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Coronavirus

Corona-Pandemie: Mutiertes Coronavirus in England und Italien – So reagiert Deutschland

Seit 16.12.2020 Dezember gelten in Deutschland neue Corona-Beschränkungen und Regeln. Jetzt ist ein weiteres Problem dazu gekommen. 

Update vom 21. Dezember 2020: Mutiertes Coronavirus in England und Italien – So reagiert Deutschland

Deutschland macht den Flugverkehr aus Großbritannien dicht: Seit Montag (21.12.2020) dürfen keine Flugzeuge von dort mehr bei uns landen. Der Grund ist eine Mutation des Coronavirus, das sich offenbar auf der Insel breit macht. Wie der Deutschlandfunk berichtet, wurde diese Mutation auch schon bei einem Corona-Patienten in Italien nachgewiesen.

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Die Virus-Mutation in Großbritannien ist nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörden deutlich ansteckender und wird für einen starken Anstieg der Infektionszahlen im Süden Englands verantwortlich gemacht. (Quelle: Deutschlandfunk)

In Deutschland sei die Variante bislang noch nicht entdeckt worden, so der Deutschlandfunk weiter. Der Frachtverkehr zwischen Deutschland und England soll weiter laufen.

Update vom 13. Dezember 2020 um 11.45 Uhr: Harter Lockdown ab Mittwoch

Das Gesundheitssystem sei am Rande der Überlastung, so Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Das bedeutet, dass wir viele Tote haben.“ Es bestehe dringender Handlungsbedarf. „Die Kontaktverfolgung muss wieder möglich sein.“

Das gilt ab Mittwoch, 16. Dezember 2020

  • Maximal fünf Personen aus zwei Hausständen dürfen sich treffen
    Ausnahme an Weihnachten: „Da darf man bis zu 10 Personen einladen aber nur aus dem engsten Familienkreis.“
  • An Silvester und Neujahr gilt die normale Kontaktbeschränkung (maximal fünf Personen aus zwei Hausständen).

Kein Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester
  • Friseure müssen schliessen.
  • Kinder werden wann immer möglich zuhause betreut. Die Schulen werden ab Mittwoch geschlossen.
  • Arbeitgeber werden gebeten, großzügige Homeoffice-Lösungen anzubieten oder Betriebsferien geeignet zu legen.
  • Zu den Gottesdiensten soll mit den Kirchen gesondert gesprochen werden.
  • Bayernweit gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr an bis jeweils 5 Uhr morgens.

„Ich möchte alle dringend bitten, in den nächsten Tagen weiter davon abzusehen, Menschen zu treffen“, sagt die Bundeskanzlerin abschließend.

„Es gibt teilweise schon Triage in Deutschland“ (Markus Söder)

„Corona ist außer Kontrolle geraten“, sagt der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder. „Corona ist eine Katastrophe.“ Nach dem Lockdown light stehe fest, dass es jetzt nur noch „ganz oder gar nicht“ gehe. Tod aufgrund von Corona werde wohl zur dritthäufigsten Todesursache dieses Jahr.

„Es gibt teilweise schon Triage in Deutschland.“ Je später man handle, desto länger würde es dauern. Die Verschärfungen seien eine bittere Pille aber sie seien dringend nötig. „Geplant bis 10. Januar aber ich sage ausdrücklich: so lange wie nötig.“ Bayern sei besonders betroffen. „Wir haben heute eine Inzidenz von 200 für den ganzen Freistaat. Bayern ist als ein Hotspot.“

„Wir tun das nicht, weil wir es wollen, sondern weil wir es müssen“, sagt Söder. Der Impfstoff sei ein Licht am Ende des Tunnels „aber erst einmal muss er da sein.“ Darüber hinaus gebe es die Sorge, dass sich nicht genug impfen lassen. Es komme jetzt auf jeden einzelnen an. „Das wichtigste Geschenk an Weihnachten ist nicht das teuerste, sondern die Zeit, die wir im engsten Kreis der Familie teilen.“

Update vom 12. Dezember 2020 um 17:23 Uhr: Harter Lockdown ab Mittwoch

Laut verschiedener Medienberichte sind Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten von CDU und CSU für einen bundesweiten Lockdown noch vor Weihnachten.

