Beliebteste Vornamen: Das sind die Spitzenreiter in Bayreuth

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In den vergangenen Tagen wurden die Top-Namen 2018 für Neugeborene veröffentlicht. Deutschlandweit liegen dabei Marie und Paul an der Spitze. Doch wie sieht es in Bayreuth aus?

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Emilia und Max an der Spitze

Bayreuth schwimmt gegen den Strom! Das Standesamt der Stadt Bayreuth führt eine Rangliste mit den beliebtesten, also am häufigsten gewählten Vornamen für Neugeborene. Marie und Paul liegen hier nur auf den Plätzen drei und acht. Die ersten Plätze ergatterten sich Emilia und Max.

Top Ten der Mädchen-Namen:

Foto: pixabay

  1. Emilia
  2. Ella
  3. Marie
  4. Emma
  5. Mia
  6. Isabella
  7. Amelie
  8. Anna
  9. Lina
  10. Sophie

Top Ten der Jungs-Namen:

Foto: pixabay

  1. Max
  2. Jonas
  3. Leon
  4. Noah
  5. Finn
  6. Maximilian
  7. Oskar
  8. Paul
  9. Emil
  10. Samuel

Was ist ausschlaggebend für die Namensfindung?

Früher war die Namensfindung um ein vielfaches einfacher. Die Neugeborenen wurden oft nach ihren Großeltern oder Paten genannt. Dabei stand die traditionelle Verbundenheit mit der Familie im Vordergrund. Aber auch religiöse Verbindungen wurden damals häufig gewählt. Man gab den Kindern Namen von Heiligen wie Lukas oder Johannes. Diese sollten als Schutzpatron über das Kind wachen. Während dieser Zeit feierte man auch weniger den Geburtstag als vielmehr den Namenstag.

All dies zählt heute wenig. Im Zuge der Medialisierung holen sich werdende Eltern Ideen aus dem Fernsehen und nennen ihren Nachwuchs oft nach Prominenten.

Viele Eltern wollen einen individuellen Namen für ihr Kind und suchen nach einem Alleinstellungsmerkmal. Junge werdende Eltern haben aber unbewusst ein Anlehnungsbedürfnis. Daher spielt das Umfeld eine sehr große Rolle. Wie heißen die Kinder in der Nachbarschaft oder wie die meiner Freunde? All dies sind im heutigen Namensfindungsprozess wichtige Faktoren.

(Prof. Dr. Georg Kamphausen, Soziologe Uni Bayreuth)

Trend: Kurz und klangvoll

Der aktuelle Trend geht allerdings wieder mehr in Richtung der kurzen, traditionellen deutschen Namen. Viele Vokale lassen die Namen klangvoll klingen. Die Herkunft spielt dabei eine untergeordnete Rolle, der Bezug zu den familiären Traditionen ist weiterhin nicht mehr an erster Stelle.

Wichtig bei der Namensfindung ist allerdings auch der Nachname. Je länger der Nachname, desto kürzer ist meist der Vorname. Trotz aller Überlegungen und Für und Wider gegen einen Namen gilt:

Der Zufall ist größer als man denkt.

(Prof. Dr. Georg Kamphausen)