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Zugfunk-Ausfall in der Nacht legte Deutsche Bahn bundesweit lahm
Ein technischer Defekt hat in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni 2026 den gesamten Schienenverkehr in Deutschland zum Erliegen gebracht.
Um 22:30 Uhr am Dienstagabend, 23. Juni 2026, meldete die Deutsche Bahn eine schwerwiegende Störung ihres digitalen Zugfunksystems GSM-R. Das Kürzel steht für Global System for Mobile Communications Railway, ein Funknetz speziell für den Schienenverkehr. Ohne dieses System dürfen Züge aus Sicherheitsgründen nicht fahren, da die Kommunikation zwischen Lokführerinnen, Lokführern und den Leitstellen unterbrochen ist.
Laut Mitteilung der Deutschen Bahn wurden daraufhin „vorläufig alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten“. Betroffen waren sowohl Fernverkehrsverbindungen mit ICE und IC als auch zahlreiche Regionalzüge im gesamten Bundesgebiet.
GSM-R-Störung: Was steckte dahinter?
Als technischen Auslöser vermutet die Deutsche Bahn nach ersten Erkenntnissen ein fehlerhaftes IT-Update. Hinweise auf Sabotage gab es laut Informationen aus Sicherheitsbehörden nicht. Das Unternehmen erklärte noch in der Nacht, die Ursache identifiziert zu haben: „Die Kolleginnen und Kollegen arbeiten intensiv an einer Lösung.“
Gegen 0:50 Uhr vermeldete die DB dann den Durchbruch. „Unsere IT-Experten haben pausenlos an der Entstörung gearbeitet – mit Erfolg“, teilte das Unternehmen mit. Der Verkehr lief anschließend Schritt für Schritt wieder an.
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Reisende erhielten Taxi- und Hotelgutscheine
Für gestrandete Fahrgäste stellte die Deutsche Bahn Taxi- und Hotelgutscheine aus. Wo möglich, wurden zudem Aufenthaltszüge bereitgestellt. Das Unternehmen entschuldigte sich öffentlich für die Situation.
Am frühen Mittwochmorgen, dem 24. Juni 2026, lief der Bahnbetrieb laut DB-Angaben weitgehend reibungslos an. Vereinzelte Folgeverspätungen und Ausfälle blieben jedoch bestehen. Reisende wurden gebeten, ihre Verbindungen in den offiziellen Auskunftsmedien zu prüfen.












Symbolbild: Pixabay
Archivbild: Ein Plakat auf einem Anhänger warnt davor, dass Autofahrer wegen Schulkindern langsam fahren sollen. ©Neele Boderius