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Coronavirus

Consumenta in Nürnberg wegen Corona abgesagt: Diese Regeln gelten bei Warnstufe Gelb in der fränkischen Stadt

Aktuelle Corona-Zahlen aus Nürnberg: Die Stadt erweitert nun die Maskenpflicht und weitere Corona-Regeln. Zudem wurde die Consumenta 2020 abgesagt.

Coronavirus in Nürnberg: Hier gibt es die aktuellen Informationen aus Stadt und Landkreis Nürnberg zum Corona-Virus. Wegen steigender Infektionszahlen hatte die Stadt strenge Corona-Regeln eingeführt. Nun sagte die Stadt die Consumenta 2020 ab.

Hier gibt es den Oberfranken-Ticker: Die aktuellen Corona-Zahlen aus dem Bezirk Oberfranken

Update vom 19. Oktober 2020: Nürnberg sagt Consumenta 2020 ab

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Fallzahlen hat die Stadt Nürnberg als weitergehende Maßnahme nach dem Infektionsschutzrecht die Durchführung der Consumenta als Publikumsmesse vom 24. Oktober bis 1. November 2020 im Nürnberger Messezentrum untersagt.

Aktuell (Stand 19. Oktober 2020) liege die Sieben-Tage-Inzidenz bei 44,18. In den vergangenen sieben Tagen gab es 229 Corona-Neuinfizierte, teilt die Stadt Nürnberg mit.

„Wir bedauern dies sehr, zumal die Veranstalter ein tolles Konzept und ein ausgeklügeltes Hygienekonzept vorgelegt haben“, betont Oberbürgermeister Marcus König. „Wir haben auch lange an die Pläne für die Veranstaltung mit der langen Tradition in Nürnberg geglaubt. Aber in Zeiten steigender Corona-Fallzahlen können wir es nicht verantworten, dass im Messezentrum über einen Zeitraum von neun Tagen viele Tausend Besucher täglich zusammenkommen“, ergänzt er.

Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas sagt hierzu: „Das ist eine schwere Entscheidung – gerade weil es in Bayern sehr strenge Hygiene- und Abstandsvorgaben für Messeveranstaltungen gibt. Die Consumenta 2020 wäre endlich wieder eine Möglichkeit für viele Handwerksbetriebe, Groß- und Einzelhandel, Dienstleister und Direktvermarkter aus unserer Region gewesen, sich dem Publikum zu präsentieren. Gerade deswegen schätzen die Menschen aus der Region die Verbrauchermesse sehr und blicken mit Zuversicht auf die Consumenta 2021.“

Update vom 16. Oktober 2020: Nürnberg verschärft Corona-Maßnahmen

Am Freitagmorgen (16.10.2020) hat sich die Stadtspitze in Nürnberg zwei Stunden lang beraten, was künftig passieren soll. Nürnberg kratzt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 48,42 (Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit, Stand: 16.10.2020, 8 Uhr) nur knapp an dem Warnwert von 50.

Nach der Beratung äußerte sich Oberbürgermeister Marcus König in einer virtuellen Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage. Er bedauere, dass am Mittwoch keine einheitlichen Regeln für ganz Deutschland festgelegt wurden. “Umso wichtiger ist, dass wir auf kommunaler Ebene handlungsfähig sind”, sagte König.

Erweiterte Maskenpflicht und Kontaktbeschränkung in Nürnberg

Ab dem morgigen Samstag, 17. Oktober 2020, gelten neue Maßnahmen. In den Fußgängerzonen der Nürnberger Altstadt von der Burg bis zum Hauptbahnhof gelte eine Maskenpflicht. Außerdem gibt es wieder eine Kontaktbeschränkung im privaten und im öffentlichen Raum. Vorerst dürfen sich dann nur fünf Menschen oder maximal zwei Haushalte treffen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen werden auf 25 und außen auf 50 Personen begrenzt.

Diese Maßnahmen gelten ab Samstag, 17.10.2020, für zwei Wochen. Insofern sich neue Entwicklungen ergeben, würde man jedoch nachsteuern, erläuterte Stadtrechtsdirektor Olaf Kuch. “Jetzt ist Konsequenz gefragt”, sagte Gesundheitsreferentin Britta Walthelm. Die steigenden Infektionszahlen ließen sich jedoch nicht auf bestimmte Branche, Schulen oder Plätze festlegen.

