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Auto und Verkehr in Bayreuth

Abriss der Hochbrücke in Bayreuth: Harte Zeiten kommen auf Autofahrer und Anwohner zu

Abriss und Erneuerung der Hochbrücke in Bayreuth sollen im Frühjahr 2021 beginnen, doch zuerst müssen die Einwendungen bearbeitet werden.

Harte Zeiten für Autofahrer und Anwohner in Bayreuth: Ab Frühjahr 2021 soll die Hochbrücke in Bayreuth stückweise abgerissen und neu gebaut werden. Die Bauzeit wird voraussichtlich vier Jahre dauern. Das ist der aktuelle Stand.

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Abriss der Hochbrücke in Bayreuth: Frühjahr 2021 soll es losgehen

Auf Nachfrage des bt teilt die zuständige Autobahndirektion Nordbayern mit, dass sich das Projekt Hochbrücke Bayreuth im Zeitplan befinde. Es werde weiter mit Hochdruck dran gearbeitet und mit Vorlage des Baurechts und der Bereitstellung der Finanzierungsmittel werde mit dem Bau begonnen. Ob das schon im März der Fall sein wird, scheint allerdings fraglich.

Ganz so einfach sei das nämlich nicht mit dem stückweise erfolgenden Abriss. Derzeit werden laut Autobahndirektion Nordbayern die Einwendungen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens bearbeitet. So hatte beispielsweise die Wirtschaft in Bayreuth eine Halbierung der Bauzeit gefordert. Zu den Einwendungen muss die Autobahndirektion Nordbayern Stellung nehmen. Das soll im ersten Quartal 2021 geschehen mit dem Ziel einen rechtsgültigen Planfeststellungsbeschluss zu erhalten, gegen den nicht mehr geklagt werden kann.

Straßennetz rund um Bayreuther Hochbrücke: Bereits jetzt stark belastet

Corona sei dem Projekt Erneuerung der Hochbrücke in Bayreuth nicht in die Quere gekommen, so Thomas Pfeifer von der Autobahndirektion Nordbayern. Den Prozess des Planfeststellungsverfahrens habe die Pandemie allerdings nicht leicht gemacht. Es werde mit Hochdruck weiter daran gearbeitet. Ein wichtiges Thema während der Bauzeit werden die Umleitungen sein.

Das nachgelagerte Straßennetz rund um die Hochbrücke sei bereits jetzt stark belastet. Ein Verkehrsmodell sei entwickelt und mit dem zu erwartenden Verkehr aufgrund der Umleitungen überlagert worden. Das Ziel sei es gewesen, die Bauzeit für alle Betroffenen so verträglich wie nur irgend möglich zu gestalten.

„Die Interessen der Anwohner und Einrichtungen sowie der Gewerbegebietsnutzer fließen in die Modellierung ein. Es ist aber unmöglich, diese Baustelle an einer der Hauptzufahrtsachsen der Stadt ohne zusätzliche Behinderungen an anderer Stelle abzuwickeln.“

(Thomas Pfeifer, Autobahndirektion Nordbayern)

Deutlich geringere Beeinträchtigungen beim Abbruch und Erneuerung der Nordrampen erwartet

Hier gelte es, die anstehenden Verkehrsströme mit den bestehenden Verkehrsregelungen und Ampelanlagen durch flankierende Maßnahmen (Ampelsteuerungen, zusätzliche Ampeln und Fahrspuren) am Laufen zu halten.

„Durch die geplante Abwicklung des Projektes in verschiedenen Bauphasen, muss nur über einen möglichst kurzen Zeitraum bei Sperrung der Anschlussstelle Bayreuth Nord und Erneuerung der Hauptbrücke, der gesamte stadteinwärts gerichtete Verkehr umgeleitet werden.“

(Thomas Pfeifer, Autobahndirektion Nordbayern)

Zu Beginn der Baumaßnahme mit Abbruch und Erneuerung der beiden Nordrampen seien die Beeinträchtigungen auf den Verkehr deutlich geringer zu erwarten. Umleitungen würden rechtzeitig bekannt gegeben werden, so Pfeifer weiter.

Einen Plan für die Umleitungen während der Hauptbauphase hat die Autobahndirektion Nordbayern im Internet bereitgestellt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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