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Amerika

Bayreuther Bürgermeister zur Präsidentschaftswahl in den USA: „Ich würde einen Besenstiel vorziehen“

Heute (3.11.2020) ist Wahl in den USA. Trump oder Biden – Wer wird der nächste Präsident? Das bt hat bei den Bürgermeistern von Bayreuth nachgefragt, wie sie die Sache sehen. 

Alle vier Jahre ist immer am ersten Dienstag nach dem 1. November die Präsidentschaftswahl in den USA. Das Wahlsystem ist schon seit längerer Zeit umstritten. Umso mehr ist jedoch der jetzige Erste Mann im Staat und Kandidat Donald Trump. Das bt hat mit Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger, 2. Bürgermeister Andreas Zippel und 3. Bürgermeister Andreas Schuh darüber gesprochen.

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„Trump wäre in Europa nicht wählbar“ (Thomas Ebersberger, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth)

„Die Leben ihren Traum und da kann es sein, dass jemand, der gut poltern kann, gut ankommt“, sagt Thomas Ebersberger, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth. Trump verkörpere den Cowboy der gut schießen kann und der war ja im wilden Westen bekanntermaßen geachtet.

Heißt im Umkehrschluss: In Europa, der Wiege der Demokratie, würde so jemand nicht einmal im Ansatz eine Chance haben. Das Problem an Trump sei das Amt. Der amerikanische Präsident gilt bekanntermaßen als der mächtigste Mann der Welt. Letztendlich sieht der Oberbürgermeister von Bayreuth aber Joe Biden klar vorne. „Er wird gewinnen“, glaubt Ebersberger.

„Ich würde einen Besenstiel vorziehen“ (Andreas Zippel, 2. Bürgermeister)

„Diese Präsidentschaftswahl in den USA wird zeigen, ob die Menschen dort in der Lage sind, sich selbst zu organisieren“, sagt Andreas Zippel, 2. Bürgermeister der Stadt Bayreuth. Ein Präsident Trump, der die Regeln der Gründerväter bricht, die sich die Gesellschaft zum Schutz von Frieden und Freiheit selbst auferlegt hat, habe für ihn in diesem Amt nichts zu suchen.

„Natürlich verstehen wir aus der Ferne nicht, warum er so einen Erfolg hat, weil wir die amerikanische Seele nicht verstehen“, sagt Zippel. Dann gebe es noch das komplizierte Wahlsystem. „Das wäre bei uns nie möglich.“ Dennoch hoffe er auf einen Sieg von Joe Biden, sagt Zippel abschließend.

„Keiner von beiden“ (Stefan Schuh, 3. Bürgermeister)

„Ich bin froh über das Deutsche Wahlsystem“, sagt Stefan Schuh, 3. Bürgermeister der Stadt Bayreuth. Die Wahl zwischen den beiden Kandidaten Trump und Biden halte er für nicht so klar entschieden, wie es viele glauben. „Das kann noch spannend werden“.

Von den Kandidaten hält Schuh nichts. „Keiner von beiden“, sagt er. Sie seien zu alt und festgefahren. Auch das Wahlsystem der Supermacht sei fraglich.

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß