Roter Main in Bayreuth

Bayreuth immer heißer – Das will die CSU dagegen tun

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Die CSU will Bayreuth klimafreundlicher machen. So will die Partei diese Ziele erreichen.

Bewusstsein, Verkehr und Grünflächen

Letzte Woche hat Klimafoscher Christoph Thomas im Bayreuther Stadtrat bekannt gegeben, dass die Temperaturen in den letzten Jahren schneller gestiegen seien als im Bundesdurchschnitt. Während die Temperatur in Deutschland durchschnittlich um 1,4 Grad Celsius gestiegen ist, habe sie in Bayreuth um ganze 3,8 Grad zugelegt.

Am Donnerstag hat die CSU Ansatzpunkte vorgestellt, wie sich Bayreuth künftig klima- und menschenfreundlicher entwickeln könne. Eine große Rolle spielen dabei das Umweltbewusstsein der Bürger, umweltfreundliche Verkehrsmittel und die Schaffung von weiteren Grünflächen in der Innenstadt.

Fokus: Straßenverkehr

Nachdem Klimaforscher Christoph Thomas in der Vorwoche im Stadtrat seine Zahlen präsentiert hatte, reichte die Bayreuther Gemeinschaft Ende letzter Woche einen Antrag zur Renaturierung des Roten Mains bei der Bürgermeisterin ein. Nun hat sich auch die CSU zum Thema geäußert.

Stefan Specht, der CSU-Fraktionsvorsitzender in Bayreuth, möchte nun mit seiner Partei die Infrastruktur für eine klimafreundlichere Zukunft bereiten. Dazu gehören alternative Verkehrswege und Verbindungen. Auch die gemeinsame Nutzung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln spiele dabei eine wichtige Rolle.

Michael Hohl. Archivfoto: CSU

Wir müssen lernen, mit den neuen Formen der Mobilität umzugehen. Dabei ist es wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen.
(Michael Hohl, CSU)

Mehr Sicherheit auf Radwegen

Silke Launert, CSU-Bundestagsabgeordnete, favorisiert vor allem die umweltfreundlichen Verkehrsmittel E-Scooter oder Rad. Es sei gut, sich hier in der Region Gedanken zu machen, wie eine ausgewogene Mischung von Radwegen und Straßen realisiert werden kann. Denn in Berlin beispielsweise, sehe sie immer wieder, dass die Radwege zu schmal seien und die Autos zu dicht an den E-Scooter-Fahrern vorbei rauschen.

Silke Launert CSU

Bundestagsabgeordnete Silke Launert. Archivfoto: CSU

Es geht nicht darum die Bürger zu bekehren oder ihnen Angst zu machen, indem sogar Worte wie “Notstand” bei Klimabelangen verwendet werden. Das sehe ich extrem kritisch. Sondern vielmehr gilt es, erste Rahmenbedingungen schaffen, damit jeder nachhaltiger handeln kann.
(Silke Launert, Bundestagsabgeordnete der CSU)

Fortführung des Klimaschutzkonzeptes

Der ehemalige Oberbürgermeister und jetzige Stadtrat Michael Hohl sieht bei der Umsetzung mehrere Ansatzpunkte. Dazu soll insbesondere das Klimaschutzkonzept fortgesetzt werden.

  • Der Rot-Main-Auen-Weg sei als Fläche angelegt worden, die den Bürgern bei Hochwasser als Schutz diene.
  • Außerdem sind in diesem Zuge Regenrückhaltebecken entstanden.
  • Weiterhin soll das zwischen 2006 und 2008 vereinbarte Klimaschutzkonzept für Bayreuth fortgeschrieben werden.
  • Die Schaffung von “Pocket-Parks”, also kleinen Grünflächen in Wohnanlagen, kann Wohnblocks herunter kühlen.
  • Bei künftigen Bauvorhaben sollen Kaltluft-Schneisen mit einbezogen werden. Diese seien im aktuellen Flächennutzungsplan bereits mit eingezeichnet.

Bei all diesen Lösungen ist eine enge Zusammenarbeit mit Experten vonnöten, so Thomas Ebersberger.

Thomas Ebersberger. Archivfoto: Stadt Bayreuth

Es gilt, nun intelligente Lösungen für ein besseres Klima zu entwickeln. Dafür benötigen wir auch Unterstützung von der Wissenschaft, wie zum Beispiel von Experten der Universität Bayreuth oder des Fraunhofer Institutes.
(Thomas Ebersberger, CSU)

Efeu an einer Mauer

Auch die Begrünung von vorhandenen Wohnflächen, kann einen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten. Foto: red

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