Burkhardt-Areal: Einzelhandel statt Wildwuchs

Zuletzt aktualisiert am

Auf dem ehemaligen Gelände der Eisengießerei Burkhardt, die vor Jahren abgebrannt ist, wuchern meterhohe Bäume. Die Natur holt sich die Brache zurück. Schon lange hat die Stadt Pläne, diesen Schandfleck zu beseitigen. An der Justus-Liebigstraße soll ein Gewerbe- und Einzelhandelsstandort entstehen. Auch der Real an der Karl-von-Linde-Straße müsste dann umziehen, um auf dem Burkhardt-Gelände ein Fachmarkt-Zentrum zur Nahversorgung zu bauen.

An der Justus-Liebig-Straße soll ein Gewerbe- und Einzelhandelsstandort entstehen. Der Real müsste dann auf das ehemalige Burkhardt-Gelände umziehen. Foto: Redaktion

Fläche für Einzelhandel bleibt gleich

Mehr Fläche für den Einzelhandel wird es deshalb im Gewerbegebiet Glocke aber nicht geben, betonte Baudirektorin Urte Kelm in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag. Die Bestandssituation solle lediglich qualitativ verbessert werden. Parallel könne der Real zu dem geplanten Fachmarkt-Zentrum nicht bleiben, um negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Innenstadt zu vermeiden.

Gewerbe im Westen

Im westlichen Teil des Gebiets hat sich bislang hauptsächlich Gewerbe angesiedelt – insbesondere ein Neu- und Gebrauchtwarenhändler, ein Reifenservice, ein Taxiunternehmen, eine Tankstelle und mehr. Einzelhandel und Vergnügungsstätten sollen dort nach den neuen Plänen ausgeschlossen sein.

Grüne lehnen Pläne ab

Während alle Fraktionen den Plänen zustimmten und für eine schnelle Umsetzung plädierten, lehnten die Grünen den Einzelhandelsstandort ab. Stefan Schlags war der Meinung, die Stadt renne Investoren hinterher und verschleudere dringend benötigte Gewerbeflächen für ein “0-8-15-Fachmarkt-Zentrum”, das niemand brauche, da es an dem Standort bereits mehrere Supermärkte gebe.