Abenteuerspielplatz: Spielhaus kann kommen

Zuletzt aktualisiert am

Es geht endlich voran mit den Plänen für ein neues Spielhaus auf dem Abenteuerspielplatz am Bayreuther Meranierring. In den vergangenen Monaten wurde viel diskutiert, zu einem Ergebnis ist die Stadt bislang jedoch nicht gekommen. Das ursprünglich geplante Spielhaus war zu teuer. Eine Zusammenlegung mit einer bestehenden Jugendeinrichtung, dem KOMM, kam nicht infrage. Deshalb trafen sich der Bauausschuss und der Jugendausschuss am Dienstag zu einer gemeinsamen Sitzung, um über Alternativen zu diskutieren. Und endlich wurde eine Lösung gefunden, die im Frühjahr 2020 realisiert werden soll.

Lesen Sie auch

Die Grünen-Stadtratsmitglieder Dr. Klaus Wührl-Struller und Sabine Steininger wollten prüfen lassen, ob statt eines Spielhäuschens ein ausrangierter Eisenbahnwaggon für die Kinder aufgestellt werden könnte.

Lesen Sie auch

Die Kosten würden laut Aussage der Stadt den Rahmen sprengen. Denn der Kauf und die Lieferung bis zum Bayreuther Hauptbahnhof würden 50.000 Euro kosten. Doch was nutzt der Waggon am Bahnhof? Der 40 Tonnen schwere und 27 Meter lange Eisenbahnwaggon müsste mit einem Schwertransport auf einem Tieflader noch zum Spielplatz gebracht und dort mit Kränen auf eine stabile Gründung gestellt werden. Allein die Gründung der Schwerlastkräne und des Waggons würden weitere 300.000 Euro verschlingen, rechnete Baudirektorin Urte Kelm den Ausschussmitgliedern in der Sitzung vor.

Container statt Eisenbahnwaggon

Finanziell nicht abzubilden, seien die Kosten des Umbaus der Toiletten und der elektrischen Versorgung. Ein weiteres Problem sei die Umsetzung der Barrierefreiheit. Für die vom Jugendamt vorgesehene Arbeit, auch im Winter, sei ein Eisenbahnwaggon nicht geeignet, sagte Kelm. Bei einem einfachen Holzhaus oder Bauwagen als Alternative sei es ähnlich. Eine zusätzliche Nachrüstung sei erforderlich, sagte die Baudirektorin.

Alternativ schlug die Verwaltung deshalb, bis zum Neubau eines Spielhauses, einen Sanitär- und Aufenthaltscontainer als Übergangslösung vor. Die Kosten für sieben Monate würden sich auf 20.000 Euro belaufen. Somit könnte der Spielplatz, der bereits seit Januar geschlossen ist, bis zum Baubeginn im Februar oder März des kommenden Jahres wenigstens wieder genutzt werden. Der Bau- und der Jugendausschuss stimmten dem Abbruch des alten Häuschens und der Container-Lösung zu.

Endlösung: Günstigeres Haus mit Dachterrasse

Vom Meranierring aus soll die Dachterrasse des neuen Spielhauses ebenerdig zugänglich sein. Parallel geht die Rampe in die Gartenebene von links hinunter. Entwurf: Stadt Bayreuth

Die Verwaltung prüfte auch einen weiteren Entwurf, der auf die problematischen örtlichen Gegebenheiten am Abenteuerspielplatz eingeht. Hierfür wurde der Grundriss auf ein Minimum der Fläche reduziert und im Gartengeschoss des ursprünglichen Entwurfes untergebracht. Anstelle des zuvor geplanten Erdgeschosses, soll eine vom Meranierring aus bodengleich begehbare Dachterrasse gebaut werden. Das einstöckige Haus soll Spielräume, Lagerräume und Toiletten enthalten.

Neubau für fast 400.000 Euro

Die Kostenersparnis im Vergleich zu dem im März vorgestellten Entwurf, dessen Umsetzung fast 600.000 Euro verschlungen hätte, betrage 180.000 Euro. Die Kosten für das neue Spielhäuschen würden sich demnach auf knapp 400.000 Euro belaufen. Ein Preis mit dem die Ausschussmitglieder leben können.

Die Ausschussmitglieder beauftragten die Verwaltung schließlich mit dem Neubau des Spielhauses am Spielplatz, als Gartengeschoss mit Dachterrasse zum Meranierring.