Am Sonntag (13.12.2020) wollen sich die Länder-Chefs in einer Ministerpräsidentenkonferenz beraten, berichtet unter anderem inFranken. Dann soll auch die Entscheidung fallen, inwieweit das öffentliche Leben zum erliegen kommen wird. Grund dafür sind die anhaltend steigenden Infektionszahlen.

Update vom 10. Dezember 2020 um 8 Uhr: Söder will Lockdown nach Weihnachten

Seit dem 9. Dezember gelten in Bayern strengere Corona-Regeln. Doch diese scheinen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nicht zu reichen, wie er am Mittwochabend (9. Dezember 2020) in einer Talkshow im ZDF betonte:

„Einfach mal alles runterfahren von den Geschäften bis hin zu den Betriebsferien in vielen Unternehmen. Wenn alle mitmachen, wäre das super. Dann hätten wir knapp drei Wochen, in denen wir einfach Kontakte reduzieren können. Eine bessere Zeit als diese Zeit zwischen Weihnachten und 10. Januar wird man im ganzen Jahr nicht mehr finden“, sagte der Ministerpräsident in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“.

Außerdem solle es noch vor Weihnachten erneut eine Runde der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin, Angela Merkel (CDU), geben. Aufgrund terminlicher Einschränkungen der Bundeskanzlerin könne ein solcher Termin allerdings nicht vor diesem Wochenende stattfinden.

Update vom 8. Dezember 2020 um 16 Uhr: Söder plant harten Lockdown nach Weihnachten

Ministerpräsident Markus Söder sagte in seiner Regierungserklärung, dass er einen harten Lockdown favorisiere. “Die Leopoldina schlägt vor, dass es zwischen Weihnachten und dem 10. Januar einen harter Lockdown geben soll”, sagt Söder. Damit zeigt er seine Unterstützung der Forderung der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina. Sollte das ein Empfehlung der Ministerpräsidentenkonferenz werden, werde Bayern dies auch umsetzen, erklärte Söder am Dienstag (8.12.2020). Er habe auch mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) lange darüber geredet und beide seien zu diesem Schritt bereit.

Update vom 8. Dezember 2020: Merkel will harten Lockdown nach Weihnachten

Nach den Weihnachtsfeiertagen will das Bundeskanzleramt wieder einen harten Lockdown verhängen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Mindestens bis zum 3. Januar, vielleicht aber auch eine Woche länger, sollen möglichst viele Geschäfte geschlossen bleiben. Das letzte Wort diesbezüglich haben allerdings die Bundesländer. Im RBB-Inforadio sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstagmorgen, dass es noch in dieser Woche ein Treffen zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder geben werde.

Lockdown in Deutschland verlängert: Corona-Maßnahmen teilweise verschärft – das gilt im Dezember

Am Mittwochabend wurde der Lockdown in Deutschland wieder verlängert: Hier gibt es die wichtigsten Corona-Maßnahmen im Überblick:

  • Lockdown verlängert: wird bis 10. Januar verlängert
  • Corona-Lockerungen für Weihnachten: Die Beschränkungen werden über die Feiertage gelockert, jedoch maximal bis 1. Januar 2021. Danach werde der Teil-Lockdown voraussichtlich fortgeführt
  • Das gilt an Weihnachten: Es darf gefeiert werden mit maximal zehn Personen (Verwandte und Freunde); Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet
  • Kontaktbeschränkungen verschärft: Begrenzung von Treffen auf maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten
  • Einschränkungen im Handel: Im Einzelhandel wird die maximale Kundenanzahl auf einen Kunden pro zehn Quadratmeter begrenzt. In Geschäften, die größer als 800 Quadratmeter sind, gilt ein Kunde pro 20 Quadratmeter.
  • Maskenpflicht erweitert: Die Maskenpflicht bereits vor Geschäften und auf Parkplätzen.
  • Schulen und Kitas geöffnet: Die Quarantäne für positiv getestete Schüler soll auf fünf Tage verkürzt werden.
  • Corona-Tests ausgeweitet: Schnelltests für Risikogruppen werden ausgeweitet. Ab 1. Dezember sollen für jeden Pflegebedürftigem 30 Schnelltests pro Monat möglich sein.

Update vom 3. Dezember 2020: Lockdown verlängert – Söder spricht von Verschärfungen

Der Teil-Lockdown in Deutschland wird verlängert. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten geeinigt. Markus Söder stellte dabei sogar weitere Verschärfungen in Aussicht.

Das Ziel sei weiterhin die Anzahl der Corona-Infektionen zu senken, sodass diese den Wert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unterschreiten. Davon seien wie momentan sehr weit entfernt, so die Kanzlerin in Berlin. Auch die Zahl der Todesopfer sei sehr hoch. Deshalb würden die Länder ihre Corona-Maßnahmen bis zum 10. Januar verlängern.

Weitere Verschärfungen der Corona-Beschränkungen?

Weitere Strategien in der Corona-Krise sollen dann am 4. Januar 2021 besprochen werden. Markus Söder (Bayerns Ministerpräsident) sagte, es sei notwendig und richtig gewesen, die Beschränkungen weiter zu verlängern. Der Beschluss am Mittwoch sei klar und einheitlich gefällt worden. In nächster Zeit werde die Regierung sich nun überlegen müssen, ob die momentanen Maßnahmen ausreichend seien oder ob man an einigen Stellen“ sehr deutlich und konsequent tiefer herangehen“ müsse. Über die Entscheidung Österreichs, für Einreisende aus Risikogebieten eine zehntägige Quarantäne anzuordnen, sei der Ministerpräsident sehr dankbar.

Update vom 1. Dezember 2020: Diese neuen Corona-Beschränkungen gelten im Dezember

Heute, am 1. Dezember 2020, treten neue Corona-Beschränkungen in Deutschland in Kraft. Aufgrund von weiterhin hohen Zahlen hatten Bund und Länder vergangene Woche beschlossen, den Lockdown light, wie er im November umgesetzt wurde, weiterzuführen. Einige neue Regeln kommen dazu.

Dabei wurden auch neue Corona-Obergrenzen eingeführt. Bislang gab es die von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Bei Überschreiten dieses Werts konnten und sollten Städte und Landkreise die Corona-Beschränkungen verschärfen. Nun wurden weitere Grenzen eingeführt: Bei einem Übertreffen der Werte von 200 bzw. 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gelten nun noch schärfere Regeln.

Überschreitet ein Landkreis oder eine Stadt die Grenze von 200, müssen Schüler der achten und höheren Klassen ab dem nächsten Tag in den Wechselunterricht, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern nicht gewährleistet ist. Die Ausnahmen hierfür sind Abschlussklassen und Klassen von Schulen mit sonderpädagogischem Förderbedarf.

Ab einem Wert von 300 müssen dann in einer Kommune weitere Maßnahmen zur Eindämmung umgesetzt werden, zum Beispiel das Verhängen von Ausgangsbeschränkungen. Daneben gibt es verschiedene andere Möglichkeiten wie das komplette Schließen von Schulen oder auch Dienstleistungsbetrieben. In der Stadt Passau wurden kürzlich bereits derartige Maßnahmen umgesetzt.

Update vom 25. November 2020: Neue Corona-Beschränkungen in Deutschland

Am Mittwoch hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer ausgetauscht. Nach stundenlangen Beratungen traten Angela Merkel, Markus Söder (CSU) und der regierende Bürgermeister Berlins, Michael Müller (SPD), um 21:30 Uhr vor die Presse: Der Lockdown in Deutschland wird verlängert.

Bund und Länder haben sich nun auf einen Weg für die kommenden Wochen geeinigt. Dabei waren sich alle einig, sagte Merkel. Das exponentielle Wachstum sei gebrochen, doch die Zahlen steigen trotzdem weiter. Die täglichen Infektionszahlen verharren noch auf einem zu hohen Plateau, sagte die Bundeskanzlerin. Die Maßnahmen hätten uns tausende weitere Infektionen und viele Todesfälle erspart.

Daher müsse man weitere Maßnahmen vornehmen. Merkel bedankte sich bei den Bürgern da diese die Maßnahmen in einer großen Mehrheit solidarisch mitgetragen haben. Die Maßnahmen aus dem November, der Lockdown, könne nicht aufgehoben werden, da wir zu weit von den angestrebten niedrigen Infektionszahlen weg seien.

In Deutschland gilt im Dezember: Kontakte vermeiden

„Der Dezember ist ein besonderer Monat mit Weihnachten und dem Jahreswechsel.“ Dies sei in den Beschränkungen berücksichtigt worden, so Merkel. Wir alle seien dringend herausgefordert alle nicht zwingenden Kontakte zu vermeiden. „Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengungen. Geduld und Disziplin werden nochmal auf eine harte Probe gestellt“, sagte Merkel. Vieles deute darauf hin, dass uns 2021 Erleichterungen bringen werde.  Merkel betonte, dass Arbeitgeber, wenn umsetzbar, unbedingt Homeoffice ermöglichen sollten.

Der Lockdown light wird fortgeführt: vorerst bis zum 20. Dezember 2020. Allerdings scheint es so, als dass der Lockdown auch weiter in den Januar verlängert werde.

Neue Corona-Obergrenze für Hotspots

Daneben standen auch Gespräche über eine neue Corona-Obergrenze auf dem Programm. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 Fällen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sollen die Kontaktbeschränkungen nun noch weiter verschärft werden können. So soll eine kurzfristige Absenkung erreicht werden können.

Bislang betrug die einzige Obergrenze 50. Diese gilt weiterhin. Ab dem Wert 200 und einem diffusen Infektionsgeschehen sollen nun aber weitere Maßnahmen eingeführt werden.

Neue Maßnahmen an Schulen in Deutschland

In Schulen soll bei hohen Inzidenzen (ab 200) auch Wechsel- oder Hybrid-Unterricht möglich sein. Diese Regel gilt ab der 8. Klasse. Auch die Maskenpflicht an Schulen soll bzw. kann erweitert werden.

Einzelhandel: Quadratmeter-Regel soll Anzahl der Kunden reduzieren

In Einkaufszentren und im Einzelhandel wurde die Quadratmeter-Regel erweitert. In kleineren Geschäften gilt die Regel dass ein Kunde pro 10 Quadratmeter erlaubt ist. In Einkaufszentren (Gesamtflächen der Verkaufsfläche über 800 Quadratmeter) sollen hier 20 Quadratmeter gelten. Dies soll auch für Supermärkte gelten. Länder mit kleiner Inzidenz (unter 50) können davon abweichen. Auch härtere Maßnahmen müssen für Hotspots ins Auge gefasst werden.

Verschärfung der Kontaktbeschränkungen in Deutschland

Daneben wurden auch die allgemeinen Kontaktbeschränkungen verschärft. Es dürfen sich dann nur noch fünf Menschen aus zwei Hausständen miteinander treffen. Kinder unter 14 Jahren zählen hier nicht dazu. Dazu wurde die Maskenpflicht erweitert. Für vulnerable Gruppen wie kranke und alte Menschen sollen Besuche weiterhin möglich sein, damit diese keine einsame Weihnachtszeit haben.

Über Weihnachten sollen diese Beschränkungen gelockert werden. Hier dürfen maximal zehn Personen zusammenkommen. Kinder unter 14 zählen hier nicht dazu. Es soll zu Weihnachten keine Großveranstaltungen geben. Dabei möchte die Regierung mit den Religionsgemeinschaften sprechen.

Finanzieller Ausgleich: Überbrückungshilfe 3

Auch im Dezember sollen Unternehmen und Co. Überbrückungshilfe beantragen können.

Raketen- und Böllerverbot an Silvester in Deutschland?

Nach ersten Angaben wurde auch ein teilweises Böller-Verbot auf Straßen und Plätzen beschlossen. Dieses soll an Silvester primär an belebten Orten gelten, um Mindestabstände zu garantieren. Auf der Pressekonferenz hat sich Merkel dazu allerdings nicht geäußert.

Erstmeldung vom 23. November 2020: Verlängerung des Corona-Lockdowns in Deutschland wahrscheinlich

Es ist gut möglich, dass der am 28. Oktober beschlossene Lockdown light verlängert werden muss. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Stattdessen soll der Lockdown bis 20. Dezember 2020 verlängert werden. Das bedeutet, dass Gastronomiebetriebe, Fitnessstudios, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Kultur- und Freizeiteinrichtungen auch weiterhin geschlossen bleiben. Daneben gelten verschärfte Kontaktbeschränkungen. Das berichtet auch die Tagesschau.

Allerdings sollen die Beschränkungen dieses Mal wohl regional angepasst reagiert werden können. Länder, deren Inzidenz weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tage aufweist, haben die Möglichkeit von den Regeln bereits vor Ablauf der Frist abweichen zu können. Im späteren Verlauf des Texts wird wiederum von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesprochen: eine genaue Linie gibt es hier noch nicht.

Corona-Beschränkungen in Deutschland

Laut dem Beschlussvorschlag werden alle Bürger dazu aufgerufen, auch weiterhin die persönlichen Kontakte soweit es geht zu reduzieren und am besten zu Hause bleiben. Arbeitgeber sollen unbürokratisch Homeoffice ermöglichen.

Die Verlängerung der derzeit geltenden Regeln soll bewirken, dass es eine bundesweite signifikante sinkende Tendenz der Corona-Fälle gibt. Sollte dies bis zum 20. Dezember nicht der Fall sein, dann werden die Maßnahmen im 14-Tage-Takt verlängert und zwar so lange, bis  das Ziel der Senkung des Inzidenzwertes erreicht ist.

Folgende Regeln sollen zusätzlich gelten:

  • Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahren sind hiervon ausgenommen.
  • Jede Person muss in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Dies gilt auch für öffentliche Verkehrsmittel.
  • Darüber hinaus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, zu tragen. Die Festlegung der Orte und der zeitlichen Beschränkung erfolgt durch die örtlich zuständigen Behörden.
  • In Arbeits- und Betriebsstätten ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Dies gilt nicht am Platz, insofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann.
  • Hochschulen und Universitäten sollen grundsätzlich (mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika und Prüfungen) auf digitale Lehre umstellen.

Weihnachten in Corona-Zeiten

Die Politiker in Deutschland haben bereits mehrfach betont, dass Weihnachten 2020 nicht ausfallen wird. Erst kürzlich äußerte sich hierzu der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. Der Beschlussvorschlag, der dem Handelsblatt vorliegt, sieht zudem vor, dass die Personenobergrenze für Zusammenkünfte an Weihnachten erweitert werden kann. Ein Haushalt kann sich mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder Personen treffen. Gesundheitsminister Jens Spahn rechnete zuletzt mit starken Einschränkungen für Weihnachten 2020.

Silvester 2020/21 in Deutschland

Auch für den anstehenden Jahreswechsel gibt es wohl schon eine neue Regel, die einige Menschen hart treffen dürfte. Der Verkauf, Kauf und das Zünden von Feuerwerk soll an Silvester 2020 und Neujahr 2021 verboten sein. Dabei sollen Einsatz- und Hilfskräfte entlastet werden, größere Gruppenbildungen vermieden werden und die Kapazitäten des Gesundheitssystems freigehalten werden.

Schule und Corona

Der Präsenzunterricht an Schulen soll so lange wie nur möglich erhalten bleiben. Daher ist ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 pro 100.000 Einwohnern das Tragen einer Maske im Unterricht ab der 7. Jahrgangsstufe verpflichtend. Davon ausgenommen sind Schulen, in denen es kein Infektionsgeschehen gibt. Schülerfahrten bleiben weiterhin verboten.
Damit der Schülerverkehr entzerrt wird, könnte der Unterrichtsbeginn gestaffelt erfolgen.

Corona-Hilfen in Deutschland

Laut dem Beschlussvorschlag, der dem Handelsblatt vorliegt, will die Bundesregierung alle Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen die aufgrund der Corona-Krise temporär schließen mussten, weiterhin unterstützen. Das hat allerdings massive Folgen für den Steuerzahler. Deswegen will die Bundesregierung mit der Europäischen Kommission in Kontakt treten.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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