Schulen in Nürnberg sollen sich auf Distanzunterricht einstellen

Die Schulen sollen sich vorsichtshalber auf Distanzunterricht vorbereiten. “Wir tun alles, um die Schulen der Stadt so lang wie möglich offen zu lassen”, erklärte Schulreferentin Cornelia Trinkl. Vorerst bleiben die Ämter der Stadt Nürnberg geöffnet. Es werde alles getan, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, verdeutlichte Sozialreferentin Lisa Ries. Oberbürgermeister König forderte zudem jeden dazu auf, nicht zum Feiern oder um Alkohol zu trinken nach Fürth zu fahren.

Eine Entscheidung bezüglich der Consumenta oder dem Christkindlesmarkt gibt es hingegen noch nicht. “Wir fahren auf Sicht”, sagte König dazu. Die Planungen für den Christkindlesmarkt laufen weiter. Jedoch sei es mit steigenden Fallzahlen schwieriger ihn durchzuführen. Die Stadt prüfe wöchentlich alle Veranstaltungen. König antwortete noch auf eine Nachfrage, dass die Bäder und Saunalandschaften weiter geöffnet bleiben.

Update vom 14. Oktober 2020: Nürnberg mit Corona-Beschränkungen

Da die 7-Tage-Inzidenz in Nürnberg bei COVID-19-Erkrankungen über den Signalwert von 35 Personen pro 100 000 Einwohnern gestiegen ist, hat die Stadt Nürnberg noch am Dienstag (13. Oktober 2020) eine Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung der steigenden Infektionszahlen beschlossen. Die Infektionszahlen werden permanent beobachtet und täglich neu bewertet, teilt die Stadt Nürnberg mit. Aktuell liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 38,4.

Diese Corona-Regeln gelten nun in Nürnberg

  • Private Feiern mit maximal 50 Teilnehmern
  • Maskenpflicht bei Veranstaltungen (z.B. Sport oder Kultur)
  • Einschränkung für Alkohol zum Mitnehmen
  • Maskenpflicht an weiterführenden Schulen während des Unterrichts

Die Stadt Nürnberg erklärt die aufgeführten Regeln wie folgt:

Teilnehmerzahlen private Feiern 
Die Erfahrung der vergangenen Wochen hat nach Angaben der Stadt Nürnberg gezeigt, dass insbesondere gemeinsamer Alkoholkonsum innerhalb größerer Menschenansammlungen im öffentlichen, aber auch im privaten Raum zu einer verstärkten Missachtung der Infektionsschutzregeln und damit zu einem erheblichen Ansteckungsrisiko führen.

Daher wird die Stadt Nürnberg hinsichtlich der Teilnehmerzahl bei privaten Feierlichkeiten (wie zum Beispiel Hochzeiten, Beerdigungen oder Geburtstage) Regelungen erlassen. Diese wird für Feierlichkeiten in öffentlichen oder gemieteten Räumen auf maximal 50 Teilnehmer festgelegt. Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, 14. Oktober 2020, in Kraft und gilt bis einschließlich 28. Oktober. In privaten Räumen wird der Bevölkerung dringend empfohlen, keine Feierlichkeiten mit mehr als 25 Teilnehmern durchzuführen.

Besucher bei Veranstaltungen
Beim Besuch städtischer Kultureinrichtungen sowie beim Besuch von Sportveranstaltungen in Hallen und im Max-Morlock-Stadion ist bei Veranstaltungen für deren Dauer bis auf Weiteres eine Maske zu tragen.

Regelungen Gastronomie/öffentlicher Raum 
Die bewährten Maßnahmen an den beliebten Treffpunkten am Köpfleinsberg (Zugangsregelung und Sicherheitsdienst freitags und samstags von 18 bis 24 Uhr) und am Tiergärtnertorplatz (Verkaufsverbot von Getränken zum Mitnehmen von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag in der Zeit von 20 bis 5 Uhr) werden fortgesetzt.

Stufe Gelb für Schulen und Kitas
Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 5 werden zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz im Klassenzimmer während des Unterrichts verpflichtet, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann.  An den Grundschulen muss in dieser Stufe im Unterricht keine Maske getragen werden.

Es können weiterhin alle Kinder die Kitas besuchen. Soweit die Einrichtungen offene oder teiloffene Konzepte umsetzten, müssen wieder feste Gruppen gebildet werden, um eine bessere Nachverfolgbarkeit im Falle eines Ausbruchsgeschehens zu erleichtern. Die Beschäftigten müssen eine Mund-Nasenbedeckung tragen. Der Besuch von Kindern bei nur leichten Krankheitssymptomen bleibt weiterhin möglich.

