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Zum Weltkindertag: Kinder stärken und Armut abbauen
Lautes Kinderlachen und bunte Mitmachaktionen: Am Samstag, 19. September, wird in Bayreuth wieder das Kinderfest gefeiert. Doch so schön und wichtig solche unbeschwerten Tage für Familien sind, so sehr lohnt es sich auch den Blick auf das zu richten, was oft unsichtbar bleibt: der Alltag jener Kinder, die im Schatten finanziellen Mangels aufwachsen.
Während auf dem Marktplatz ausgelassen gespielt wird, bedeuten Ausflüge, Vereinsbeiträge oder gar das Geschenk zum Kindergeburtstag für viele Familien eine ständige Hürde.
Der Kinderschutzbund Landesverband Bayern ruft daher dazu auf, den Blick schärfer auf das Thema Armutssensibilität zu richten. Es geht darum, Barrieren in Kitas, Schulen, Vereinen und in der Gesellschaft abzubauen, damit alle Kindern am gesellschaftlichen Leben teilhaben können – ohne Beschämung und ohne, dass Eltern erst um Ausnahmen und Almosen bitten müssen.
Lesen Sie auch: Das Bayreuther Kinderfest am Wochenende – kostenfrei für alle.
Was bedeutet armutssensibles Handeln im Alltag?
Der Landesverband Bayern hat zum Weltkindertag konkrete Tipps zusammengestellt, wie diese Hürden im Miteinander gesenkt werden können:
- Sprache bewusst wählen: Auf vorschnelle Urteile und verallgemeinernde Sätze wie „Das kann sich doch jeder leisten“ verzichten und Begriffe wie „sozial schwach“ vermeiden.
- Kosten ganzheitlich und vorausschauend planen: Bei Festen, Ausflügen und Angeboten alle Nebenkosten (Fahrt, Verpflegung, Ausrüstung) mitdenken. Möglichst kostenfreie Angebote wählen oder die Finanzierung vorab für alle klären.
- Lebenswelten ohne Vorurteile anerkennen: In Erzählrunden keine teuren Urlaubsreisen oder kostspielige Hobbys voraussetzen. Erlebnisse auf dem Spielplatz oder zu Hause verdienen genau dieselbe Wertschätzung.
- Zugang zu Materialien ohne Stigmatisierung: Kitas, Schulen und Vereine sollten Leihmaterialien (Stifte, Bücher, Ausrüstung) so bereitstellen, dass deren Nutzung niemanden als bedürftig kennzeichnet.
- Diskretion: Finanzielle Themen, Härtefälle oder Anträge immer vertraulich unter Erwachsenen besprechen – niemals vor der Gruppe oder über das Kind.
Konkret in Bayreuth: So hilft der Kinderschutzbund vor Ort
Wer Kinder in Bayreuth und der Region wirksam unterstützen möchte, findet beim Kinderschutzbund Kreisverband Bayreuth e.V. direkte Initiativen.
Lokale Projekte zur Förderung & Medienkompetenz
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„media pro kids – sicher durchs Netz!“: Das Bayreuther Medienprojekt vermittelt Kindern, Jugendlichen und Eltern wichtige Medienkompetenzen. Es klärt über Gefahren wie Cybermobbing, Urheberrechte, Cybergrooming und den sicheren Umgang mit Smartphones auf.
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Projekt „Rückenwind“: Übernimmt oder bezuschusst Kosten für Sportverein, Musikunterricht oder Ausrüstung, damit kein Kind aus finanziellen Gründen abseitsstehen muss.
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Familienpaten: Ehrenamtliche unterstützen Familien im Alltag (ca. 2–3 Stunden/Woche) bei Hausaufgaben, Behördengängen oder Entlastung im Familienleben.
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Projekt „Mariechen“: Begleitet Familien mit schwer erkrankten Kindern.
So können Sie in Bayreuth unterstützen
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Ehrenamt: Engagement als Familienpatin/Familienpate oder bei Mitmach-Aktionen.
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Spenden: Finanzielle Unterstützung für Projekte wie „Rückenwind“ und „media pro kids“.
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Mitgliedschaft: Stärkt die Vertretung von Kinderrechten in der Region Bayreuth.
Kontakt & Ansprechpartner in Bayreuth:
Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Bayreuth e.V.
Wittelsbacherring 8, 95444 Bayreuth
Telefon: 0921 / 51 16 99
E-Mail: info@kinderschutzbund-bayreuth.de
Website: https://www.kinderschutzbund-bayreuth.de/kontakt/
Kinderrechte im Netz schützen: „Kinder medienstark machen“
Neben finanzieller Teilhabe steht zum diesjährigen Weltkindertag der Schutz im digitalen Raum auch zunehmend Mittelpunkt. Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf mahnt:
„Ob Social Media, Gaming oder KI-Chatbots – Kinderrechte im digitalen Raum sind in Gefahr. Wenn Trolle hetzen, Algorithmen süchtig und Schönheitsfilter krankmachen, dann braucht es Einschränkungen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Genauso entscheidend ist es, unsere Kinder medienstark zu machen.“
Dazu verweist sie auf das neue, bundesweit einzigartiges Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche in Not, die Zentrale Bayerische Kinderschutz-Hotline.
Erreichbar unter: tel. (0 800) 8888 004












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