Bayreuths Radfahrer fühlen sich benachteiligt

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Kritik, Anregungen und Wünsche: Mehr als 130 Bayreuther kamen am Mittwochabend zur Bürgerversammlung, um mit Vertretern der Stadt darüber zu sprechen, was die Bürger bewegt.

Wie bereits berichtet, stimmte die Versammlung über einen Antrag von Fridays for Future ab, indem sich die Stadt dazu verpflichtete in den kommenden drei Monaten über ein Klimakonzept zu beraten.


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Radler finden Wege nicht

Der Klimaschutz ist aber längst nicht alles, was den Bayreuthern in ihrer Stadt am Herzen liegt. Die Radfahrer unter den Anwesenden sprachen einige Punkte an, mit denen sie unzufrieden sind. Der Seulbitzer Klaus Ficht wies die Stadt auf die schlecht ausgewiesenen Radwege hin. Es sei ein Unding von der Therme oder der Eremitage in die Stadt zu kommen. Ebenso schlecht sei die Busverbindung. Er befürchtet, dass sich die Situation mit dem Bau der geplanten Klinik der Deutschen Rentenversicherung noch verschlimmere, da der Bedarf an einer guten Bus- und Radverbindung in die Stadt enorm zunehme.

Bayreuther Radweg

Foto: Redaktion

Baudirektorin Urte Kelm sicherte zu, die Verkehrsplanung in diesem Zusammenhang genau unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, wie der zusätzliche Verkehr aufgenommen werden kann. Einige Entscheidungen sind bereits gefallen: So baut die Stadt an der Kreuzung zur Eremitage einen Kreisverkehr.


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Keine weiteren Schilder

Auch der Radverkehr werde geprüft. Dass die Stadt mehr Schilder für die Radler aufstellt, ist wohl eher unwahrscheinlich. Vor ein paar Jahren habe es eine Aktion gegeben, bei der Schilder abgebaut wurden, weil es zu viele gab, erwähnte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.

Ein weiterer Bürger beschwerte sich über die Ampelschaltung. Die sei häufig zum Nachteil für Fußgänger und Radfahrer. Denn an vielen Kreuzungen, wo es nicht nötig sei, gebe es nur noch Ampeln zum Drücken. Auch wenn Bayreuth als fahrradfreundliche Stadt zertifiziert wurde, heiße das nicht, dass es nichts mehr zu tun gebe, pflichtete die Oberbürgermeisterin bei.

Foto: pixabay

Überwachung von Containerplätzen?

Ratten, die um Container sausen? Dieses Bild findet man nicht nur in der Großstadt. Auch in Bayreuth laden täglich Bürger ihren Müll, Essensreste und sogar Möbel und Fahrzeugteile an Glas- und Blechcontainer-Plätzen ab – ein beliebter Platz für Müllsünder: die Rosestraße. Sehr zum Ärger von anderen Mitbürgern und dem Bauhof, der dort täglich kontrolliert. Holt der Bauhof den Müll aber täglich ab, denken die Bürger, sie können dort immer wieder etwas abladen. Ein Teufelskreis.

Eine Videoüberwachung, wie ein Bürger sie bei der Versammlung forderte, lehnte Ulrich Pfeifer von der Stadtverwaltung allerdings ab. Aus Datenschutzgründen und weil “eine Überwachung steht der Stadt gar nicht gut an”. Doch das sei nur die letzte Möglichkeit, wenn nichts anderes helfe.