation wurde durch die Bayreuther Hospizstiftung ermöglicht, die Zapf mitinitiierte. Die Geschäftsführer des Klinikums drücken Zapf ihren innigen Dank aus, der durch seinen Einsatz für viele Menschen in ihrer letzten Lebensphase zum Segen wurde.