AWO-Chefin: Pflege ist oft nicht mehr bezahlbar

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Eine vom AWO-Bundesverband gestartete Petition zur Begrenzung des Eigenanteils bei stationärer Pflege war erfolgreich. Mehr als 74.000 Menschen haben deutschlandweit ihre Unterschrift gesetzt. Nun wird sich der Bundestag mit der Petition befassen. Marion Tost, Vorständin des AWO-Kreisverbands Bayreuth-Stadt, hat sich nun in einem Schreiben an die Bayreuther Bundestagsabgeordneten gewandt, um für Unterstützung zu werben.

Die Pflege unserer älteren Mitbürger ist zu wichtig, als dass es zum Spielball der Parteien wird. Hier braucht es eine parteiübergreifende Unterstützung. (Marion Tost, Vorständin des AWO Kreisverbandes Bayreuth-Stadt)

Seit vielen Jahren mache die Arbeiterwohlfahrt darauf aufmerksam, dass alle Kostensteigerungen, die in den Pflegeheimen anfallen, allein von den Bewohnern geschultert werden müssen und dies zu erheblichen Problemen für die Betroffenen führen könnte. Viele Senioren hätten oft nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung. Schon 2017 lag beispielsweise der Eigenanteil bei stationärer Pflege deutlich über der durchschnittlichen Rente. Zudem drohe die Gefahr, dass in Zukunft, durch steigende Pflegekosten, immer mehr Rentner Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssten, um sich Pflege überhaupt leisten zu können.

Die AWO kämpft deshalb für einen gesetzlich definierten Höchstbetrag des Eigenanteils, der auch über die Dauer der Pflege verlässlich abgesichert sein muss. Und: Pflegekosten müssen bundesweit definiert werden.

(Marion Tost)