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Zuschüsse stabil – nur wenige Änderungen im Sozial- und Integrationsbereich
Der Sozialausschuss seine Empfehlungen für freiwillige Leistungen im kommenden Haushaltsjahr abgegeben. Größtenteils bleiben die Förderbeträge unverändert – dennoch gibt es einzelne Verschiebungen: Das Café am Menzelplatz benötigt künftig keine Mittel mehr, stattdessen soll ein neuer Fahrdienst entstehen.
Der Sozialausschuss des Stadtrats hat am 17. November die freiwilligen Zuschüsse in den Bereichen Soziales und Integration beschlossen. Bevor die Beträge fest sind, gehen sie aber noch durch den Haupt- und Finanzausschuss und durch den Stadtrat.„Wir sind angehalten, die freiwilligen Leistungen nicht zu erhöhen“, sagte Sozialreferentin Manuela Brozat im Sozialausschuss.
GEWOG übernimmt Café am Menzelplatz
Geändert hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur bei wenigen Positionen etwas. Die Tafel soll im kommenden Haushaltsjahr 2.574 Euro erhalten, im Vorjahr waren es noch 2.500 Euro. Das Café Klatsch am Menzelplatz erhält dagegen ab 2026 keine Haushaltsmittel mehr, denn die GEWOG übernimmt die Betriebskosten vollständig. Im Jahr 2025 waren es noch 3.900 Euro. Die Stadt möchte diese Gelder in Zukunft in einen ehrenamtlichen Fahrdienst investieren.
Soziales
Frauenhaus Bayreuth – 70.000 Euro
Die Caritas erhält wie in den Vorjahren 70.000 Euro für die Grundkosten des Frauenhauses, das Frauen und ihren Kindern Schutz und Beratung bietet. Die Stadt trägt den Anteil entsprechend der bestehenden Vereinbarung.
Schuldnerberatung – 72.000 Euro
Für die Schuldner- und Insolvenzberatung der Caritas sollen erneut 72.000 Euro bereitgestellt werden. Die Beratung gilt als wichtige Voraussetzung für berufliche und soziale Stabilisierung verschuldeter Menschen.
Freiwilligenzentrum – 21.840 Euro
Das Freiwilligenzentrum, getragen von BRK, Caritas und Diakonie, soll wie bisher 21.840 Euro erhalten. Es unterstützt und vermittelt Ehrenamtliche und stärkt bürgerschaftliches Engagement.
Flüchtlings- und Integrationsberatung – 11.860 Euro
Für die Beratung in der Unterkunft Wilhelm-Busch-Straße sind unverändert 11.860 Euro vorgesehen. Die Caritas entlastet mit ihrem Angebot die städtische Sozialverwaltung.
Kriseninterventionsstelle – 6.500 Euro
Die psychosoziale Beratung für Frauen nach häuslicher Gewalt soll mit 6.500 Euro gefördert werden. Die Stadt trägt ihren Anteil am Sockel- und Restbetrag entsprechend der Fallzahlen.
Selbsthilfekontaktstelle – 4.900 Euro
Der Paritätische erhält wie bisher 4.900 Euro. Die Kontaktstelle unterstützt Selbsthilfegruppen und begleitet sie fachlich.
Tafel Bayreuth – 2.574 Euro
Rund 160 Ehrenamtliche versorgen bei der Tafel Bedürftige mit Lebensmitteln. Die kleine Erhöhung des Zuschusses von 2.500 Euro auf 2.574 Euro ergibt sich so: Die Stadt übernimmt weiterhin die Biotonnen-Abfuhrgebühren der Tafel, die um 74 Euro gestiegen sind.
TransitionHaus – 2.000 Euro
Für Miet- und Betriebskosten des TransitionHauses sind erneut 2.000 Euro vorgesehen. Es bietet seit zehn Jahren Raum für ökologische und gesellschaftliche Projekte.
Evangelische Altenclubs – 1.100 Euro
Das Angebot der Diakonie soll wieder 1.100 Euro erhalten. Die Altenclubs organisieren regelmäßige Treffs und fördern soziale Teilhabe älterer Menschen.
Weitere Seniorentreffs – 700 Euro
Auch unabhängige Seniorengruppen wie Trauertreff, Gehörlosenclub oder Tanzkreis bekommen Zuschüsse von insgesamt 700 Euro für ihre ehrenamtlichen Angebote.
Innovative Altenhilfeprojekte – 900 Euro
Für kreative Projekte der Altenhilfe – etwa neue Seniorengruppen oder Aktionen wie ein Theaterprojekt für Menschen mit Demenz – stehen wie im Vorjahr 900 Euro bereit.
Sozialraummanagement – 18.000 Euro
Die Evangelische Familienbildungsstätte plus Mehrgenerationenhaus soll 18.000 Euro für Sozialraumprojekte erhalten. Ziel ist der Ausbau wohnortnaher Angebote.
Katholische Altenclubs – 600 Euro
Sechs katholische Seniorengruppen sollen erneut 600 Euro bekommen. Die Mittel dienen für Bildungsangebote, Treffen und Präventionsveranstaltungen.
Fachstelle für pflegende Angehörige – 6.100 Euro
Der Caritasverband erhält wie bisher 6.100 Euro zur Unterstützung pflegender Angehöriger. Die Förderung basiert auf einem Stadtratsbeschluss von 1999.
Malteser-Projekt „Miteinander – Füreinander“ – 20.000 Euro
Das Projekt gegen Einsamkeit im Alter soll weiter mit 20.000 Euro unterstützt werden. Es umfasst Besuchsdienste, Begegnungsfrühstücke und Beratung.
Stadtteiltreff M8 – 0 Euro
Für das ehemalige „Café Klatsch“ sind ab 2026 keine städtischen Mittel mehr nötig. Die GEWOG übernimmt die Betriebskosten; die Stadt lenkt die Gelder künftig in andere Seniorenprojekte.
Migrationsberatung BRK – 8.000 Euro
Für die Migrationsberatung Erwachsener des BRK sollen 8.000 Euro bereitstehen. Stadt und Landkreis teilen sich das Defizit, das sich für das BRK ergibt. Die Stadt will dafür 8.000 Euro einstellen, der Landkreis 10.000 Euro.
Aufbau eines ehrenamtlichen Fahrdienstes – 3.900 Euro
Hier finden sich die 3.900 Euro, die die Stadt bislang für das Café am Menzelplatz eingestellt hat. Für einen neuen Fahrdienst für mobilitätseingeschränkte Menschen beantragen die Malteser 3.900 Euro. Das Geld soll in Konzept, Infrastruktur und Schulungen fließen.
Bereich Integration
Präventive Jugendarbeit in der Himmelkronstraße – 6.000 Euro
Die Caritas Bayreuth erhält 6.000 Euro für ihren Jugendtreff in der Himmelkronstraße. Das Angebot richtet sich an Jugendliche – viele davon mit Flucht- oder Migrationserfahrung – und schafft einen sicheren Raum, der Orientierung bieten und soziale Kompetenzen stärken soll.
Gärten der Begegnung – 2.550 Euro
Für den Betrieb der interkulturellen Begegnungs- und Bildungsangebote stellt die Stadt 2.550 Euro bereit. Der Verein begegnet mit seinem ehrenamtlichen Angebot großen finanziellen Herausforderungen – 2026 steht zudem die Erneuerung des Gartenzauns an.
„Mama lernt besser Deutsch“ – 7.000 Euro
Das Sprach- und Integrationsprojekt der Evangelischen Familienbildungsstätte wird mit 7.000 Euro gefördert. Der Kurs vermittelt Deutschkenntnisse, stärkt die Verbindung zwischen Familie, Kita und Schule und will Hemmschwellen gegenüber Behörden und Ärzten abbauen. Zum Angebot gehört auch eine Kinderbetreuung. Eine gleichwertige staatliche Förderung gibt es nicht.
Sprachbegleiter in Kitas – 5.000 Euro
Für das Projekt „Spiele, Sprechen, Fördern“ erhält das Freiwilligenzentrum 5.000 Euro. Ehrenamtliche unterstützen Kinder mit Migrationsgeschichte beim Spracherwerb und fördern damit ihre gesellschaftliche Teilhabe.
Lese- und Förderpaten – 2.400 Euro
Mit 2.400 Euro unterstützt die Stadt das Projekt des Freiwilligenzentrums zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Ehrenamtliche Lesepaten, Nachhilfe und digitale Grundbildung sollen Bildungslücken schließen und Zukunftschancen verbessern.
Sprachfördermaßnahmen an Schulen – 11.700 Euro
Das IIK erhält 11.700 Euro für zusätzliche Deutschkurse an drei Bayreuther Schulen (Luitpold-Grundschule, Altstadtschule, Mittelschule St. Georgen). Die Kurse richten sich an Kinder und Jugendliche, die im regulären Unterricht nicht genug Förderzeit erhalten.












Die offizielle Umleitung geht über die Bindlacher Allee und die Weiherstraße © https://www.openstreetmap.org/?#map=15/49.96239/11.60538
Der Zuschuss für Bayreuth Baroque sorgte im Kulturausschuss für Diskussionen. © Neele Boderius