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Britische Mutation

Britische Corona-Mutation in Bayreuth: Alles tun, um ungebremste Ausbreitung zu verhindern

Wegen der Verdachtsfälle der britischen Corona-Mutation gibt es bei der Klinikum Bayreuth GmbH strenge Einschränkungen. Das ist der aktuelle Stand – und diese Maßnahmen wurden getroffen.

Seit vergangener Woche ist bekannt, dass in Bayreuth die britische Corona-Mutation nachgewiesen wurde. Die Klinikum Bayreuth GmbH meldet zudem mehrere Corona-Ausbrüche.

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Deshalb wurden 2.838 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinikum Bayreuth GmbH, der Medzentrum Bayreuth GmbH, des Krankenhauszweckverbandes und von Unternehmen, deren Personal regelmäßig in den Betriebsstätten arbeitet, auf das Coronavirus getestet.

So ist die Lage am Klinikum Bayreuth: „Die Maßnahmen sind richtig“

21 Tests fielen positiv aus, teilt Landrat Florian Wiedemann (FWG) auf Nachfrage des bt mit. Bei zwölf dieser Personen bestehe der Verdacht, dass sie sich mit der englischen Mutation des Virus infiziert haben. Somit erhöht sich die Zahl der Verdachtsfälle auf die B 1.1.7-Mutation an der Klinikum Bayreuth GmbH auf 23. Zu allen positiv getesteten Mitarbeitern wurden die Kontakte ermittelt und entsprechende Hygienemaßnahmen umgesetzt.

„Die weiteren zwölf Mutationsverdachtsfälle zeigen, dass es richtig war, konsequent und schnell zu reagieren, wobei mir bewusst ist, dass die ergriffenen Maßnahmen nicht einfach sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinikum Bayreuth GmbH“, sagt Landrat Florian Wiedemann.

Ungebremste Ausbreitung der Corona-Mutation in Bayreuth verhindern

Gemeint ist vor allem der Aufnahmestopp oder die Pendlerquarantäne für Mitarbeiter der Klinikum Bayreuth GmbH. Diese Maßnahmen wurden am Dienstag bekannt gegeben. Sie wurden gemeinsam mit anderen Verantwortlichen Bayerns getroffen.

„Die Gespräche mit dem Gesundheitsministerium, dem Landesamt für Gesundheit und der Regierung von Oberfranken waren sehr konstruktiv und zielführend. Gemeinsam haben wir die zu ergreifenden Maßnahmen erarbeitet. Es herrschte insbesondere Einigkeit, dass wir alles tun müssen, um eine ungebremste Ausbreitung der britischen Mutation zu verhindern“, berichtet Wiedemann von den Gesprächen zu den Maßnahmen in Bayreuth.

So geht es in Bayreuth mit der Corona-Mutation weiter

„Mit jedem Tag bekommen wir ein besseres Bild der Gesamtlage. Dennoch wird es noch einige Tage dauern, bis wir auf sicherer Datengrundlage entscheiden können, ob Lockerungen der Maßnahmen möglich sind“, erklärt Landrat Wiedemann.

Die Stadt Bayreuth erklärt zum weiteren Vorgehen: „Die weiteren Untersuchungen und Ergebnisse der Reihentestungen am Klinikum bleiben abzuwarten. Bei der 7-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner ist seit mehreren Tagen eine Entspannung der Situation zu erkennen. Ob dieser Trend von Dauer ist, bleibt abzuwarten.“

Außerdem gab die Stadt Bayreuth heute bekannt, dass die Bundeswehr wegen der aktuellen Corona-Lage für Bayreuth angefordert wird.

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann