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Politik

Corona-Krise im Einzelhandel: Wie die Bayreuther Gemeinschaft (BG) dagegen steuern will

In seiner Sitzung am 24.2.2021 hat der Bayreuther Stadtrat über einen Dringlichkeitsantrag der BG-Fraktion entschieden.

In ihrem Dringlichkeitsantrag an Bayreuths Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) hatte die Stadtratsfraktion der Bayreuther Gemeinschaft (BG) die Entwicklung einer Öffnungsstrategie für den Einzelhandel in der Corona-Pandemie gefordert. Stadt und Landkreis sollen dabei zusammenarbeiten. Währenddessen ist am Sitzungstag des Stadtrates bekannt geworden: Unter dem Titel „Kino leuchtet. Für Dich.” gehen am Sonntag, 28.02.21 um 19 Uhr bundesweit in allen Kinos, außen und innen, die Lichter an. Auch das Cineplex Bayreuth wird am Sonntagabend die Lichter anschalten.

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Update vom 24. Februar 2021: So hat der Bayreuther Stadtrat Über den Antrag der BG entschieden

Der Dringlichkeitsantrag derFraktion der Bayreuther Gemeinschaft im Stadtrat fand im Gremium bis auf vier stimmen keine Zustimmung. Das bt berichtet am Donnerstagmittag (25.2.2021) ausführlich dazu.

Erstmeldung: Corona-Krise in Bayreuth – Den Unternehmen fehlt es an Perspektive

Einzelhandel und Gastronomie beklagen fehlende Öffnungsperspektiven. Das tut die Stadt Bayreuth aktuell zur Unterstützung.

Die BG ist der Meinung, dass deutlich mehr getan werden muss, als an Bund und Land zu
appellieren.

„Wir fordern deshalb die Entwicklung einer Öffnungsstrategie durch die Stadt in
Zusammenarbeit mit dem Landkreis Bayreuth. Nur so ist zu gewährleisten, dass wir rechtzeitig zum Zeitpunkt, zu dem die erhoffte Lockerung und letztendlich Öffnung erfolgen, die Voraussetzung geschaffen haben nachhaltig und ohne ein erneutes „Hochschnellen“ der Inzidenzzahlen für den Einzelhandel und die Gastronomie lockern
bzw. öffnen zu können.

(Pressemeldung Bayreuther Gemeinschaft (BG) vom 23.2.2021)

Von folgenden drei Säulen müsse die Strategie getragen werden, so die BG:

  • Testungsmöglichkeiten für jeden Kunden bzw. Gastronomiebesucher mindestens 2x
    wöchentlich.
  • Nachvollziehbarkeit des Infektionsgeschehens durch das Gesundheitsamt und dadurch
    Schaffung der Möglichkeit schnellstmöglich auf eine Erhöhung der Inzidenzzahlen zu
    reagieren.
  • Stufenplan zur Öffnung des Einzelhandels und der Gastronomie, um so ein „Überrennen“
    derselben zu verhindern (kein Einkaufstourismus).

Dringlichkeitsantrag der Bayreuther Gemeinschaft für die kommende Stadtratssitzung: Diese Punkte sind beantragt

  • Abklärung durch die Verwaltung, ob Punkt 1 der obigen Strategie gewährleistet werden
    kann und für den Fall, dass dieses noch nicht möglich ist Vorschläge zur Realisierung
    dieses Punktes. Das Ergebnis ist spätestens in der Stadtratssitzung vorzustellen.
  • Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt, um zu erfragen inwieweit die Stadt bzw. der Landkreis unterstützend tätig sein kann (Manpower, Digitalisierung, Gespräche mit Bund und Land)
  • Vorlage eines Stufenplans in dem in Korrelation mit den Inzidenzwerten Lockerungsschritte festgelegt werden (z.B. 1 Kunde / 1 Verkäufer bei Inzidenz von 75; 2 Kunden / 1 Verkäufer bei Inzidenz von 60 bis 74; und so weiter).

Bei all dem fordert die BG die Einbeziehung der bereits vom Freistaat erarbeiteten „Click und Meet-Taktik
Adäquater Stufenplan für die Gastronomie wieder in Korrelation mit den Inzidenzwerten und entsprechenden Lockerungsschritten.
Selbstverständlich sollte all dies in enger Abstimmung mit dem Landkreis erfolgen.

Bei diesem Konzept ist laut BG-Antrag die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt ein wichtiger Punkt. „Nur so können wir rechtzeitig auf sich ändernde Pandemiesituation reagieren und damit insbesondere auch schnell genug die Strategie auf neue Mutationen anpassen.“

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß