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Coronavirus

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Corona-Situation unter Kontrolle

Die Lungenkrankheit Covid-19 hat in Deutschland im Griff. Die Kontaktbeschränkungen werden in den einzelnen Bundesländern schrittweise gelockert. Thüringen will die Corona-Beschränkungen nun abschaffen.

Das Coronavirus ist in Deutschland seit Wochen das bestimmende Thema. In Bayern gilt beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht. Weitere Kontaktbeschränkungen schränken das Leben ein. In Thüringen könnte das bald anders aussehen: Ministerpräsident Ramelow möchte die Corona-Beschränkungen beenden.

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Das Coronavirus ist in Deutschland seit Wochen das bestimmende Thema. In Bayern gilt beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht. Weitere Kontaktbeschränkungen schränken das Leben ein. In Thüringen könnte das bald anders aussehen: Ministerpräsident Ramelow möchte die Corona-Beschränkungen beenden.

Update vom 27. Mai 2020 um 15:30 Uhr: Merkel – Corona-Situation unter Kontrolle

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsident aus dem Osten über die Corona-Pandemie. „Dass Bund und Länder in der Krise gemeinsam gearbeitet haben, hat zum bisherigen Erfolg in der Bewältigung der Krise maßgeblich beigetragen“, sagt die Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Ich darf Ihnen sagen, dass der Bund natürlich die Situation ganz genau verfolgt.“ Bund und Länder werden auch weiterhin zusammenarbeiten. „Wir leben immer noch am Anfang der Pandemie. Wir haben keine Impfung, wir haben keinen Wirkstoff“, sagt die Kanzlerin. Die Situation sei jedoch inzwischen mehr unter Kontrolle.

Differenziertere Ansicht als Ramelow

Merkel äußerte sich auch zu Thüringens Minister Bodo Ramelow: „Ich finde die Botschaften waren schon recht zweideutig. Der Mindestabstand ist eine Verpflichtung. Die gegenseitige Rücksichtnahme ist mir sehr wichtig.“ Der thüringische Ministerpräsident ist in den vergangen Tagen durch seine Äußerung aufgefallen, die Corona-Maßnahmen zurücknehmen zu wollen. Weiterhin macht Merkel deutlich: „Kein Mensch will Wohnungen durchschnüffeln.“ Ihr gehe es darum, dass auf engstem Raum eine Party zu feiern, zu rauchen ohne zu lüften und Alkohol zu trinken das Risiko einer Infektion steigere.

Update vom 26. Mai 2020 um 14:05 Uhr: Bundesregierung plant Lockerungen

Am Montag (25.5.2020) wurden mehrere Versionen einer Beschlussvorlage der Bundesregierung bezüglich der Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise öffentlich. Das berichtet der Tagesspiegel. Welche Beschlüsse ab dem 6. Juni 2020 in Deutschland gelten, wird von der Bundesregierung noch bekannt gegeben.

Maskenpflicht bis 5. Juli?

Die Beschlussvorlage ist die Basis für Gespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. Chef des Kanzleramts Helge Braun (CDU) verhandelt diese mit den Staatskanzleichefs der Länder.  Eines bleibt aber in allen Versionen der Beschlussvorlage vom Montag gleich: Brauns Vorschlag die Maskenpflicht, sowie den Mindestabstand von eineinhalb Metern in der Öffentlichkeit bis mindestens 5. Juli beizubehalten.

Mehrere Versionen von Lockerungen der Beschränkungen

Laut Tagesspiegel veränderte sich die Regeln im Laufe des Montags immer wieder. In einer Version war zum Beispiel die Rede davon, dass sich ab Anfang Juni wieder 20 Personen treffen dürfen. In einer anderen Version waren es dann nur noch zehn Menschen, die sich sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Privathaushalt treffen dürfen. In der aktuellsten Version, die dem Tagesspiegel vorliegt, falle die Vorgabe für die privaten Haushalte weg.

Diese Regeln könnten ab 6. Juni gelten:

  • Vom 6. bis zum 29. Juni sollen sich in der Öffentlichkeit bis zu zehn Menschen zusammen aufhalten dürfen
  • Weiterhin gilt, dass sich Mitglieder zweier Haushalte treffen dürfen
  • Hygiene- und Abstandsregeln müssen auch bei privaten Zusammenkünften beachtet werden. Die Zahl der Personen soll sich an der Möglichkeit orientieren, Abstand zu halten. Neu könnte kommen, dass keine konkrete Zahl der Personen mehr vorgegeben werde
  • Es gibt keine näheren Angaben zum Vorgehen bei Kitas, Schulen und größeren Veranstaltungen
  • Die Kontaktbeschränkungen sollen weiterhin in den Regionen möglich sein, in denen es größere Ausbrüche gibt

Update vom 23. Mai 2020: Thüringen will Corona-Beschränkungen beenden

Bodo Ramelow (Die Linke), der Thüringer Ministerpräsident, möchte die Corona-Beschränkungen beenden. Das sagte der Politiker der „Thüringer Allgemeine“. Den Journalisten sagte er: „Ab 6. Juni möchte ich den allgemeinen Lockdown aufheben und durch ein Maßnahmenpaket ersetzen, bei dem die lokalen Ermächtigungen im Vordergrund stehen.“

Diesen Vorschlag will Ramelow im Thüringer Kabinett besprechen, heißt es in der „Thüringer Allgemeine“ weiter. Die Schutzvorschriften sollen demnach beendet werden. Ramelow möchte, dass „nur noch Empfehlungen ausgesprochen werden“, heißt es weiter.

Die Corna-Beschränkungen, die einen Mindestabstand, das Tragen von Mundschutz und die Kontaktbeschränkungen würden damit in Thüringen beendet werden. Der Spiegel berichtet, dass dieser Vorschlag am kommenden Dienstag (26. Mai 2020) in der Kabinettssitzung besprochen werde.

Update vom 13. Mai 2020 um 12:30 Uhr: Lockerungen an den Grenzen

Innenminister Horst Seehofer (CSU) erklärt in einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch, 13. Mai 2020, das weitere Vorgehen an den Grenzen.

Bis Mitte Juni sollen die Grenzkontrollen wieder komplett abgeschafft werden: „Das setzt voraus, dass es beim Infektionsgeschehen so günstig weiterläuft“, sagte Seehofer. Die Grenzkontrollen werden nach Frankreich, Österreich und die Schweiz bis zum 15. Juni verlängert – allerdings nur in Stichproben. An den entsprechenden Grenzen sollen alle Übergänge geöffnet werden.

Seehofer erklärte weiter, zusätzlichen Gruppen den Grenzübertritt zu erlauben, etwa Schülern im Grenzgebiet oder Pärchen, bei denen der Partner im Nachbarland wohnt. Bisher durften fast ausschließlich nur Berufspendler die Grenzen passieren.

Keine Grenzkontrollen nach Luxemburg

Ab dem 15. Mai wird es keine Kontrollen an den Grenzen nach Luxemburg geben: „Das erlaubt die Gesamtlage und die Erfahrung der Bundespolizei“, sagte Seehofer. „Sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat“, könnten auch die Grenzkontrollen nach Dänemark entfallen.

Update vom 12. Mai 2020 um 9 Uhr: Maskenverweigerer schlagen Polizisten ins Gesicht – schwere Verletzungen

Am Samstagnachmittag (09.05.2020) sind zwei Polizisten der Polizeiwache Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) bei einem tätlichen Angriff schwer verletzt worden. Die Beamten waren gegen 14:45 Uhr in einen Supermarkt gerufen worden, weil dort ein 35-Jähriger und ein 38-Jähriger mit den Mitarbeitern in Streit geraten waren. Der Grund: Sie weigerten sich eine Mund-Nasen-Maske zu tragen.

Beamten ins Gesicht geschlagen

Als die Beamten eintrafen, weigerte sich der 38-Jährige weiterhin, eine Maske aufzusetzen. Sein Begleiter hatte den erforderlichen Schutz in der Zwischenzeit angelegt. Als die Polizisten die Personalien feststellen wollten, provozierte der 35-Jährige Mann aus Bonn die Polizisten mehrfach.

Daraufhin erhielt er einen Platzverweis, dem er nicht nachkam. Bei der Androhung von Folgemaßnahmen baute sich der 35-Jährige drohend vor einem der Polizisten auf und es kam zu einem Handgemenge. Sein 38-Jähriger Begleiter schlug dem anderen Beamten mit der Faust ins Gesicht und mischte sich in die Auseinandersetzung, die von einer Vielzahl Kunden beobachtet wurde, ein.

Schwere Verletzungen im Gesicht

Nur mit Hilfe von Unterstützungskräften konnten die Angreifer unter Kontrolle und zur Polizeiwache gebracht werden. Einer der Beamten zog sich durch den Faustschlag eine Gesichtsfraktur zu und kam ins Krankenhaus. Der andere Polizist musste wegen schwerer Gesichtsprellungen behandelt werden. Beide sind aktuell nicht dienstfähig. Die beiden Tatverdächtigen mussten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen werden, da keine Haftgründe gegen sie vorlagen. Die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Körperverletzung und tätlichem Angriff auf Polizeibeamte wurde eingeleitet.

Update vom 11. Mai 2020 um 14:34 Uhr: Die aktuellen Coronavirus-Fallzahlen aus Deutschland

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat am Montag (11.5.2020) wieder über die neusten Zahlen der Coronavirus-Infektionen berichtet. Demnach habe es weltweit bislang 3.976.043 Infektionen gegeben. Dabei sind 277.708 Menschen an Covid-19 gestorben. In Deutschland beträgt die Zahl der Corona-Infektionen insgesamt 169.575 Fälle. Todesfälle waren es 7.417.

Coronavirus in Bayern

In Bayern hat es – seit Ausbruch der Pandemie – insgesamt 44.714 registrierte Fälle gegeben. Der größte Teil der Infizierten war dabei zwischen 35 und 39 Jahren alt (18.032 Fälle). Die meisten Todesfälle in Bayern (1.409) waren 80 Jahre alt oder älter. In dieser Altersklasse gab es zusammengerechnet 5.223 Fälle.

Update vom 10. Mai 2020 um 16:06 Uhr: Fallzahlen in Deutschland

Laut dem Robert-Koch-Institut sind seit gestern 667 Menschen mehr mit dem Coronavirus infiziert. Bislang sind im Bundesgebiet 7.395 Menschen nach einer Infektion verstorben. Eine Übersicht über die Fallzahlen findet ihr in der Tabelle unten. Die Zahlen stammen vom RKI. 

Update vom 6. Mai 2020 um 15:42 Uhr: Angela Merkels Ansprache: „Erste Corona-Phase hinter uns“

Angela Merkel trat um 15:40 vor die Presse. Sie verkündete, dass es nun gelungen sei, Infektionsketten zu verringern. Zudem, dass der Reproduktionsfaktor konstant unter eins liege. Ein Grund für die Besserungen war der verantwortungsvolle Umgang der Bürger mit der Situation. Daraufhin konnten sich die Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin über weitere Öffnungen austauschen.

Kontaktbeschränkung verlängert – Geschäfte dürfen öffnen

Dabei kündigte Merkel an, dass der Mindestabstand und die Maskenpflicht beibehalten werde. Zudem sei die Kontaktbeschränkung ein wesentlicher Bestandteil. Daher werde sie bis zum 5. Juni verlängert. Die Neuerung: ab sofort dürfen Menschen sich im öffentlichen Raum gemeinsam mit den Personen eines weiteren Hausstands aufhalten. Die Kontakte der Menschen sollen so ganz klar beschränkt bleiben.

In ganz Deutschland dürfen nun alle Geschäfte wieder öffnen, auch diejenigen die größer als 800 Quadratmeter sind. Die von Bayern und anderen Ländern beschlossenen Regelungen bleiben von den heute getroffenen Änderungen unberührt.

Notfallmechanismus: „Obergrenze“

Die Lockerungen können dann lokal zurückgenommen werden können, wenn die Anzahl der Neuinfektionen in einem Landkreis einen bestimmten Wert überschreitet (mehr als 50 Neufinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen). Merkel sprach hierbei von einem Notfallmechanismus

Bundesliga: Geisterspiele ab Mitte Mai

Gespräche gab es auch über die Betreuung in Kitas und den Unterricht in Schulen. Auch in Pflegeheimen werden nun Besuche einer Kontaktpersonen wieder zugelassen. Eine vergleichbare Regelung wurde in Bayern am gestrigen Dienstag (5.5.2020) angekündigt. In der Fußball Bundesliga werde es ab Mitte Mai Geisterspiele geben.

Im Freizeitsport ist Training im Freien wieder möglich. Allerdings nur nach speziellen, coronabedingten Hygieneregeln.

Update vom 6. Mai 2020 um 15 Uhr: Geisterspiele im Profi-Fußball ab Mitte Mai

Laut übereinstimmenden Medienberichten kann die erste und zweite Fußball-Bundesliga ab Mitte Mai weitergeführt werden. Die Spiele werden als „Geisterspiele“ ohne Zuschauer durchgeführt.

Update vom 6. Mai 2020 um 13:57 Uhr: Kontaktbeschränkungen in Deutschland bis Juni verlängert

Wie die Welt aus Teilnehmerkreisen der Videokonferenz zwischen Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten erfahren hat, verlängert Angela Merkel die Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juni. Dabei soll es jedoch auch Lockerungen geben. So soll es in Zukunft möglich sein, dass sich Angehörige zweier Haushalte treffen dürften.

Update vom 6. Mai 2020 um 12:30 Uhr: Merkel verkündet heute neuste Corona-Entwicklungen – Lockerungen vermutet – kommt Obergrenze?

Am Dienstag (5.5.2020) hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angekündigt, die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen schrittweise zu beenden. Am Mittwoch (6.5.2020) folgt nun eine Videokonferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder. Dabei soll es um Corona-Lockerungen in Deutschland gehen.

Im Laufe des Nachmittags verkündet die Bundeskanzlerin die Neuerungen im Rahmen einer Pressekonferenz. Diese gibt’s im Video über dem Text zu sehen.

Neben Lockerungen für Bereiche wie Kinderpflege, Geschäfte, Schulen und Sport soll es dabei wohl auch um eine Corona-Obergrenze gehen. Das bedeutet: Die Lockerungen sollen dann lokal zurückgenommen werden können, wenn die Anzahl der Neuinfektionen in einem Landkreis einen bestimmten Wert überschreitet.

Update vom 5. Mai 2020 um 8:30 Uhr: Bundesliga-Profi Salomon Kalou nach Live-Video vom Trainingsgelände suspendiert

Bundesliga-Profi Salomon Kalou wurde von seinem Verein Hertha BSC am Montag (4.5.2020) mit sofortiger Wirkung suspendiert. Dies gab der Hertha BSC auf seiner Internetseite bekannt. Dort heißt es:

Salomon Kalou hat mit dem Video aus der Kabine gegen teaminterne grundlegende Regeln verstoßen und ein Verhalten gezeigt, welches weder der Situation angemessen ist noch den Verhaltensregeln des Vereins entspricht. Hertha BSC hat daher entschieden, ihn mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb zu suspendieren.

Das Live-Video von Salomon Kalou sorgt für einen Skandal

Der Grund für die Suspendierung war ein Live-Video des Fußballspielers auf Facebook. Im Video verstößt Kalou deutlich gegen die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Dabei hält er den Sicherheitsabstand nicht ein, begrüßt Mitspieler und andere Angestellte per Handschlag und filmt seinen Teamkollegen Torunarigha beim Corona-Test.

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Daneben beschweren sich Kalou und einige Mitspieler über den Gehaltsverzicht, den die Profis aufgrund der Covid-19-Pandemie mit dem Verein ausgehandelt hatten. Dabei hält Kalou seine Gehaltsabrechnung in die Kamera. Hertha BSC vermeldete später, dass die Abrechnungen wirklich fehlerhaft gewesen seien, dieser Fehler aber inzwischen korrigiert sei.

Die grundsätzliche Maßnahme war in offen geführten Abstimmungsgesprächen mit allen besprochen und von allen Spielern unterstützt worden. Es gab dort keine kritischen Stimmen. Im Gegenteil, alle haben diese Maßnahme begrüßt.

Trotz Aufforderung eines Angestellten, das Video zu löschen, war der Clip länger auf Kalous Facebookseite sichtbar. Kalou selbst entschuldigte sich im Nachhinein für die Aktion.

Es tut mir leid, wenn ich mit meinem Verhalten den Eindruck erweckt habe, dass ich Corona nicht ernst nehme. Dafür möchte ich mich entschuldigen. Das Gegenteil ist der Fall, denn ich mache mir vor allem auch über die Menschen in Afrika große Sorgen, denn dort ist die medizinische Versorgung bei weitem nicht so gut wie in Deutschland. Ich habe nicht wirklich nachgedacht und mich darüber gefreut, dass unsere Tests alle negativ waren. Zudem möchte ich mich auch bei den im Video Gezeigten entschuldigen, die nicht wussten, dass ich live sende und die ich nicht in eine solche Situation bringen wollte.

(Salomon Kalou, Hertha BSC)

Update vom 30. April 2020 um 17:40 Uhr: Merkel gibt Neuerungen bekannt

„Wir haben die Verantwortung, dass es keinen Rückfall gibt und wir Schritt für Schritt vorankommen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Pressekonferenz am Donnerstag. Bund und Länder haben sich heute beraten. Das Ziel sei es, den Reproduktionsfaktor noch weiter zu verringern. „Jede Lockerung führt dazu, dass sich die Menschen wieder mehr begegnen. Es bleibt unbedingt notwendig, dass wir diszipliniert bleiben und die Hygieneregeln einhalten“, sagte die Kanzlerin. „Wir haben heute einzelne Beschlüsse gefasst.“ In der nächsten Woche werde ein weitergehendes Paket beschlossen werden. Vorerst sei das Veranstaltungsverbot spezifiziert worden. Größere Sportveranstaltungen, Kerwas und Volksfeste werden weiterhin bis 31.8. nicht stattfinden können. Jedoch sollen Gottesdienste bald wieder möglich sein, laut Merkel. Auch Spielplätze könnten unter Auflagen bald wieder öffnen dürfen. Das gelte ebenso für Zoos, Museen, Galerien und Ausstellungen. Jedoch sei Vorsicht nach wie vor das Gebot, sagte die Kanzlerin.

Söder will nächste Woche einen Fahrplan für Bayern machen

„Die Zahlen haben sich stabilisiert“, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Der Reproduktionsfaktor sei in Bayern auf 0,6 gesunken. „Der wichtigste Rat heißt Vorsicht, heißt Umsicht“, sagte Söder. Das heiße aber nicht, dass man stur so weitermache. „Mein Eindruck ist, dass Europa bewundernd auf Deutschland schaut, aber auch verwundert.“ Aus Ungeduld soll Kreativität entwickelt werden. „Besonnenheit ist unsere Aufgabe, keine Experimente mit der Gesundheit der Menschen.“ Ein Fahrplan für Bayern werde erst nächste Woche gemacht werden, sagte der Ministerpräsident. „Familien machen uns die meisten Sorgen.“ Denn nächste Woche sei der Muttertag. „Der Spielplatz ist nicht das wichtigste, sondern dass wir einen Weg für Schulen und Kitas finden.“

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Update vom 28. April 2020 um 10:50 Uhr: RKI Chef Wieler appelliert an Deutsche: „Halten wir uns weiter an die Beschränkungen“

Der Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler hat in einer Pressekonferenz am Dienstag (28.April) aktuelle Informationen bekannt gegeben. Laut Wieler seien in den vergangenen Wochen rund 2000 Fälle pro Tag an das RKI übermittelt worden. Jedoch gäbe es einen positiven Trend, denn sowohl vorgestern als auch gestern seien nur noch rund 1000 Fälle gewesen. Allerdings sei der Reproduktionsfaktor wieder gestiegen und läge aktuell wieder bei eins. Bisher seien 3,8 Prozent der Infizierten in Deutschland auch gestorben.

Andere Länder

Wieler nennt dabei auch als Vergleich Zahlen aus anderen Ländern. So seien in den USA bisher 966.000 Fälle gemeldet worden, wobei der Anteil der Verstorbenen hier bei 5,7 Prozent liege. Jedoch sei die Todesrate in Spanien noch höher und liegt bei 11,1 Prozent. Und in Großbritannien liegt sie bei 13,6 Prozent. Deswegen zieht Wieler ein vorsichtiges Resümee: „Im Vergleich dazu sehen unsere Zahlen recht gut aus.“

Zahlen Deutschland

Momentan gibt es 156.334 Infizierte in Deutschland. Bisher genesen seien nach Schätzungen des RKI wohl 117.000 Menschen. Demnach wären 17 Prozent der Fälle im Krankenhaus behandelt worden. Lothar Wieler schätzt, dass die Anzahl der Todesfälle pro Tag hoch sei. Er bringt die hohe Anzahl mit den Risikogruppen in Pflegeheimen und Krankenhäusern in Verbindung, denn im Schnitt seien die Verstorbenen 81 Jahre alt gewesen.

Gesundheitssystem nicht überfordern

„Wir wollen nicht, dass die Fallzahlen wieder zunehmen. Wir wollen nicht, dass das Gesundheitssystem überfordert wird. Wir wollen nicht, dass noch mehr Menschen an Covid 19 sterben“, betont Wieler. Deswegen appelliert er auch an die Bevölkerung: „Halten wir uns weiter an die Kontaktbeschränkungen, halten wir weiter mindestens 1,5 m Abstand voneinander und bitte tragen wir zusätzlich in ÖPNV und Läden eine Mund-Nasenbedeckung.“ Hierbei verdeutlicht der RKI-Chef nochmals, dass die Masken nur den Gegenüber schützen und nicht einen selbst.

Update vom 25. April 2020 um 16:50 Uhr: Neue Regelungen an der Grenze zur Tschechischen Republik

Ab Montag (27.4.2020) dürfen EU-Bürger aus beruflichen Gründen wieder nach Tschechien reisen. Die Aufenthaltsdauer ist dabei auf drei Tage beschränkt. Bei der Einreise muss ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der nicht älter als vier Tage sein darf. Für Saisonarbeiter soll es Ausnahmen geben: Diese können auch für längere Zeit nach Tschechien kommen. Voraussetzung ist aber, dass ihr Arbeitgeber entsprechende Vorschriften einhält.

Daneben hat Tschechien die allgemeinen Grenzkontrollen an den Grenzübergängen zu Deutschland und Österreich um 20 Tage bis zum 14.5.2020 verlängert.

Update vom 23. April 2020 um 9:30 Uhr: Merkel kritisiert forsche Lockerungen der Bundesländer

„Unser ganzes Land wird auf eine Bewährungsprobe gestellt, wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie habe in den letzten Wochen Maßnahmen beschlossen, ohne sich an einem Vorbild orientieren zu können. „Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern an ihrem Anfang.“ Die Kanzlerin betont ihre Bewunderung an alle Bürger, die sich an die Ausgangsbeschränkung halten. Sie sprach davon, dass ihr die Entscheidung die persönlichen Freiheitsrechte so einschränken zu müssen, sehr schwer gefallen sei. „Der Wohlstand in dem wir leben, haben sie begründet“, sagte Merkel über die 80- und 90-Jährigen die derzeit im Pflegeheim alleine sein müssen. Das Ziel sei es gewesen, das Gesundheitssystem zu stärken, damit es nicht zu Bildern aus Krankenhäusern wie in anderen Ländern komme. „Unser Gesundheitssystem hält bis jetzt stand“, verkündet die Kanzlerin. Sie bedankte sich bei allen, die derzeit helfen, also dem medizinischen Fachpersonal, der Bundeswehr und den öffentlichen Gesundheitsdiensten.

WHO ist wichtiger Partner

Die Bundesregierung habe entschieden, die Beschaffung von Schutzgütern zentral zu koordinieren und diese dann an die Bundesländer weiterzuleiten, sagte Merkel. „Beenden können wir die Corona-Pandemie letztlich nur durch einen Impfstoff, nach allem was wir über das Virus wissen.“ Deswegen habe die Bundesregierung der deutschen Wissenschaft erhebliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. „Die WHO ist für die Bundesregierung ein unverzichtbarer Partner und wir unterstützen sie in ihrem Mandat“, sagte Merkel. „Auch wenn die Zahlen derzeit Hoffnung auslösen muss ich doch sagen, dass wir uns auf dünnstem Eis bewegen“, mahnte sie wieder. Diese Hoffnung sei trügerisch.

Kritik an Lockerungen

Die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen von Mittwoch letzter Woche durch die Bundesländer, bereite Merkel Sorgen. „Die Umsetzung bereitet mir Sorgen. Sie wirkt auf mich sehr forsch – um nicht zu sagen zu forsch.“ Das ändere allerdings kein Jota daran, dass sie die Hoheit der Bundesländer auch beim Infektionsschutzgesetz aus voller Überzeugung unterstützen würde, sagte sie. Dennoch sehe sie es als ihre Pflicht an zu mahnen. „Die Länder sind dabei die Öffnung der Schulen und Kitas schrittweise umzusetzen“, sagte die Kanzlerin.

500 Milliarden Euro

Wie tief die Einbußen am Ende des Jahres für die Wirtschaft sein werden, sei noch nicht einschätzbar. Deswegen sei ein Schutzschirm jetzt wichtig. 500 Milliarden Euro sollen verfügbar gemacht werden. „Ich würde mich freuen wenn wir sagen könnten, dass zum 1.6. das Geld da ist.“ Denn gerade für kleine Unternehmen sei diese Hilfe sehr wichtig. Merkel möchte gerne eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene, um die europäische Wirtschaft zu stärken. Deswegen fände sie ein europäisches Konjunkturprogramm wichtig. Daher findet Merkel die Bereitschaft wichtig, über einen kurzen Zeitraum hinweg höhere Beiträge an die EU zu bezahlen. „Europäische Solidarität ist gefragt“, sagte Merkel. „Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft.“

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Update vom 20. April 2020 um 15:40 Uhr: Merkel – „Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen“

„Es wäre Jammerschade, wenn wir sehendes Auge in einen Rückfall gehen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Pressekonferenz am Montag (20.4.2020). Denn es sei immer noch der Anfang der Pandemie und „wir sind noch nicht über den Berg.“ Deswegen mahnte Merkel eindringlich: „Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen.“ Nach wie vor müsse auf Reisen verzichtet werden. Die Kanzlerin sagte nochmals, dass alle konzentriert bleiben müssen. „Der Spielraum den wir uns gegeben haben, soll möglichst eng genutzt werden und nicht möglichst weit.“ Merkel sprach erneut von ihrer Sorge, dass die Lockerungen zu früh kommen. „Die Lockerungen sind trügerisch.“ Was die Lockerungen genau bedeuten, würde nämlich erst in 14 Tagen im Hinblick auf die Infektionszahlen zu erkennen sein.

Infektionsketten sollen nachverfolgt werden

Die Kanzlerin hofft, dass es nicht zu einem erneuten Lockdown komme. Deswegen sollen die Infektionsketten genau nachverfolgt werden. „Wir brauchen eine präzise Nachverfolgung der Infektionsketten.“ Pro 20.000 Einwohner solle ein Nachverfolgungsteam von fünf Personen in Einsatz gebracht werden. „Ich möchte, dass wir möglichst bald und möglichst erfolgreich den Reproduktionsfaktor nach unten drücken können.“ Merkel betonte nochmal, dass ihr nichts lieber wäre, „als allen mitzuteilen, dass wir erfolgreich sind.“

Update vom 17. April 2020 um 8:30 Uhr: Schäuble spricht über Verkürzung der Sommerferien

Über eine Verkürzung der Sommerferien hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mit der „Augsburger Allgemeine“ gesprochen. „Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen“, sagte der CDU-Politiker. Er sieht den Vorteil in so einem Schritt darin, dass Schüler die Gelegenheit hätten, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen. „Im Moment ist ohnehin noch aus vielen Gründen unklar, wann und wie man im Sommer verreisen kann“, sagte Schäuble. „Das Urlaubskonto vieler Eltern dürfte durch die Krise jetzt schon strapaziert sein.“ Deshalb könne er die verstehen, „die sich fragen, wie sie da noch sechs Wochen Sommerferien organisieren sollen“.

Kultusminister schließt Kürzung der Ferien aus

„Also jetzt an die Ferien ranzugehen, möchte ich nicht“, sagte der bayerische Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo im Interview mit dem Radiosender Antenne Bayern. „Wir freuen uns immer auf Ferien und es ist eine Zeit wo manche Freude eingeschränkt ist.“ Deswegen schließt der Kultusminister einen Wegfall oder eine Kürzung der Pfingst- oder Sommerferien aus.

Update vom 15. April 2020 um 18:03 Uhr: Pressekonferenz von Angela Merkel

Merkel erklärt, dass die Pflegekräfte und Ärzte nicht überfordert wurden. Das habe sie in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut erfahren. Es sei allerdings eine hohe Belastung gewesen. Was bisher erreicht wurde, sei nun ein Zwischenerfolg – der auch zerbrechlich sei.

Deshalb dürfe es kein falsches Vorpreschen geben. „Wir müssen verstehen, dass wir so lange mit dem Virus leben müssen, so lange es keine Medikamente, insbesondere keinen Impfstoff gibt“, sagt Merkel. Deshalb müsse weiter vorsichtig gehandelt werden.

Es bleibe entscheidend, dass die Abstandsregel weiter bestand hält. Die Kontaktsperre gilt also weiterhin in Deutschland.

Es wird empfohlen im ÖPNV und beim Einkaufen Mund- und Nasenschutz zu tragen, erklärt Merkel weiter. „Wir empfehlen das dringend“, sagt die Bundeskanzlerin.

Für Schulen und Kitas sollen zuerst Abschlussklassen wieder aufgenommen werden. Ein genaues Konzept müsse aber noch erstellt werden, erläutert Merkel.

Ab dem 4. Mai können Friseure mit einem geeigneten Schutzkonzept wieder öffnen, sagt Merkel weiter. Weitere Geschäfte ab 800qm dürfen wieder öffnen, allerdings nur mit geeigneten Schutzkonzepten, erklärt Merkel. Das brauche allerdings noch viel Arbeit, um diese Konzepte zu entwickeln.

Update vom 15. April 2020 um 8:45 Uhr: Heute entscheidet sich, wie es mit den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen weiter geht

Nach aktuellem Stand laufen am kommenden Sonntag die Kontaktbeschränkungen in Deutschland offiziell aus. Auch die Schließungen von Schulen und Geschäften enden, Stand jetzt, dann. Ob dies wirklich so kommt, entscheidet sich heute. Gemeinsam mit den Ministerpräsidenten will die Bundeskanzlerin heute ab 14 Uhr im Rahmen einer Telefonkonferenz einen Fahrplan erstellen, der das Land schrittweise wieder zur Normalität zurück führen soll.

Nicht klar ist dabei, ob alle Länder gemeinsam vorgehen. Zudem muss festgelegt werden in welchen Bereichen die ersten Lockerungen eintreten und ab welchem Zeitpunkt. Im Anschluss möchte sich Merkel in einer Ansprache am Nachmittag an die Öffentlichkeit wenden.

Update vom 14. April 2020 um 15 Uhr: Jena verschärft Maskenpflicht

Jena hat als erste deutsche Stadt am 02.04.2020 eine Pflicht zur Mund- und Nasenbedeckung eingeführt. Zuerst galt diese Verpflichtung, „wenn man Dienstleistungen in Anspruch nimmt oder erbringt, bei denen der Abstand von 1,5 m nicht einzuhalten ist. Dies sind bspw. Maßnahmen der Physio- und Ergotherapie und der Logopädie oder Dienstleistungen der Optiker und Hörgeräteakustiker.“

Diese Verfügung wurde schrittweise erweitert. Am heutigen Dienstag (14.04.2020) tritt die letzte Stufe in Kraft, teilt die Stadt Jena mit: „Dann ist auch an der Arbeitsstätte das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dann verpflichtend, wenn mehr als eine Person in einem Raum arbeitet. Eine Ausnahme gilt dann, wenn sichergestellt ist, dass in einem Raum 20 qm pro Person zur Verfügung stehen und der Abstand von 1,5 m sichergestellt ist. Auch für öffentliche Räume, in denen der Abstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“

Zuvor wurde Erlassen, dass das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes bei der „Nutzung des ÖPNV (inkl. Taxi), im Supermarkt oder anderen Verkaufsstellen und beim Betreten von Handwerks- oder Dienstleistungsunternehmen“ verpflichtend ist.

Die Stadt Jena erklärt weiter, welche Machen geeignet sind: „Neben der selbstgenähten Mund-Nasen-Bedeckung sind auch Schals, Tücher, Buffs und Stoffzuschnitte aus Bettlaken oder anderen dichtgewebten Baumwollstoffen (waschbar bei 90° C) möglich.“ Außerdem seien Kinder vor der Einschulung von der Maskenpflicht befreit.

Update vom 14. April 2020 um 8 Uhr: Kleine Geschäfte in Österreich öffnen wieder

Am Dienstag (14.4.2020) beginnt Österreich damit, die Anti-Corona-Maßnahmen zu lockern. Das bedeutet: Kleine Geschäfte mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen wieder öffnen. Daneben machen auch Bau- und Gartenmärkte wieder auf. Allerdings gibt es strenge Auflagen. Alle Kunden und Mitarbeiter müssen einen Mundschutz tragen, es gilt ein Mindestabstand von einem Meter und die Anzahl der Kunden ist begrenzt. Auch in allen öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Bedecken von Mund und Nase Pflicht. Die weiteren Ausgangsbeschränkungen bleiben bis Ende April in Kraft. Insgesamt dauerte der komplette Notbetrieb im Nachbarland damit vier Wochen.

Bereits Mitte März hatte die Regierung Österreichs fast alle Geschäfte schließen lassen. Seitdem entwickelte sich die Zahl der Infektionen gut: seit längerem schon übersteigt die Zahl der Neugenesenen die Anzahl der Neuinfektionen. Ab dem 2. Mai 2020 sollen in Österreich alle Geschäfte sowie Friseure wieder öffnen dürfen. Ab Mitte Mai könnten dann Restaurants folgen. Dies hänge jedoch von den weiteren Entwicklungen der Infektionsraten ab.

In Deutschland wird ab Mittwoch über eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen entschieden werden.

Update vom 13. April 2020 um 15:33 Uhr: Leopoldina empfiehlt baldige Schulöffnungen

Unter bestimmten Voraussetzungen sollen die Schulen schrittweise wieder geöffnet werden. Das empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina. So sollen zuerst Grundschulen und die Sekundarstufe I wieder in Betrieb genommen werden. (Zur Sekundarstufe I gehören Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien bis zur 10. Klasse.) Zu den Voraussetzungen zähle, dass die Infektionen auf einem niedrigen Niveau stabilisiert sein müssten und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. Die Experten sprechen sich außerdem für eine Masken-Pflicht in Bussen und Bahnen aus.

Schrittweise Normalisierung des öffentlichen Lebens

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist die Studie der Leopoldina eine wichtige Entscheidungshilfe für das weitere Vorgehen. Auch viele weitere Teile des öffentlichen Lebens könnten laut den Experten schrittweise und unter bestimmten Voraussetzungen wieder normalisiert werden. Dazu gehören etwa der Einzelhandel, das Gastgewerbe und Behörden. Jedoch könnten bald auch wieder private und dienstliche Reise und gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen wieder stattfinden.

Kitas werden allerdings vorerst nur eingeschränkt ihren Betrieb wieder aufnehmen können. „Da kleinere Kinder sich nicht an die Distanzregeln und Schutzmaßnahmen halten können, gleichzeitig aber die Infektion weitergeben können, sollte der Betrieb in Kindertagesstätten nur sehr eingeschränkt wiederaufgenommen werden“, sagen die Wissenschaftler.

Update vom 13. April 2020 um 11:30 Uhr: Knapp 2.800 Corona-Todesfälle in Deutschland

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind bis zum Ostermontag (Stand 13.4.2020 um 0 Uhr) 2.799 Menschen an Covid-19 in Deutschland gestorben. Von allen Bundesländern ist Bayern mit 820 Todesfällen der traurige Spitzenreiter, dicht gefolgt von Baden-Württemberg mit 677 Toten. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mit elf Toten bislang die wenigsten Corona-Todesfälle zu beklagen.

Update vom 12. April 2020 um 13:35 Uhr: Senioren müssen nach der Krise weiter mit Einschränkungen rechnen

Irgendwann gibt es eine Zeit nach der Corona-Krise. Doch wie wird es für Deutschland und Europa dann weitergehen? EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich im Gespräch mit „Bild“ dazu geäußert. Demnach müssten vor allem Senioren weiter mit Einschränkungen rechnen. Die 61-Jährige erklärte weiter, dass jedes Land selbst entscheidet, wann und wie die getroffenen Maßnahmen gelockert werden.

„Wir nennen kein Datum, weil die Mitgliedsstaaten in ganz unterschiedlichen Stadien der Pandemie sind und jedes Land selbst entscheidet“, sagte von der Leyen. „Ohne Impfstoff müssen die Kontakte der Senioren so weit es geht eingeschränkt bleiben. Ich weiß, das ist schwer und die Einsamkeit drückt. Aber es geht um Leben – nicht nur unser eigenes. Wir müssen diszipliniert bleiben und sehr geduldig sein.“

Corona-Impfstoff Ende 2020?

Senioren müssen länger auf ein Ende der Einschränkungen warten als Kinder und Jugendliche. Von der Leyen denkt, dass Schulen und Kindertagesstätten schon vorher wieder öffnen könnten: „Kinder und Jugendliche werden früher mehr Bewegungsfreiheit haben als alte Menschen und Leute mit Vorerkrankungen.“ Die Kommissionspräsidentin will in der kommenden Woche die Leitlinien und Empfehlungen der EU-Kommission für eine Exit-Strategie aus den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus vorstellen.

Ursula von der Leyen hofft zudem, dass gegen Ende des Jahres ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt sein könnte. Ihrer Ansicht nach sitzen zwei der vielversprechendsten Forscherteams in Europa. „Sie planen, schon bald mit den klinischen Tests zu beginnen“, sagte von der Leyen der „Bild am Sonntag“.

Update vom 12. April 2020 um 11:10 Uhr: Erstmals mehr Genesene als Infizierte

Zum ersten Mal seit Ausbruch der Epidemie Ende Februar gibt es laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) mehr Genesene als aktuell Corona-Erkrankte in Deutschland. So betrug die Zahl der gesamten Covid-19-Fälle laut RKI am Sonntagmorgen 120.479. Davon gelten 60.200 als genesen. 2.673 Menschen sind bislang laut RKI am Virus verstorben. Damit liegt die Zahl der aktuell Infizierten bei 57.606 und damit unter den Genesenen. Am Samstag hatte die Zahl der aktuell Infizierten noch ganz knapp über jener der Genesenen gelegen, berichtet Focus Online.

Update vom 11. April 2020 um 20:35 Uhr: Bundespräsident Steinmeier prophezeit andere Welt nach der Krise

Ausgerechnet an Ostern müsse man sich einschränken „damit Krankheit und Tod nicht über das Leben siegen“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Oster-Ansprache. Die Ansprache des Bundespräsidenten ist ungewöhnlich, da er sich sonst nur an Weihnachten mit einer Ansprache direkt an das deutsche Volk wendet. In dieser schlägt er ernste Töne an. „Viele tausend sind gestorben.“ Und das nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. „Wir trauern um die, die einsam sterben. Wir denken an ihre Angehörigen, die nicht mal gemeinsam Abschied nehmen können.“ Steinmeier dankte aber auch „allen unermüdlichen Lebensrettern.“ Er zeigte sich beeindruckt, von dem Kraftakt den Deutschland in den vergangenen Wochen vollbracht habe.

Gefahr noch nicht gebannt

Jedoch könne immer noch nicht gesagt werden, dass die Gefahr gebannt sei. Aber eines stehe für Steinmeier fest: „Jeder von Ihnen hat sein Leben radikal geändert. Jeder von Ihnen hat dadurch Menschenleben gerettet und rettet täglich mehr.“ Die deutschen Bürger hätten ihr Leben nicht geändert, weil eine „eiserne Hand“ sie dazu zwinge, sondern weil „wir in einer lebendigen Demokratie“ leben, in der es auf jeden ankomme. „So viele von Ihnen wachsen jetzt über sich hinaus. Ich danke Ihnen dafür.“ Steinmeier prognostizierte in seiner Ansprache, dass die Welt nach der Krise eine andere sein werde. „Wie sie wird, liegt an uns.“ Aktuell befänden sich alle an einer Wegscheide, an der es nur zwei Richtungen gebe: „Entweder jeder für sich, Ellbogen raus, hamstern und die eigenen Schäfchen ins Trockene bringen oder bleibt das neu erwachte Engagement für den Anderen, die Gesellschaft. Bleibt die gradezu explodierende Kreativität und Hilfsbereitschaft.“

Weltweite Lösung

Steinmeier sagte weiter: „Suchen wir auf der Welt gemeinsam nach einem Ausweg oder fallen wir zurück in Abschottung und Alleingänge. Der Bundespräsident plädierte dafür, dass das ganze Wissen und alle Forschungen weltweit geteilt werden, damit so schnelle Besserung erzielt werden könne. Zudem wünsche er sich eine globale Allianz, in der auch den ärmsten und verwundbarsten Ländern Zugang zu Impfstoff und Therapie ermöglicht werden würden. „Die Pandemie ist kein Krieg, sondern eine Prüfung unserer Menschlichkeit.“ Denn sie würde das Schlechteste und das Beste in den Menschen hervorrufen. Das eigene Handeln sei für andere Überlebenswichtig. „Wir werden nach der Krise eine andere Gesellschaft sein,“ prophezeite er. „Wir können und wir werden auch in dieser Lage wachsen“, zeigte er sich am Ende seiner Rede positiv.

Update vom 11. April 2020 um 14:36 Uhr: Ministerpräsident Kretschmann wagt düstere Prognose

Für die Zeit nach der Corona-Krise erwartet Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann harte Verteilungskämpfe. „Machen wir uns nichts vor: Das wird eine harte Debatte geben, wer die Kosten für die Rettungspakte trägt“, sagte der Grünen-Politiker der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Letztlich werde die gesamte Bevölkerung dafür bezahlen: „Die meisten Menschen werden nach der Corona-Krise erstmal ärmer sein.“

Baden-Württemberg zum Beispiel spanne für fünf Milliarden Euro einen Schutzschirm, der Betrag sei binnen zehn Jahren zu tilgen. „Das heißt: Eine halbe Milliarde im Jahr muss im Haushalt anderswo eingespart werden. Das Geld fällt ja nicht vom Himmel.“

Update vom 9. April 2020 um 15:50 Uhr: Bundeskanzlerin gibt Corona-Update vor Ostern

Das Corona-Krisenkabinett hat am Donnerstag getagt und die Wirksamkeit der bisher getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung besprochen. Ein Thema sei besonders intensiv im Mittelpunkt gestanden: Schutzmasken. Deswegen wurde ein Beschaffungsstab gegründet, der sich mit der Lieferung der Masken aus dem Ausland beschäftigen soll, gab Angela Merkel in der Pressekonferenz bekannt.

