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Coronavirus

Corona-Drama in Kulmbach: Sohn und Mutter liegen tagelang tot im Haus – Nachbarn zweifeln an Ursache

Mitte Dezember 2020 starben in Muckenreuth bei Neudrossenfeld im Landkreis Kulmbach eine Mutter und ihr Sohn in ihrer Wohnung. Beide hatten Corona. Ihr Tod wird erst Tage später entdeckt.

Corona-Drama im Landkreis Kulmbach: Jürgen L. arbeitete im Staatlichen Bauamt Bayreuth. Im Dezember starben seine Mutter und er innerhalb von wenigen Stunden, berichtet die Bild am Sonntag. Beide waren mit Covid-19 infiziert. Die aktuellen Corona-Zahlen aus Oberfranken zu Infektionen und Todesfällen gibt es hier. 

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Update vom 25. Januar 2021: Corona-Drama in Muckenreuth in Bayern – das hat die Polizei ermittelt

Die Pressestelle der Polizei Oberfranken teilt zu dem Corona-Drama in Muckenreuth im Kreis Kulmbach bei Bayreuth auf Nachfrage des bt folgendes mit.

Am 25. Dezember wurde die Polizei gerufen, weil zwei leblose Personen in einem Wohnhaus bei Neudrossenfeld gefunden wurden. Zunächst habe die Kriminalpolizei Bayreuth die Ermittlungen aufgenommen.

„Bei der Obduktion wurde bei beiden Personen eine natürliche Todesursache festgestellt. Das heißt: kein Hinweis auf Fremdeinwirkung oder Suizid.“ Damit entkräftet die Polizei Vermutungen der Nachbarn, die bei der Bild-Zeitung befragt wurden.

Die polizeilichen Ermittlungen sind abgeschlossen. „Weitere Informationen können wir hierzu nicht geben“, teilt die Polizei mit.

Corona-Tod: Mutter und Sohn sterben im Landkreis Kulmbach – Erstmeldung vom 24. Januar 2021

Am 1. Weihnachtstag 2020 machte sich ein Rentner in Muckenreuth (Neudrossenfeld) auf den Weg zum Haus eines Freundes, um nach ihm zu sehen. Der Grund: Der Mann hatte von seinem Freund Jürgen L, Angestellter des Bauamts Bayreuth, schon mehrere Tage nichts gehört.

Dann machte der Mann eine schreckliche Entdeckung. Wie die Bild am Sonntag berichtet, leuchtete der Rentner beim Haus seines Freundes durch ein Fenster des Erdgeschosses und entdeckte Jürgen L. tot in einem Sessel sitzen.

Die Polizei rückt nachts an und findet im Obergeschoss die Mutter. Silvia L. liegt tot im Bett. Zu diesem Zeitpunkt sind beide vermutlich bereits über eine Woche tot. Wie die BamS berichtet, sei seit dem 15.12.2020 der Briefkasten nicht mehr geleert worden. Außerdem habe neben Jürgen L. eine Zeitung mit diesem Datum gelegen.

Rechtsmediziner: Kein Verbrechen, kein Suizid und kein Unfall

Dass die Todesfälle so lang unentdeckt geblieben sind, habe auch daran gelegen, dass Jürgen L. im Homeoffice gearbeitet habe und sich dabei weitgehend selbstständig um Projekte gekümmert habe. Laut Bild hätten die Rechtsmediziner bei den Leichen Corona festgestellt. Es habe demnach kein Verbrechen und kein Suizid vorgelegen und es sei auch kein Unfall gewesen, heißt es im Artikel der Bild weiter. Dass Jürgen L. und seine Mutter an Covid-19 erkrankt waren, wurde post mortem festgestellt.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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