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Endlich Geld für die Sanierung von zwei Freibädern im Landkreis Bayreuth
Zwei Freibäder im Landkreis Bayreuth bekommen Geld vom Bund. Waischenfeld und Betzenstein erhalten zusammen rund 1,33 Millionen Euro für die Sanierung ihrer Bäder. Das teilen die Bayreuther Bundestagsabgeordneten Silke Launert (CSU) und Anette Kramme (SPD) mit.
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die nächste Tranche des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beschlossen. Für das Freibad Waischenfeld gibt es 720.000 Euro, für das Freibad Betzenstein 609.016 Euro.
Freibad Waischenfeld: Neue Technik und neue Becken
In Waischenfeld soll das Geld vor allem in die Technik und die Sanierung der Becken fließen. Beides wird erneuert. So will die Stadt die Bausubstanz verbessern und das Bad langfristig sichern.
Launert hatte sich in Berlin für das Projekt eingesetzt. Sie sieht den Erfolg als Teamarbeit mit den Haushaltspolitikern im Bundestag.
„Ich freue mich sehr, dass sich das gemeinsame Engagement meiner Kolleginnen und Kollegen im Haushaltsausschuss und mir für das Projekt ausgezahlt hat. Die Förderung ist ein wichtiger Schritt, damit das Freibad Waischenfeld auch künftig als attraktiver Ort für die Menschen vor Ort erhalten bleibt.“
— Silke Launert, CSU-Bundestagsabgeordnete
Für Waischenfeld ist das Bad mehr als ein Ort zum Schwimmen. Es ist ein Treffpunkt im Hauptort der Stadt. Dort kommen Kinder, Familien und Senioren zusammen, Einheimische ebenso wie Urlaubsgäste.
„Ein Freibad bringt Menschen zusammen. Gerade deshalb ist es wichtig, solche Orte zu erhalten und für die kommenden Jahre gut aufzustellen.“
— Silke Launert, CSU-Bundestagsabgeordnete
Ein langer Weg zur Sanierung
Die Förderzusage beendet eine lange Hängepartie. Schon 2021 bewarb sich die Stadt um Bundesmittel für ihr Freibad. Launert verwies damals auf erhebliche bauliche Mängel.
Dass es das Bad überhaupt noch gibt, liegt auch an den Waischenfeldern selbst. Der Förderverein wurde im Jahr 2000 gegründet. Er bewahrte die Anlage 2010 vor der drohenden Schließung. Ende 2025 stellten Planer dem Stadtrat vor, was bei einer Sanierung machbar wäre. Ein neues Förderprogramm sollte die Modernisierung trotz knapper Kassen möglich machen.
Freibad Betzenstein: Heizung nach 50 Jahren am Ende
In Betzenstein geht es vor allem um die Wärme. Die Heiztechnik des beheizten Freibads stammt aus den Jahren 1974 und 1975. Ersatzteile gibt es kaum noch. Die Anlage fällt leicht aus und frisst viel Energie.
Mit dem Bundesgeld ersetzt die Stadt die alten Luft-Wasser-Wärmepumpen samt Rohrleitungen und Wärmetauschern. Auch die Stromversorgung wird erneuert, die Verdampfergebäude werden saniert. Dazu kommen Abdeckungen für die Becken. Sie sollen nach Angaben der Stadt deutlich Energie sparen und weniger Wasser verdunsten lassen.
„Die Förderung verbindet gleich mehrere Ziele: Sie sichert den Betrieb des Freibads langfristig, senkt den Energieverbrauch und reduziert laufende Kosten.“
— Anette Kramme, SPD-Bundestagsabgeordnete
Kramme nennt die Zusage eine „sehr gute Nachricht für Betzenstein, für die Menschen in der Fränkischen Schweiz und für alle Gäste der Region“. Das Bad zieht Besucher aus einem Umkreis von rund 50 Kilometern an. Es ist wichtig für den Tourismus. Schulklassen und Schwimmkurse nutzen es ebenfalls.
„Schwimmen zu lernen, kann Leben retten. Dafür brauchen Kinder gut erreichbare Bäder, in denen Schulklassen, Familien und Vereine regelmäßig ins Wasser können.“
— Anette Kramme, SPD-Bundestagsabgeordnete
Was die Sanierung in Betzenstein kostet
Insgesamt kostet das Projekt rund 1,35 Millionen Euro. Der Bund übernimmt 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Rund 744.000 Euro muss Betzenstein selbst aufbringen.
Die Arbeiten verteilen sich über mehrere Jahre. 2027 kommen die Beckenabdeckungen und erste Vorarbeiten. 2028 folgt die neue Heizung, bis 2029 die restlichen Arbeiten. Offiziell läuft das Projekt vom 6. September 2027 bis zum 31. Mai 2030.
Die hohen Energiekosten beschäftigen die Stadt schon länger. 2022 rechnete der Stadtrat mit einem Stromverbrauch des Bads von bis zu 225.000 Kilowattstunden im Jahr. Kurz darauf tauschte Betzenstein bereits die Umwälzpumpen gegen sparsamere Modelle.
Einordnung: Der Bund steckt Millionen in marode Sportstätten im Landkreis Bayreuth
Waischenfeld und Betzenstein sind nicht die ersten Profiteure im Landkreis. Schon im April hatte der Haushaltsausschuss 314 Projekte mit einem Volumen von 333 Millionen Euro ausgewählt. Mehlmeisel war damals mit 500.000 Euro dabei. Auch das Freibad in Bischofsgrün wurde mit Geld aus einem Vorgängerprogramm saniert.
Der Bedarf ist riesig. In diesem Jahr legte der Bund zusätzlich einen eigenen Topf nur für Schwimmbäder auf. Darauf gingen 942 Projektskizzen mit Wünschen von rund 3,2 Milliarden Euro ein. Frei- und Hallenbäder decken nur rund 30 Prozent ihrer Kosten selbst. Große Sanierungen können Kommunen deshalb kaum allein bezahlen.
Häufige Fragen
Welche Freibäder im Landkreis Bayreuth bekommen Geld vom Bund?
Das Freibad Waischenfeld erhält 720.000 Euro, das Freibad Betzenstein 609.016 Euro. Zusammen sind das rund 1,33 Millionen Euro.
Aus welchem Programm kommt das Geld?
Die Mittel stammen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der Haushaltsausschuss des Bundestags.
Wann beginnt die Sanierung der Freibäder?
Einen Termin gibt es noch nicht. Nach der Auswahl müssen die Städte zunächst einen förmlichen Förderantrag stellen.
Müssen Waischenfeld und Betzenstein selbst etwas zahlen?
Ja. Kommunen müssen mindestens zehn Prozent der förderfähigen Kosten aus eigener Tasche tragen.












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Polizist Symbolbild © Pixabay, bearbeitet mit KI