Bayreuther Industrie mit Umsatzrückgang

Der Umsatz des Wirtschaftsraums Bayreuth verzeichnet erneut einen Rückgang: zum dritten Mal in Folge. Im zweiten Quartal 2019 ist der Umsatz in der Industrie um 1,9 Prozent gefallen, wie die IHK für Oberfranken Bayreuth meldet.

Die IHK bleibt optimistisch

“Negative Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahlen hat das aber bisher nicht”, zeigt sich Jörg Lichtenegger, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Bayreuth, erleichtert. “Wie schon im ersten Quartal legt die Zahl der Industriebeschäftigten um weitere 3,6 Prozent zu.” Einen ähnlich hohen Beschäftigtenzuwachs habe es zuletzt 2012 gegeben.

Betroffene Branchen

Vier Branchen sind oberfrankenweit vom aktuellen Umsatzrückgang besonders stark betroffen: Die Kfz-Zulieferer, die Glas- und Keramikindustrie, sowie die Textilindustrie und die Polstermöbelhersteller. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf den Wirtschaftsraum Bayreuth.

Besonders die Automobilindustrie muss dabei nicht nur einen konjunkturbedingten Nachfragerückgang bewältigen, sondern auch einen Transformationsprozess. “Die Produktion fossil betriebener Motoren wird zurückgehen, neue Antriebsarten werden an Bedeutung gewinnen”, so der IHK-Vizepräsident. “Ich bin optimistisch, dass sich für die Kfz-Zulieferer im Raum Bayreuth dadurch nicht nur neue Herausforderungen, sondern auch neue Chancen ergeben. Dank hoher Investitionen in Zukunftstechnologien sehe ich die meisten Zulieferer bestens für die Zukunft gerüstet.”

Wer profitiert

Vom konjunkturbedingten Nachfragerückgang sei bisher ausschließlich die Industrie betroffen, so Lichtenegger. “Handel und vor allem Dienstleistungen, Baugewerbe und Tourismus profitieren weiter von der hohen Nachfrage.”