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WWG-Fußballerinnen werden Siebte – wieder Aus im Elfmeterschießen
von Stephan Müller
Die U13 des WWG Bayreuth hat beim DFB-Schul-Cup das Viertelfinale erreicht, dort aber gegen Hamburg verloren. Wie im Vorjahr mussten die Bayreutherinnen nach einem 1:1 ins Elfmeterschießen – diesmal reichte es am Ende zu Platz sieben.
Im Viertelfinale ist für die WWG-Fußballerinnen der Traum vom erneuten Podestplatz geplatzt. Gegen das Walddörfer Gymnasium Hamburg stand es nach der regulären Spielzeit 1:1, im anschließenden Elfmeterschießen mussten sich die Bayreutherinnen geschlagen geben.
Damit wiederholte sich für die U13-Spielerinnen die Geschichte aus dem Vorjahr: Auch 2025 war das WWG in einem Elfmeterschießen ausgeschieden, allerdings im Halbfinale. Dieses Mal reichte es am Ende zum siebten Platz. Im Spiel um Platz sieben setzte sich das Team mit 2:0 gegen das Gymnasium Lohne aus Niedersachsen durch.
Bundessieger wurde das Helmholtz-Gymnasium Bielefeld mit einem 1:0 im Finale gegen die Carl-von-Weinberg-Schule Frankfurt.
Artikel vom 15. September
Mit einem 2:1 gegen die Oberschule Findorff Bremen, einem 7:1 gegen das Gymnasium am Rotenbühl Saarbrücken und einem 1:1 gegen das Humboldt-Gymnasium Weimar holten sich die WWG-Fußballerinnen beim „DFB-Schul-Cup“ auf dem Gelände des DFB-Campus in Frankfurt den Gruppensieg.
Am 16. September trifft die U13-Truppe von Kathrin Krämer und Tamara Schirbel auf das Walddörfer Gymnasium Hamburg. Das WWG hat sich als bayerischer Landessieger für das Turnier qualifiziert.
320 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2014 bis 2016 spielen auf den Rasenplätzen, auf denen normalerweise die Nationalmannschaften trainieren. Der DFB lässt sich für die Teams aus den 16 Bundesländern immer wieder eine Überraschung einfallen.
WWG-Spielerinnen treffen auf Klopp und Völler
Im letzten Jahr waren es die beiden Weltmeisterinnen Nia Künzer und Melanie Behringer, die die Spiele beobachteten. Heute trauten viele Mädchen ihren Augen nicht, als plötzlich Jürgen Klopp und Rudi Völler vor ihnen standen. Der neue Bundestrainer und sein DFB-Sportdirektor sind schon nach Frankfurt in die DFB-Zentrale gereist, weil übermorgen der erste Nationalmannschaftslehrgang unter der Regie von Jürgen Klopp über die Bühne geht. Bis dahin gehören die exklusiven Rasenplätze aber den 16 Schulmannschaften.
Der Ferien-Nachteil ist bislang keiner
Von „dem Nachteil“, dass die WWG-Mädchen heute erst ihren ersten Schultag hatten, und im Gegensatz zu fast allen Landessiegern nicht schon seit mehreren Wochen gemeinsam trainieren konnten, hat man noch nichts gemerkt. Nach den Siegen über Bremen und das Saarland sowie dem Remis gegen Thüringen wurde das Team von Kathrin Krämer sicher Gruppensieger.
Mit Hamburg wartet allerdings am Mittwoch einer der ganz großen Favoriten. Das war das Hamburger Elite-Gymnasium des HSV aber im vergangenen Jahr auch schon. Die Bayreutherinnen siegten im Spiel um den dritten Platz trotzdem mit 2:1 Toren. „Unterschätzen werden sie uns jetzt nicht mehr“, grinst WWG-Schulleiter Martin Schmidt. „Aber gewinnen wollen wir am Mittwoch trotzdem. Am besten drei Mal!“
Schon im Vorjahr mischten die Bayreutherinnen vorne mit
Schon im vergangenen Jahr war das WWG beim Bundesfinale von starken Gegnern umgeben. Die Bayreutherinnen trafen damals unter anderem auf sogenannte Fußball-Eliteschulen, die mit Proficlubs wie dem Hamburger SV, Borussia Dortmund, RB Leipzig oder Werder Bremen zusammenarbeiten. WWG-Schulleiter Martin Schmidt bekam große Augen, als er den Betreuerstab der anderen Finalisten „einschließlich Physios und Zeugwart“ sah. Seine Spielerinnen ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und holten am Ende den dritten Platz.
In Bad Blankenburg wäre im September 2025 sogar die Endspielteilnahme möglich gewesen, wenn die WWG’lerinnen nicht im Elfmeterschießen gegen Nordrhein-Westfalen (beziehungsweise gegen Fortuna Düsseldorf) verloren hätten.
Nur eine Viertelstunde nach diesem Halbfinale wurde das „Spiel um Platz drei“ angepfiffen.
„Die Mädchen waren nach dem verlorenen Elfmeterschießen noch völlig down, haben sich aber trotzdem im kleinen Finale mit 2:1 gegen das Hamburger Elite-Gymnasium des HSV durchgesetzt.“
— Martin Schmidt, Schulleiter WWG
Titelverteidigerinnen aus Nordbayern
Ein riesiger Erfolg war schon die bayerische Titelverteidigung unmittelbar vor den diesjährigen Sommerferien. Schon deshalb, weil es in Bayern ebenfalls „Elite-Partnerschulen“ von Proficlubs wie dem FC Bayern München, dem FC Augsburg, dem 1. FC Nürnberg, Jahn Regensburg oder der SpVgg Fürth gibt. Trotzdem konnte sich das WWG als Nordbayerischer Meister im bayerischen Finale in Cham erneut gegen den „Südmeister“ von der Isar durchsetzen.
Amélie Weiß rettet das Finale: „Fußballgöttin“ von München
Im Endspiel lag das WWG schon mit 0:3 Toren zurück, ehe die Mädchen das Spiel gegen das Theodolinden-Gymnasium München, also die „Eliteschule“ des FC Bayern, noch drehen konnten. Den 4:3-Sieg sicherte Torhüterin Amélie Weiß mit einer Glanzparade unmittelbar vor dem Abpfiff.
„Für so eine Aktion von Toni Turek hat Herbert Zimmermann in seiner legendären Radio-Reportage vom WM-Finale 1954 einst den Begriff ‚Fußballgott‘ erfunden.“
— Martin Schmidt, Schulleiter WWG












Der 22-jährige Luis Wulff ist in Zukunft fest für MpK Bayreuth im Einsatz. © Thorsten Ochs
Die Kreuzung zwischen Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und Universitätsstraße. Archivfoto: bt-Redaktion