Schutzmasken sollen in Deutschland produziert werden

90 Prozent der Masken kämen aus Asien. Deswegen soll die inländische Produktion von Schutzgütern gefördert werden. Damit soll auch die deutsche Wirtschaft auch angekurbelt werden. „Die neuesten Entwicklung der Zahlen geben Anlass zur vorsichtigen Hoffnung“, sagt Angela Merkel. Trotzdem dürfe man nun nicht leichtsinnig werden. „Wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Wir müssen konzentriert bleiben.“ Denn die Lage sei fragil. Deswegen müssten die Maßnahmen auch nach Ostern noch so fortgesetzt werden. „Fürsorge für die nächsten durch Abstand“ sei aktuell das Ziel. Die Bundeskanzlerin sagt weiter, dass das Osterfest dieses Jahr anders ablaufe, als bisher. Zudem warnt sie vor dem Gefühl, dass Deutschland besser dastehe als andere.

Gesundheitssystem darf nicht überfordert werden

Deswegen appelliert sie an die Bevölkerung: „Wir müssen uns weiter an die Maßnahmen halten.“ Denn die Menschen müssten noch länger in und mit dieser Pandemie leben. „Unser Ziel bleibt, unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern.“ In den letzten Tagen wurden bereits viele Studien veröffentlicht, wie eine schrittweise Lockerung vorgenommen werden könne. Merkel findet vor allem eine Studie wichtig, die am Montag veröffentlich werden wird. Auf dieser Grundlage wird dann über die weiteren Schritte beraten werden. Sie arbeite eng mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer zusammen.

Update vom 7. April 2020 um 7 Uhr: So öffnen die Supermärkte an Ostern

In einem normalen Jahr, also ohne Corona-Pandemie, gehen Menschen vor allem kurz vor oder zwischen Feiertagen einkaufen. Es entsteht ein regelrechter Run auf Einkaufsmärkte. Um eben diesen in diesem Jahr zu vermeiden beziehungsweise zu entzerren, hat der Discounter Aldi seine Öffnungszeiten geändert. An Gründonnerstag und Karsamstag öffnen die Märkte von Aldi-Süd bereits um 7 Uhr, anstatt wie sonst um 8 Uhr. Geschlossen wird wie gewohnt um 20 Uhr. Das Ziel der Aldi-Märkte ist, dass sich die Menge an Kunden besser über den Tag verteilt, sodass auch der Sicherheitsabstand eingehalten werden könne.

Der Discounter Netto mit seinen 4.260 Filialen ändert in der Osterwoche nicht seine Öffnungszeiten. Die Mitarbeiter arbeiten bereits an der Grenze der Belastbarkeit. Deswegen will das Unternehmen seine Angestellten schützen. Jedoch sind manche Filialen am Gründonnerstag und/oder am Karsamstag bereits ab 6:30 Uhr geöffnet.

Außerdem hoffen die Discounter, dass die Menschen sich mehr über die Woche verteilen. Denn würde eben jener Run, der in jedem anderen Jahr bisher herrschte, wieder passieren, ist es unmöglich den Sicherheitsabstand zu wahren. Darum bittet auch der Discounter Lidl auf seiner Website, dass die Ostereinkäufe frühzeitig erledigt werden sollten.

Weiterhin planen weder Edeka, Rewe, Penny oder Kaufland Sonderöffnungszeiten an Gründonnerstag und Ostersamstag.

Update vom 6. April 2020 um 16:25: Merkel in einer Pressekonferenz zum Coronavirus

Die Frage, die sich viele Menschen stellen, beantwortete Angela Merkel nur auf Nachfrage: Werden die Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen in Deutschland gelockert?

„Wir denken Tag und Nacht wie wir das Leben wieder schrittweise öffnen können. Ich wäre aber eine schlechte Bundeskanzlerin, wenn ich jetzt schon ein Datum nennen würde. Wir müssen unsere eigene Zahlen ansetzen“, sagt die Bundeskanzlerin auch in Bezug auf Österreich. Österreich sei einen Schritt weiter in der Coronakrise.

Auch falls eine Lockerung der Maßnahen kommen werde, wird es nicht sofort Normalität geben: „Ich sage mit Bedacht, dass der Gesundheitsschutz immer im Vordergrund stehen wird. Auch bei einer Öffnung wird es heißen: Wir leben in einer Pandemie.“ 

Planungen während der Corona-Krise

Es seien verschiedene Maßnahmen geplant oder sind in Planung oder werden diskutiert. Künftig werde geplant, dass Schutzkleidung, wie Schutzmasken in Deutschland oder Europa produziert werden sollen, um ein Stück Souveränität zu erhalten.

Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Insitut Berufspendler in häusliche Quarantäne geschickt, da das RKI davon ausgeht, dass die gesamte Welt ein Risikogebiet ist.

Ansonsten ging es Merkel um Europa. Es müsse nach der Krise mit den starken wirtschaftlichen Einschränkungen ein „Wiederbelebungspaket“ geben, erklärte die Bundeskanzlerin.

Update vom 5. April 2020 um 14:30 Uhr: Kanzleramtschef Braun: „schwierigster Teil“ steht noch bevor

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat gegenüber der „Allgemeinen Sonntagszeitung“ betont, dass der Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland noch bevorstehe. Nun sei es die Aufgabe der Regierung, Deutschland „auf den schwierigsten Teil der Krise vorzubereiten“, sagte Braun. Demnach liege die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen noch vor uns.

Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine „Verdoppelung alle drei Tage“ gegeben. Damit das Gesundheitswesen Deutschlands nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich zwölf bis vierzehn Tagen nötig, sagte Braun. Andernfalls könnte es dazu kommen, dass Deutschland vielleicht bald manche Kranke nicht mehr versorgen könne. Aus diesem Grund müsse die Wirtschaft erstmal einen großen Schritt zurück stehen.

Update vom 4. April 2020 um 19 Uhr: Isolation treibt häusliche Gewalt nach oben

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat bekannt gegeben, dass die Isolation aufgrund des Coronavirus die Fallzahlen häuslicher Gewalt nach oben treibt. Besonders hoch seien die Zahlen in den Städten. Es gebe offensichtlich ein Gefälle zwischen städtischen und ländlichen Regionen, sagte Giffey.

Auf dem Land, wo es mehr Möglichkeiten gebe, nach draußen zu gehen und wo Menschen nicht so sehr auf engem Raum lebten wie in der Stadt, sei das Konfliktpotenzial nicht so hoch. „Dort hören wir noch nicht von zusätzlichen Fallzahlen“, so Giffey. Besonders schlimm seien die Zahlen in Berlin. Dort schossen die Anzeigen wegen häuslicher Gewalt um zehn Prozent in die Höhe, erfuhr Giffey vergangene Woche aus Berlin.

Auch die Anrufe bei Hilfe-Hotlines sind gestiegen. Beim Telefondienst „Nummer gegen Kummer“ sei die Zahl der Anrufer um mehr als 20 Prozent gestiegen, sagte Giffey gegenüber „Zeit Online“.

Update vom 4. April um 18:50 Uhr: USA konfisziert „deutsche“ Schutzmasken

Auf dem thailändischen Flughafen in Bangkok wurde offenbar eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken von der USA konfisziert. Die Lieferung ist für die Berliner Polizei bestimmt gewesen. Der Berliner Senat bemüht nun sich gerade um Aufklärung. „Wir sind dabei, die Details zu klären“, sagte der Sprecher der Innenverwaltung, Martin Pallgen, am Samstag.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) war der USA einen Akt „moderner Piraterie“ vor. Das Portal t-online.de zitierte einen hohen US-Regierungsbeamten, der sagte die Vorwürfe seien „komplett falsch“. Ähnlich äußerte sich der Hersteller 3M: Es gebe keine Beweise, die auf eine Beschlagnahmung hindeuteten, hieß es in einer Stellungnahme des Konzerns. Auf Anfrage des „Tagesspiegel“ erklärte die Firma 3M inzwischen sogar, sie wisse „nichts von einer Bestellung der Berliner Polizei für 3M-Masken, die aus China kommen“.

Update vom 4. April 2020 um 15 Uhr: Borussia Dortmund stellt Stadion zur Corona-Bekämpfung zur Verfügung

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat den Signal Iduna Park für den Kampf gegen das Corona-Virus zur Verfügung gestellt. Ab Samstag (4.4.2020) werden im Bereich der Nordtribüne des Signal Iduna Park Patienten auf das Coronavirus getestet und versorgt. Der BVB hat das Areal gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) eigens umgebaut.

Das Behandlungszentrum im Stadion des BVB ergänzt die bestehende hausärztliche Versorgung, um Coronavirus-Patienten und Verdachtsfälle außerhalb der Praxen der niedergelassenen Vertragsärzte qualifiziert zu versorgen. Gleichzeitig können so mögliche Infektionsketten unterbrochen werden, weil Kontakte zu anderen Patienten, Ärzten und Praxispersonal in den einzelnen Arztpraxen vermieden werden. Im Behandlungszentrum schätzen Ärzte die Schwere der Erkrankung ein und entschieden dann, ob Patienten ambulant betreut werden können oder in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

Ende März hatte bereits der spanische Club Real Madrid sein Stadion (Estadio Santiago Bernabéu) im Kampf gegen das Coronavirus geöffnet.

Update vom 3. April 2020 um 19 Uhr: Angela Merkel aus Quarantäne zurück

Nach einem Verdacht war Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zwei Wochen in Quarantäne. Am Freitag ist sie nun wieder ins Kanzleramt zurückgekehrt. In ihrem wöchentlichen Podcast sagte die Kanzlerin, dass es ihr gut gehe.“ Dennoch gab sie zu: „14 Tage allein zu Hause, 14 Tage nur am Telefon und im Netz mit der Welt verbunden zu sein, das ist nicht leicht.“

Merkel bat die Bürger Deutschlands weiter um die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen – gerade zu Ostern. „Wir alle werden eine ganz andere Osterzeit erleben als je zuvor“, sagte die Regierungschefin. Fahrten zur Familie, Osterfeuer oder kurze Urlaubstrips in den Süden wird es dieses Jahr zu Ostern nicht geben.

Ein Ende der Maßnahmen ist derzeit nicht absehbar, sagte die Kanzlerin. Dies wäre in der jetzigen Situation unverantwortlich.

Update vom 3. April 2020 um 9:20 Uhr: RKI empfiehlt allen eine Schutzmaske

Das Robert-Koch-Institut hat seine Einschätzung bezüglich des Tragens von Schutzmasken geändert. Demnach heißt es, dass „das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken“ so verringert werden könne. Darüber hinaus könnten Behelfsmasken das Bewusstsein für „physical distancing“ und gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützen, so das RKI.

Update vom 2. April 2020 um 17:35 Uhr: Prognose des Gesundheitsministers Jens Spahn: „Der schwere Teil kommt erst noch“

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus. In Deutschland sind bis jetzt (Donnerstag, 2.4.16 Uhr) bereits über 950 menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, mehr als 80.000 Menschen haben sich infiziert. Das öffentliche Leben steht wegen Kontakt- aus Ausgangsbeschränkungen weitgehend still. Dennoch prophezeit Gesundheitsminister Jens Spahn in einem Interview im Focus: „Der schwerere Teil in dieser Krise kommt noch.“

Zu einem ähnlichen Ergebnis kam das Robert-Koch-Institut (RKI) am 31. März 2020. Bereits da prophezeite RKI-Präsident Lothar Wieler, dass die Sterberate in Deutschland steigen werde. Dies liege an einem gewissen Zeitverzug der Krankheit sowie der Tatsache, dass es inzwischen immer mehr Fälle in Pflegeheimen gebe.

Update vom 2. April 2020 um 9 Uhr: Zahl der Infizierten in Deutschland deutlich gestiegen

Das Robert-Koch-Institut hat die neusten Fallzahlen veröffentlich (Stand  2.4.2020 9 Uhr). Danach gibt es in Deutschland inzwischen 73.522 Infizierte. Das sind 6.156 mehr als am Vortag. Weiter zeigen die Zahlen 872 Todesfälle – 140 mehr als gestern.

Update vom 1. April 2020 um 16:45 Uhr: Kontaktbeschränkungen in Deutschland werden über Ostern verlängert

In einer Telefonkonferenz haben Bund und Länder die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronakrise verlängert. Die Maßnahmen sollen mindestens bis zum Ende der Osterferien bestehen bleiben. Demnach bleiben die Bürger Deutschlands weiterhin angehalten, auch während der Feiertage die Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. In Bayern gelten die strengeren Ausgangsbeschränkungen. Auch diese hatte Ministerpräsident Markus Söder erst kürzlich verlängert.

Update vom 1. April 2020 um 15 Uhr: adidas zahlt doch Miete

Nachdem bekannt wurde, dass der Sportartikelhersteller adidas keine Mieten für seine geschlossenen Läden aufgrund der Corona-Krise mehr zahlen möchte, hagelte es Kritik. Teilweise wurde im Internet zum Boykott des Herstellers aufgerufen. Nun hat sich Adidas in einem offenen Brief entschuldigt, wie Focus Online berichtet. „Die Entscheidung, von Vermieter(innen) unserer Läden die Stundung der Miete für April zu verlangen, wurde von vielen von Ihnen als unsolidarisch empfunden“, heißt es darin. „Ihre Meinung ist uns wichtig, und Ihre Meinung ist eindeutig: Sie sind von adidas enttäuscht.“

Weiter steht in dem Brief: „Deshalb möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Wir haben unseren Vermieter(innen) die Miete für April bezahlt. Fairness und Teamgeist sind seit jeher eng mit Adidas verknüpft und sollen es auch bleiben.“ Das Geschäft von Adidas sei in der Corona-Krise eingebrochen. „Fast auf der gesamten Welt findet kein normales Geschäft mehr statt. Die Läden sind zu. Das hält selbst ein gesundes Unternehmen wie adidas nicht lange aus“, steht in dem Brief.

Update vom 1. April 2020 um 11 Uhr: 732 Tote in Deutschland

Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, seien aktuell 67.366 Fälle in Deutschland registriert. Das sind 5.453 mehr als am Vortag. Todesfälle wurde inzwischen 732 gemeldet. RKI-Präsident Lothar Wieler betonte, dass die Pandemie noch einige Wochen und Monate weitergehen würde. Weiter appellierte er an die Bevölkerung, die Krankheit ernst zu nehmen.

Update vom 31. März 2020 um 12 Uhr: Sterberate an Covid-19 in Deutschland wird laut Robert-Koch-Institut steigen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat mitgeteilt, dass es damit rechnet, dass die Sterberate am Coronavirus in Deutschland steigen wird. Derzeit liegt die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate in Deutschland (0,8 Prozent) deutlich niedriger als in der Europäischen Union insgesamt (7,6 Prozent). Das liege, wie RKI-Präsident Lothar Wieler, mehreren Medienberichten übereinstimmend erklärt daran, dass es bei Covid-19 einen gewissen Zeitverzug gebe und die Menschen erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf sterben würden. Da es nun vermehrt Fälle in Pflegeheimen gebe, müssten wir leider damit rechnen, dass die Zahlen nun ansteigen. Zudem seien in Deutschland derzeit viele leichte Fälle registriert wurden. Laut Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag seien in Deutschland derzeit 61.913 Menschen infiziert und 583 Personen in Folgen des Coronavirus gestorben.

Update vom 31. März 2020 um 8 Uhr: Jena führt Mundschutzpflicht ein

Jena führt als erste deutsche Stadt teilweise eine Mundschutzpflicht ein. In Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr soll der Mundschutz ab kommender Woche Pflicht sein. Das berichtet die Ostthüringer Zeitung und beruft sich auf die Stadtverwaltung von Jena. „Neben Masken werden auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese müssen aber auch die Nase und den Mund abdecken“, hieß es dort. Ab kommender Woche soll der Erlass gelten. Weiter bittet die Stadt die Bewohner, sich selbst und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasen-Schutz zu nähen, um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten.

Update vom 31. März 2020 um 07:40 Uhr: Merkel erhält drittes Testergebnis

Wie der Deutschlandfunk mitteilte, sei auch das dritte Testergebnis der Bundeskanzlerin auf Covid-19 negativ ausgefallen. Wie ein Regierungssprecher in Berlin mitteilte, wird die Kanzlerin auch in den kommenden Tagen ihre Amtsgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne führen.

Grund für die Tests und die Quarantäne waren der Kontakt mit einem Arzt, der zwischenzeitlich positiv auf Corona getestet wurde.

Update vom 30.3.2020 um 8 Uhr: Deutsches Ehepaar steckt auf Kreuzfahrtschiff fest – dramatischer Hilferuf

In einem Video auf Instagram hat sich ein Ehepaar vom Bord eines Kreuzfahrtschiffs zu Wort gemeldet. „Ich habe unerträgliche Angst um das Leben meines Mannes und um meins“ beginnt die 72-Jährige Frau in ihrer emotionalen Ansprache. Das Schiff „MS Zaandam“ liegt gerade vor der Küste Panamas. Nach übereinstimmenden Medienberichten seien an Bord bereits vier Passagiere verstorben, zwei positiv auf Covid-19 getestet und mehr als 130 Menschen würden verdächtige Symptome zeigen.

Die Enkel des Ehepaars haben, um auf die Situation aufmerksam zu machen, eine Instagramseite ins Leben gerufen. Dort gibt’s das Video in voller Länge.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#help #mszaandam #stayalive #grandparents #corona #helpourgrandparents #figthcorona

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Update vom 29.03.2020, 11:52 Uhr: Mit Coronavirus infiziertes Baby stirbt in den USA

Der Tod eines Babys, das mit dem Coronavirus infiziert war, wird im US-Bundesstaat Illinois untersucht. Das Gesundheitsamt des Staates erklärte am Samstag (Ortszeit), dass es in Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 bisher noch keinen Todesfall eines Babys gegeben habe. Das verstorbene Kind war jünger als ein Jahr. Nun soll eine „umfassende Untersuchung“ die Todesursache klären.

Zur Risikogruppe für das Coronavirus zählen vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, chronisch Kranke, Ältere und Schwangere. 85 Prozent der Toten in Illinois waren 60 Jahre oder älter. Allerdings machte das Gesundheitsamt darauf aufmerksam, dass die Krankheit bei Menschen aller Altersklassen einen schweren Verlauf nehmen könne. Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zufolge scheint der Krankheitsverlauf bei Kindern häufig geringer ausgeprägt zu sein als bei Erwachsenen. Dennoch kämen auch – insbesondere bei jüngeren Kindern – schwere Verläufe vor.

Update vom 29. März 2020 um 9:15 Uhr: RKI-Chef Wieler rechnet damit, dass Beatmungsplätze knapp werden könnten 

Lothar Wieler ist der Chef des Robert Koch Instituts. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hat er sich nun dazu geäußert, ob es Deutschland so ergehen könnte wie Italien, Spanien oder dem Elsass. Dort ist es aktuell so, dass Ärzte die Entscheidung treffen müssen, wen sie beatmen und wen nicht, weil es nicht genug Plätze gibt. Wieler sagte dazu gegenüber der „FAZ“: „Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben. Ob es so kommt, ist Spekulation. Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“.

Wieler äußerte sich auch zu den Vorwürfen, das Robert-Koch-Institut habe Covid-19 zu lange nicht ernst genommen. Er entkräftete die Vorwürfe, denn das RKI bildete bereits am 6. Januar deswegen Arbeitsgruppen.  Das Virus sei nicht unterschätzt worden: „Nach dem ersten großen Ausbruch, aufgrund des Karnevals in Heinsberg, habe ich in einer meiner ersten Pressekonferenzen gesagt: Covid-19 ist womöglich zehnmal tödlicher als ein gewöhnliches Grippevirus“, erklärt Wieler. Deutschland habe durch die frühe Reaktion wichtige Zeit gewonnen, da die Testkapazitäten hochgefahren wurden .

„Frühestens nach Ostern“ ließe sich beurteilen, wie lange der nationale Ausnahmezustand noch ausgehalten werden müsse. „Früher können wir gar nicht sagen, ob die Kontaktsperre wirkt“, so Wieler gegenüber der „FAZ“. „Aber ich weiß auch, dass die Maßnahmen schwere Auswirkungen auf die Ökonomie und das soziale Leben der Menschen haben. Diese Folgen blenden wir nicht aus“.

Update vom 28. März 2020 um 21:20 Uhr: Lebensgefährte von Berlins Ex-Bürgermeister Wowereit nach Corona-Infektion gestorben

Wie Focus Online berichtet, trauere der ehemalige Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), um seinen langjährigen Lebensgefährten Jörn Kubicki. Demnach verstarb der Neurologe nach einer langjährigen Lungenkrankheit und einer Infektion mit Coronaviren diese Woche an Herzversagen.

Kubicki war erst 54 Jahre alt und litt an der „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, bei der die Lungenfunktion stark eingeschränkt ist. Bei einem seiner letzten öffentlichen Auftritten vor wenigen Wochen habe Kubicki „Ich habe COPD, kann kaum noch einen Fuß vor den anderen setzen“ gesagt, wie Focus Online berichtet.

Update vom 28. März 2020 um 13:20 Uhr: Erste Supermärkte in Deutschland verweigern Kindern den Zutritt

Laut verschiedener Medienberichte gab es einige Vorfälle in Supermärkten, bei denen Kinder nicht zusammen mit ihren Eltern den Laden betreten durften. Eine Mutter erzählte Radio Hamburg, was ihr passiert ist. Sie wollte mit ihrem Sohn eine Edeka-Filiale betreten, sei dann aber aufgefordert worden, ihr Kind draußen zu lassen. „Abstand halten, nur mit Karte zahlen – verstehe ich alles, aber lasst uns nicht unmenschlich werden“, sagte sie gegenüber dem Radiosender. Die Alleinerziehende könne ihren Sohn nirgendwo unterbringen, während sie Einkäufe erledigt.

Die WAZ berichtete, dass es zu einem ähnlichen Vorfall in Nordrhein-Westfalen gekommen sei. Zwei Mütter hätten erzählt, dass ihre Kinder den Markt nicht betreten durften. In dem einen Fall habe das Security-Personal die Mutter aufgefordert, den Kinderwagen draußen zu lassen. In dem anderen Fall, habe die Mutter ihre siebenjährige Tochter angeblich während ihres Einkaufs vor dem Geschäft stehen lassen sollen.

Update vom 24. März 2020 um 19 Uhr: Deutsche Städte greifen durch – Hamsterkäufe verboten

Erste Städte machen ernst: Nachdem, aufgrund des Coronavirus, die Regale vieler Läden immer leerer und leerer werden, schieben Frankfurt und Hanau Hamsterkäufen den Riegel vor. Laut einer Allgemeinverfügung vom Montag dürfen Geschäfte und Supermärkte Waren nur noch in haushaltsüblichen Mengen abgeben. Käufe von unzähligen Rollen Klopapier und Konserven wird es dort erstmal nicht mehr geben.

Der Grund: viele Lebensmittel und Hygieneartikel, wie zum Beispiel Klopapier und Seife, waren zuletzt häufig ausverkauft. Bei Zuwiderhandlungen drohen jetzt empfindliche Geldstrafen. Händler müssten bei Verstößen bis zu 25.000 Euro zahlen. Zudem darf nur noch eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche in den Laden gelassen werden.

Update vom 23. März 2020 um 9:30 Uhr: Bundestagsabgeordneter positiv auf Coronavirus getestet

Der Bundestagsabgeordnete Michael Frieser (CSU) teilte mit, dass er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Aus diesem Grund muss er nun eine weitere Woche in häuslicher Quarantäne bleiben. Frieser ist der direkt gewählte Abgeordnete aus dem Wahlkreis Nürnberg-Süd. Er hat sich am Abend der Kommunalwahl bei Daniel Peter Forster (CSU) angesteckt, dessen positiver Test kurze Zeit nach dem Wahlsonntag öffentlich wurde. Bislang ist Frieser aber der einzige positiv getestete, der mit Forster in Kontakt war.

Update vom 22. März 2020 um 19 Uhr: Merkel muss in Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden: Sie habe am Freitag (20.3.2020) Kontakt zu einem Arzt gehabt, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Update vom 22. März 2020 um 17:40 Uhr: Merkel bestätigt, Kontakte zu reduzieren

„Das Coronavirus breitet sich weiter rasant aus,“ beginnt Angela Merkel (CDU) die Pressekonferenz am Sonntag (22.3.2020). Das Leben sehe mittlerweile vollkommen anders aus als noch vor einer Woche, erkennt Merkel in ihrer Rede. Jeder müsse nun dazu beitragen, das Virus aufzuhalten. Das Öffentliche Leben und die sozialen Kontakte werden weiter reduziert – das in ganz Deutschland, sagt Merkel. Den Begriff „Kontaktverbot“ nutzt Merkel allerdings nicht.

Deshalb gelten nach Angaben von Merkel folgende Leitlinien: Die Bürger werden angehalten, den sozialen Kontakt – außerhalb der Angehörigen und den Bewohnern des Hauses – auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. In der Öffentlichkeit ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren Person gestattet, die nicht „im eignen Hausstand“ wohnt, erlaubt. Der Weg zur Arbeit, Einkaufen, individueller Sport und andere weitere notwendige Tätigkeiten bleiben erlaubt, erläutert Merkel.

Gruppenfeiern sind inakzeptabel, erklärt Merkel. Restaurantbetriebe werden geschlossen, Lieferungen oder to Go bleiben erlaubt. Friseure, Tattoostudios, Massagepraxen werden geschlossen, weil es dort eine unabdingbare Nähe gibt. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben allerdings bestehen.

Diese Maßnahmen bleiben mindesten für zwei Wochen bestehen. „Damit weiß jeder, woran er ist“, sagt Merkel. 

Update vom 22. März 2020 um 16:50: NRW erklärt Kontaktverbot

Vor einer Woche öffentliche Leben massiv heruntergefahren, erklärt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Um alle Menschen zur Vernunft zu bringen, braucht es weitere, strengere Maßnahmen, sagt Laschet in einer Pressekonferenz. Verständigt haben sich alle Länder, ein Kontaktverbot zu verhängen, erklärt der Ministerpräsident in seiner Pressekonferenz: „Der große Konsens ist das Kontaktverbot, das jetzt auch durchgesetzt wird.“ In einzelnen Regionen in Deutschland wird sich das Kontaktverbot mit diversen Nuancen unterscheiden, erläutert Laschet weiter.

Die Menschen müssen notwendige Regeln zum Schutz von Gesundheit und Leben, heißt es weiter. Die Gefahr sei der enge und soziale Kontakt, weshalb Laschet ein Kontaktverbot für das geeignete Mittel hält: Es sei zielgerichteter.

Die Länder seien sich mit dem Bund einig durch ein Kontaktverbot Ansteckungsketten zu unterbinden. Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind verboten, berichtet Laschet. Der Arbeitsplatz ist – nach Angaben von Laschet in NRW – nicht betroffen.

Dieses Verbot soll bis zum 19. April gelten. „Verstöße werden wir hart verfolgen“, erklärt Laschet.

Update vom 22. März 2020 um 16:30 Uhr: Kontaktverbot in Deutschland

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wird bundesweit ein umfassendes Kontaktverbot verhängt. Darauf haben sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder nach berichten verschiedner Medien (ntv oder Tagesschau) am Sonntag (22.3.2020) bei einer Telefonkonferenz geeinigt. Es soll keine Ausgangssperre sein, heißt es laut Medienberichten.

Das Kontaktverbot betrifft vor allem Ansammlungen von mehr als zwei Personen. Diese sollen grundsätzlich verboten werden. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Weitere Informationen sollen ab 17:30 Uhr bei einer Pressekonferenz von Angela Merkel (CDU) erfolgen.

Update vom 21. März 2020 um 20 Uhr: Italien meldet fast 800 Tote an einem Tag

Am Samstag (21.3.2020) hat Italien an nur einem Tag fast 800 Corona-Tote vermeldet, das sind so viele wie noch nie. Insgesamt gibt es in Italien nach offiziellen Angaben nun 53.578 bestätigte Infektionen. Die Anzahl der Todesfälle beträgt insgesamt 4.825. Dies teilte der Zivilschutz in Rom mit.

Update vom 21. März 2020 um 11 Uhr: Unbekannte schlagen wegen Klopapier Autoscheibe ein

Die Polizei Aachen hat auf Twitter mitgeteilt, dass in Würselen (Städteregion Aachen) die Scheibe eines Autos eingeschlagen wurden. Der Grund: Diebe hätten aus dem Auto mehrere Rollen Klopapier gestohlen.

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Update vom 20. März 2020 um 13 Uhr: Bundesliga-Fußballer positiv getestet – Eintracht Frankfurt in Quarantäne

Ein Spieler des Bundesligisten Eintracht Frankfurt wurde am Donnerstag (19.3.2020) positiv auf das Coronavirus getestet. Nun befindet sich die ganze Mannschaft in einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne. Um welchen Spieler es sich handelt, ist nicht bekannt.

Update vom 20. März 2020 um 12:35 Uhr: Ausgangsbeschränkungen in Bayern

Am Freitagmittag hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder Ausgangsbeschränkungen für den Freistaat Bayern verkündet.

Update vom 20. März 2020 um 10 Uhr: Ob Ausgangssperre oder nicht, entscheidet sich wohl am Samstag

Am Samstag entscheidet sich wohl, ob in Deutschland eine bundesweite Ausgangssperre verhängt wird, oder nicht. Kanzleramtschef Helge Braun (47, CDU) erklärte gegenüber dem Magazin „Spiegel“, dass der Samstag ein entscheidender Tag sei und das Verhalten der Bürger am Wochenende maßgeblich darüber entscheiden würde, ob eine Ausgangssperre verhängt werde oder nicht.

Der Hintergrund: Derzeit halten sich Menschen vielerorts nicht an die aufgrund des Coronavirus geforderten Einschränkungen. Würde dies auch am Wochenende so bleiben, könne es passieren, dass „auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen werden“, auch wenn das eigentlich vermieden werden soll. Am Sonntagabend will die Bundeskanzlerin, laut SWR, in einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten über etwaige Ausgangssperren beraten.

Update vom 20. März 2020 um 7:30 Uhr: Streitigkeiten um Klopapier eskalieren – Frau schubst Verkäuferin vor Reinigungswagen

In Supermärkten in Bremen und Mannheim ist es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen: wegen Toilettenpapier. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, eskalierten dabei jeweils Konflikte zwischen Kunden und Verkäufern, weil die Supermärkte die Abgabe von Toilettenpapier pro Käufer begrenzten. Zuvor hatten Kunden aufgrund der Coronakrise große Mengen Klopapier gekauft um sich für zu Hause einen großen Vorrat anzulegen.

In Bremen flippte dabei eine 41-Jährige an der Kasse aus, wie die Polizei bestätigt. Eine Mitarbeiterin des Supermarkts machte sie darauf aufmerksam, die Höchstabgabemenge für Klopapier überschritten zu haben. Als eine Angestellte des Supermarks die 41-Jährige dann aus dem Laden führen wollte, schubste die erzürnte Frau die Angestellte in einen Reinigungswagen. Der 45-jährige Begleiter der Frau schlug dann auch noch einen anderen Verkäufer, der seiner Kollegin zu Hilfe kam, mehrfach mit der Faust ins Gesicht.

In Mannheim kam es zu einem ähnlichen Vorfall. Dabei beleidigte ein 47-jähriger Kunde, der zu viele Packungen Toilettenpapier kaufen wollte, eine Frau an der Kasse und weitere Angestellte. Dann versuchte er die Kassiererin zu schlagen. Kurz darauf mischte sich ein weiterer Kunde ein und trat einem Verkäufer, nach Angaben der Polizei, mit dem Knie gegen die Stirn. Als später die Polizei eintraf, lag der 47-jährige Auslöser des Streits am Boden und klagte über Schmerzen.

In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung.

Update vom 18. März 2020 um 20:15 Uhr: Flixbus stellt Betrieb ein

Die aktuelle Situation rund um COVID-19 bringt den nationalen und internationalen Reiseverkehr fast vollständig zum Erliegen. FlixBus folgt den Anweisungen der Bundesregierung und wird alle nationalen sowie grenzüberschreitende Verbindungen von und nach Deutschland deshalb ab 17. März 2020 24 Uhr bis auf weiteres aussetzen, so das Unternehmen.

Update vom 18. März 2020 um 10 Uhr: Abiturprüfungen in Bayern verschoben

Der Beginn der Abiturprüfungen in Bayern wird verschoben. Das Kultusministerium teilte am Mittwoch (18.3.2020) mit, dass der Start der Prüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben wird. Der Grund sei die geringe Vorbereitungszeit der Schüler aufgrund der Einstellung des Unterrichts. Die mündlichen Prüfungen sollen nun zwischen dem 15. und 29. Juni stattfinden.

Update vom 17. März 2020 um 18 Uhr: Bundesliga-Mannschaft Hertha BSC in Quarantäne

Ein Spieler des Fußball Bundesligisten Hertha BSC ist am Coronavirus erkrankt. Dies teilte der Hauptstadtclub am Dienstag (17.3.2020) mit. Die Mannschaft, Trainer und der Staff begeben sich nun für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Den Namen des infizierten Spielers nannten die Berliner nicht.

Update vom 17. März 2020 um 14 Uhr: Wird die Fußball-EM auf 2021 verschoben?

Die Fußball Europameisterschaft 2020 sollte ursprünglich im Juni und Juli 2020 stattfinden. Austragungsort sind dieses Mal mehrere Länder Europas. Eine planmäßige EM galt, aufgrund des Coronavirus, seit Tagen als unwahrscheinlich. Jetzt hat der norwegische Fußballverband mitgeteilt, dass die Europameisterschaft auf 2021 verschoben wird.

Bislang hat der europäische Fußballverband UEFA diese Entscheidung noch nicht offiziell bestätigt. Dem Vorschlag, das Turnier auf 2021 zu verschieben, haben die nationalen Ligen und die Europäische Clubvereinigung zugestimmt.

Update vom 17. März 2020 um 11:45: Robert-Koch-Institut stuft Gefährdung auf „hoch“

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung durch das Coronavirus für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nun als „hoch“ ein. Das sagte Lothar Wieler, RKI-Präsident, am Dienstag (17.3.2020) in Berlin. Wieler begründete die neue Einschätzung wegen der steigenden Fallzahlen sowie der Alarmsignale aus öffentlichen Gesundheitsdiensten und von Kliniken. Zudem gebe es immer mehr Fälle von Covid-19, die nicht mehr auf bereits bekannte Fälle zurückgeführt werden könnten. Bislang hatte das RKI insgesamt von einer „mäßigen“ Gefährdung in Deutschland gesprochen.

Update vom 17. März 2020 um 11:30 Uhr: Ikea in Deutschland schließt

Alle Ikea-Filialen in Deutschland werden geschlossen. Das hat das Unternehmen auf der eigenen Facebook-Seite mitgeteilt.

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Update vom 16. März 2020 um 18 Uhr: Angela Merkel spricht von massiven Einschränkungen

Nachdem der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder am Montag den Katastrophenfall für den Freistaat ausgesprochen hat, hat am Nachmittag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Rede gehalten. Dabei verkündete sie massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Alle Einrichtungen, die nicht systemrelevant sind, also zum Überleben notwendig sind, sollen geschlossen bleiben. Das Ziel: soziale Kontakte zu verringern.

Betroffen sind dabei Fitnessstudios, Bars, Discos, Kneipen, Museen, Theater, Kinos, Spielplätze, Bordelle, Tierparks und mehr. Supermärkte, Banken, Tankstellen, Apotheken und andere Geschäfte für den täglichen Bedarf sollen geöffnet bleiben: im Supermarkt soll es auch an Sonntagen möglich sein, Einkäufe zu erledigen.

Laut Merkel soll es ab sofort keine Urlaubsreisen mehr geben. Übernachtungen in Hotels sollen im Inland bis auf weiteres nur noch zu „nicht touristischen Zwecken“ genutzt werden können. Vorerst gelten die Maßnahmen wohl für 30 Tage. Allerdings müsse man die Maßnahmen immer an die aktuelle Lage anpassen.

Update vom 15. März 2020 um 16 Uhr: Deutschland schließt Grenzen

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen (16.3.2020) weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Das berichten mehrere Deutsche Medien, indem sie sich auf die Deutsche Presse-Agentur beziehen. Die dpa will diese Informationen am Sonntag aus Regierungskreisen erfahren haben. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren.

Update vom 15. März 2020 um 8 Uhr: Zahl der Infizierten in Deutschland steigt

Bis zum 14.3.2020 (Stand 20 Uhr) sind in Deutschland 3.795 laborbestätigte COVID-19-Fälle bekannt geworden, das sind 733 Fälle mehr als am Vortag, berichtet das Robert-Koch Institut. Acht Patienten seien bisher gestorben

Update vom 14. März 2020 um 07:45 Uhr: Deutschlands Nachbarländer schließen die Grenzen

Ab Samstag (14.3.2020) 12 Uhr schließt auch Dänemark seine Grenzen. Das teilte die dänische Regierung mit. Wie das Auswärtige Amt bekannt gab, haben die dänischen Behörden angekündigt, dass sämtliche Reisende, die keinen „plausiblen Grund für die Einreise haben“, zurückgewiesen werden. Personen, die in Dänemark leben oder arbeiten, sollen von der Einreisesperre, die bis zum 13. April gilt, ausgenommen sein.

Auch Polen schließt ab dem 15. März für alle Ausländer die Grenzen. Für Menschen mit Einreiserlaubnis soll eine 14-tägige Quarantäne gelten.

Update vom 13. März 2020 um 19:20 Uhr: Mann gestorben – 250 Tote an einem Tag

Im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg ist ein Mann am Coronavirus gestorben. Der 1935 geborene Mann war am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden. In Italien sind derweil an einem einzigen Tag ganze 250 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Infizierten ist in Italien inzwischen auf 15.113 Menschen gestiegen. Trotz der drastischen Sperrmaßnahmen steigt die Zahl der Opfer in Italien immer weiter.

Update vom 13. März 2020 um 16 Uhr: 1. und 2. Bundesliga wird unterbrochen

Das Präsidium der DFL Deutsche Fußball Liga hat sich am heutigen Freitag (13.3.2020) in einer Sondersitzung erneut mit den Auswirkungen des Coronavirus auf den Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga befasst. Nachdem dabei davon gesprochen wurde, dass der Spielbetrieb erst ab Dienstag (17.3.2020) eingestellt werden würde, hat die DFL am Freitagnachmittag verkündet, dass die Unterbrechung nun doch schon ab dem Wochenende in Kraft trete.

Ziel sei es weiterhin, die Saison bis zum Sommer zu Ende zu spielen – aus sportlichen Gesichtspunkten, aber insbesondere auch weil eine vorzeitige Beendigung der Saison für einige Clubs existenzbedrohende Konsequenzen haben könnte. In der Länderspiel-Pause soll zwischen allen Clubs unter Berücksichtigung der dann vorliegenden Erkenntnisse, zum Beispiel auch hinsichtlich des internationalen Spielkalenders, über das weitere Vorgehen befunden werden, erläutert die DFL weiter.

Update vom 13. März 2020 um 12:15 Uhr: Tschechien schließt Grenze

Wie auf der Website des Auswärtigen Amtes zu lesen ist, hat die Tschechische Republik aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus für 30 Tage den Ausnahmezustand verhängt. Ab dem 14. März gilt außerdem ein Einreiseverbot für Personen aus betroffenen Gebieten. Das beinhaltet auch Deutschland. Tschechische Staatsbürger und Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis für Tschechien dürfen nach einer Gesundheitsprüfung zwar einreisen, allerdings nicht wieder in die Risikoländer ausreisen.

Auch der Bahn-, Schiffs- und Busverkehr nach Deutschland wird eingestellt laut Auswärtigem Amt eingestellt. Die Ausreise könne nur mit Verkehrsmitteln erfolgen, die maximal neun Personen befördern oder mit unregelmäßigen verkehrenden Sonderbussen.

Update vom 12. März 2020 um 14 Uhr: Vierter Mensch stirbt an Lungenkrankheit in Baden-Württemberg – zwei weitere Tote

In Baden-Württemberg ist Mann gestorben, der positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde. Das teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag (12.3.2020) in Stuttgart mit. Es handle sich um einen 67 Jahre alten Mann. Es ist der bislang vierte Todesfall in Deutschland. Kurz danach kamen zwei weitere hinzu, einer davon in Würzburg.

Update vom 11. März 2020 um 16:30: Fußballprofi infiziert

Hannover-96-Profi Timo Hübers ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Innenverteidiger bleibt zunächst in häuslicher Quarantäne. Das teilt der Verein auf seiner Homepage und via Facebook mit.

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Es wird davon ausgegangen, dass Hübers sich am Samstagabend bei einer Veranstaltung in Hildesheim infizierte. Da der 23-Jährige seit der Ansteckung, die exakt eingrenzbar ist, keinen Kontakt zu seinen Mannschaftskollegen hatte, ist nicht davon auszugehen, dass sich Mitspieler bei ihm infiziert haben. Dennoch wird verantwortlich gehandelt – der komplette Profikader sowie Trainerteam und Staff werden vorsorglich auf das Virus getestet.

Update vom 11. März 2020 um 14 Uhr: Coronavirus: Todesfälle in Nordrhein-Westfalen

Heute (Mittwoch, 11.3.2020) gibt es das dritte Coronavirus-Todesopfer in Deutschland. Eine Sprecherin des Kreises Heinsberg hat der Redaktion der Rheinischen Post mitgeteilt, dass im Kreis Heinsberg ein weiterer Patient am Coronavirus verstorben ist. Weitere Informationen soll es am Nachmittag geben, berichtet das Blatt. Es ist der dritte Todesfall in Folge des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen. Zuvor hatte es je einen Todesfall im Kreis Heinsberg und in Essen gegeben.

Zwei Todesopfer in Deutschland am 10. März 2020

Am Montag waren in Deutschland zwei Menschen nach Erkrankungen mit dem neuen Erreger Sars-CoV-2 gestorben. Das erste Todesopfer war eine 89-jährige Frau aus Essen, das zweite ein 78-jähriger Mann aus Gangelt im Kreis Heinsberg, berichten die jeweiligen Pressestellen.

Nordrhein-Westfahlen ist eine der betroffensten Bundesländer in Deutschland. Nach aktuellen Zahlen sollen 687 Menschen mit dem Coronavirus infiziert sein, berichtet das Gesundheitsministerium in NRW. Besonders betroffen von dem Covid-19 ist der Kreis Heinsberg im Westen von Nordrhein-Westfalen mit 365 Fällen.
Deutschlandweit verzeichnet das Robert Koch-Institut knapp 1300 Fälle.

Zusätzlich wurden in Bayern große Veranstaltungen abgesagt: In Bayreuth gibt es Geisterspiele im Sport, die Uni sagt Prüfungen ab und weitere Veranstaltungen der Stadt mussten abgesagt werden.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion