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Braucht Bayreuth die „Gendersternchen“? Über den Antrag der Grünen wurde abgestimmt

Die grüne Stadtratsfraktion in Bayreuth beantragte geschlechtsneutrale Bezeichnungen ab sofort in der Gemeindesatzung mit Gendersternchen zu kennzeichnen.

Die grüne Stadtratsfraktion in Bayreuth beantragte im Vorfeld der konstituierenden Sitzung des Stadtrates am 13. Mai 2020, geschlechtsneutrale Bezeichnungen ab sofort in der Gemeindesatzung mit Gendersternchen zu kennzeichnen. Die Mitglieder des Stadtrates waren geteilter Meinung. Außerdem standen weitere Punkte auf der Tagesordnung der Sitzung in Bayreuth. Hier gibt es alle Informationen im Live-Ticker.

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Bayreuths Oberbürgermeister zu Gendersternchen

Ebersberger erklärt dazu, dass dies in Zukunft möglich sei. Nur bei der Position des Oberbürgermeisters werde man sich in Zukunft, wie in der Vergangenheit auch, an den Tatsachen orientieren. Wenn es einen Oberbürgermeister gibt, wird dieser auch Oberbürgermeister genannt. Gibt es eine Oberbürgermeisterin, ist auch von einer weiblichen Person die Rede.

Viele Gegenstimmen bei der Sitzung in Bayreuth

Vor der Abstimmung äußert sich Eckart Sabarth (Die Linke) dazu, dass er die Gendersternchen furchtbar finde. Wenn man das durchziehen möchte, müsse man auch Bürger*innenmeister sagen. Auch Stefan Specht (CSU) kündigt an, dass seine Fraktion nicht geschlossen abstimmen werde.

Tobias Peterka (AfD) äußert sich ebenso zum Thema. Er sei ebenfalls gegen die geschlechtergerechte Sprache. Frauen hätten dies heutzutage nicht nötig. Andreas Zippel (SPD) sagt, dass er den Antrag grundsätzlich gut finde. Allerdings möchte er den Antrag zum jetzigen Zeitpunkt ablehnen, da Menschen mit Sehbehinderung damit Schwierigkeiten hätten.

Nina Hellbach (Frauenliste) sagt hingegen, dass das Gendern und geschlechtsneutrale Pluralendungen inzwischen politischer Standard seien. Eine sich als modern verstehende Stadt müsse dies beachten.

Gendergerechte Sprache in Bayreuther Stadtrat abgelehnt

Bei der Abstimmung stimmen 23 von 44 Stadträten gegen den Antrag. Somit wird er abgelehnt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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