Serie CO2-Fasten: Challenge 1 – Rad statt Auto

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Die Klimaschutzmanager von Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich mit den Kollegen der Metropolregion Nürnberg zusammengetan. Herausgekommen ist die CO2-Fasten-Challenge 2019, ein Blog, der täglich eine neue Herausforderung zum Thema Klimaschutz bereit hält. Challenge 1 lautet: Rad statt Auto. Denn wer jetzt aufs Fahrrad umsteigt, der schlägt gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: er wird frühlingsfit und verringert die CO2-Belastung in der Luft.

Wie viel CO2 kann eingespart werden?

Kurz gesagt: viel! Kritiker werden jetzt rufen, dass das Fahrrad aber keineswegs CO2-neutral sei und hätten damit natürlich auch recht, denn die Produktion eines Fahrrades, der Ersatzteile, Schmiermittel und anderem Zubehör sorgt für einen gewissen Grundstock. Nähme man es ganz genau, müsste man auch noch den Atem des Fahrradfahrers mit einberechnen, da immerhin vier Prozent der ausgeatmeten Luft CO2 sind.

Fahrradfans würden dagegenhalten, dass das Radeln deutlich günstiger im Vergleich zum Autofahren ist und man auf Strecken bis zu fünf Kilometern Länge sogar schneller am Ziel ist. Und Autofahrer müssen schließlich auch mal atmen.

Fakt ist, dass durch den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad im Schnitt 138 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer gespart werden kann. Bei einem Berufspendler mit fünf Kilometern Arbeitsweg kommen pro Jahr sogar rund 350 Kilo CO2 zusammen. Das Bundesumweltministerium schreibt, dass eine Verdopplung der Fuß- und Radkilometer mittelfristig fünf bis sechs Millionen Tonnen CO2 einsparen kann. Auch dass Radfahrer in vielen Fällen sogar schneller am Ziel sind, als Autofahrer, schreibt das Bundesumweltamt auf seiner Seite.


Was ist vorab zu tun?

Wer aufs Fahrrad umsteigt, der sollte das Rad erstmal auf seine Verkehrssicherheit überprüfen. Es empfiehlt sich folgender Rundum-Check:

Reifen-Check

Die Felge sollte weder eine zweite Karriere als Ei oder „Achter“ anstreben. Am Besten stellt man das Rad einmal auf den Kopf (oder in diesem Fall Lenker) und schaut sich die Reifen genau an. Dabei kann man auch gleich erkennen, ob im Mantel Risse oder andere Beschädigungen sind. Außerdem sollte der Reifendruck geprüft werden.

Bremsen-Check

Kontrolliert werden sollten alle Bremsen, insbesondere Bremsbeläge und Bremszüge.

Ketten-Check

Bei der Kette sind alte Lumpen die besten Begleiter. Um sie zu reinigen sollte die Kette durch ein aussortiertes T-Shirt oder ähnliches laufen, so löst sich der Schmutz. Anschließend sollte frisches Öl aufgebracht werden.

Licht-Check

„Sehen und gesehen werden“ ist nicht nur das Motto auf Veranstaltungen, sondern auch bei jeden Ausritt auf dem Drahtesel. Scheinwerfer und Rücklicht müssen kontrolliert werden.

Lenker-/Sattel-Check

Jedem Tierchen sein Pläsierchen und jedem Radler einen optimal eingestellten Lenker und Sattel, damit auch bei längeren Touren alles gut sitzt.


Das Fahrrad ist fit und jetzt?

Die schönste Fit-Macherei bringt natürlich nichts, wenn man den Drahtesel anschließend wieder in den Schuppen verbannt und dort vereinsamen lässt. Während der Fasten-Challenge sollte das Auto also so oft wie möglich stehen gelassen werden. Gerade bei Strecken bis zu fünf Kilometern Länge.

Den Blog der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg finden Sie hier.