OB appelliert an die Bevölkerung
Oberbürgermeister Marcus König appelliert an die Bevölkerung, „im Alltag die wichtigsten Hygieneregeln zu berücksichtigen: Abstand von mindestens 1,5 Metern halten, Hände waschen und desinfizieren, die Nies- und Hustenetikette wahren sowie Mund-Nasen-Bedeckung tragen“. Gerade mit Blick auf die kalten Monate empfiehlt Gesundheitsreferentin Britta Walthelm, „in Räumen regelmäßig zu lüften und die angeordneten Maßnahmen der Stadt auch zu befolgen. Nur so gelingt es uns, die steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen.“

Aufgrund des Anstiegs der Fallzahlen insbesondere bei komplexen Fällen mit vielen Kontaktpersonen in Kitas, Schulen, Gemeinschaftsunterkünften, in einem Pflegeheim und nach privaten Feiern hat die Stadt Nürnberg zudem das Personal im Gesundheitsamt durch zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt.

Insgesamt sind etwa 160 Kräfte bei mit der Corona-Eindämmung verbundenen Aufgaben im Einsatz. 69 Personen gehören zum Stammpersonal, 42 sind befristet eingestellt und 43 weitere Personen kommen aus der übrigen Stadtverwaltung. Zudem hat die Stadt ein Amtshilfeersuchen über die Regierung von Mittelfranken an das bayerische Gesundheitsministerium für eine Unterstützung durch die Bundeswehr gestellt. Dadurch soll das Personal im Gesundheitsamt bei der Ermittlung von Kontaktpersonen und der Containment-Strategie unterstützt werden. Über einen Aufruf sollen zudem Ärzte im Ruhestand für den Einsatz gewonnen werden.

Update vom 13. Oktober 2020: Nürnbergs Oberbürgermeister muss in Quarantäne

Oberbürgermeister Marcus König (CSU) hat sich heute Vormittag (13. Oktober 2020) bis einschließlich Freitag, 16. Oktober 2020, in Quarantäne begeben. Mittlerweile liegt dem OB ein Corona-Testergebnis vor. Das ist negativ ausgefallen, teilt die Stadt Nürnberg mit.

Er hatte am Freitag, 2. Oktober 2020, an einer Veranstaltung teilgenommen. Am Montag, 12. Oktober, ist OB König am frühen Abend informiert worden, dass auf dieser Veranstaltung eine Person war, die eine Woche später positiv auf COVID-19 getestet worden war. Trotz des negativen Testergebnisses bei Marcus König hat das Nürnberger Gesundheitsamt heute Mittag für den Oberbürgermeister eine häusliche Quarantäne bis einschließlich Freitag, 16. Oktober, also nach Ablauf der 14-Tage-Frist, angeordnet.

Der Oberbürgermeister zeige keinerlei Symptome und sei beschwerdefrei. Ab Samstag nimmt der Oberbürgermeister nach jetzigen Planungen seine Termine wieder wahr, erläutert die Stadt Nürnberg.

Update vom 12. Oktober 2020: Nürnberg überschreitet Corona-Warnwert

In Nürnberg wurde der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert von 35 überschritten: Pro 100 000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen 38,2 Neuinfektionen. Die Stadtspitze wird am morgigen Dienstag, 13. Oktober 2020, zusammenkommen, um über geeignete Schritte zu beraten.

„Die Fallzahlenmeldung vom Samstag war noch stark geprägt von einem Ausbruchsgeschehen in einem Nürnberger Pflegeheim. Nun bestätigt sich jedoch auch für die Stadt Nürnberg, dass sich das Infektionsgeschehen insgesamt dynamisch entwickelt. Deshalb wird die Stadtspitze morgen über geeignete Maßnahmen beratschlagen“, sagt Gesundheitsreferentin Britta Walthelm.

Bis zum heutigen Montag, 12. Oktober 2020, 12 Uhr, hat das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg 2 360 (plus 38 im Vergleich zum Tag zuvor) mit dem Coronavirus infizierte Nürnbergerinnen und Nürnberger registriert. Davon befinden sich aktuell 286 Menschen in Quarantäne, aus der bis jetzt 2 017 Personen entlassen werden konnten. Die Anzahl der in Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen liegt unverändert bei 57.

Bis heute wurden 10 685 Kontaktpersonen identifiziert, davon befinden sich aktuell 909 in Quarantäne, 9 776 Menschen konnten bislang aus der Quarantäne entlassen werden.

In den Nürnberger Krankenhäusern werden aktuell fünf an Covid-19 erkrankte Personen auf Intensivstation beatmet, 19 erkrankte Menschen werden auf Normalstationen behandelt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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