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Bildung

Corona-Fahrplan für Schulen in Bayern: So soll es weiter gehen

Neue Corona-Lockerung in Bayern: Ab Montag (15.6.2020) dürfen wieder alle Schulklassen zum Präsenzunterricht in die Schulen in Bayern. Nun gibt es einen Fahrplan nach den Sommerferien.

Die Corona-Lockerungen in Bayern gehen weiter. Ab dem 15. Juni 2020 dürfen alle Schüler zum Präsenzunterricht und die Schule gehen. Welche Corona-Lockerungen oder Corona-Regeln in Bayern sonst gelten, gibt es hier in einer Übersicht. Nun gibt es Szenarien wie es nach den Sommerferien weiter gehen soll.

Update vom 23. Juni 2020: So geht es in Schulen weiter

Heute in elf Wochen wird das neue Schuljahr beginnen, beginnt Kultusminister Michael Piazolo in einer Pressekonferenz am Dienstag (23. Juni 2020). Alle Schüler sollen in vollständigen Klassen wieder im Präsenzunterricht gehst werden. Dabei werde es allerdings verschiedene Auflagen geben. Ziel sei ein Regelbetrieb mit Hygienemaßnahmen ab dem 08.09.2020, erklärt Piazolo.

Die Hygienemaßnahmen müssen geändert werden, da der 1,50 Meter Abstand nicht mehr eingehalten werden könne, bei vollen Klassenzimmern. Deshalb müssten Lehrer und Schüler auf Corona getestet werden.

Sollte ein Regelbetrieb nicht möglich sein, gibt es mehrere Alternativen: Wenn es mehr Infektionen gibt, wird es wieder den Unterricht im Wechsel geben.

Eine weitere Alternative gibt es bei lokal begrenzten Neuinfektionen, wie aktuell in NRW. Dort könnten Schulen geschlossen werden, so dass es keinen Präsenzunterricht geben wird, erläutert Piazolo.

Bei einer zweiten Infektionswelle des Coronavirus würden die Schulen wieder geschlossen werden, erläutert er weiter.

Update vom 14. Juni 2020: Schulen öffnen in Bayern wieder

“Eine Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs für alle übrigen Jahrgangsstufen ist ab dem 15.06. geplant, vorbehaltlich einer weiterhin positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens in Deutschland”, heißt es auf der Homepage des Bayerischen Kultusministeriums.

Der Unterricht wird auch hier “wochenweise gestaffelt”, heißt es auf der Homepage. Das heißt: Viele Schüler werden im Wechsel unterrichtet. Neben dem Unterricht in der Schule bleibt auch das “Homeschooling” Bestandteil des Unterrichtskonzepts. Dazu kommen weitere Hygienevorschriften, die an Schulen gelten müssen. Vor kurzem beklagte Die Linke, dass Schüler nicht gut genug geschützt seien: besonders, weil die Sanitäranlagen reine Virenherde seien. 

Hygieneregeln an Bayerischen Schulen

Auch in den Schulen gelten die allgemeinen Hygiene- und Schutzvorschriften: 1,50 Meter Abstand, Händewaschen, Desinfizieren. Deshalb wird es in diesem Schuljahr auch keine “außenunterrichtlichen Aktivitäten”, wie Exkursionen, Konzerte, Projekttage oder Theateraufführungen, geben. Außerdem gelten folgende grundlegenden Regelungen:

  • Reduzierung der regulären Klassenstärke (geteilte Klassen), Vermeidung von Durchmischung
  • Abstandsgebot von mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen, kein Körperkontakt;
  • Einzeltische
  • Verzicht auf Partner- und Gruppenarbeiten
  • ggf. zeitlich versetzter Unterrichtsbeginn oder Schichtbetrieb
  • Sonderregelungen für das Verhalten im Schulhaus, im Klassenzimmer, beim Toilettengang

Außerdem gilt für Schüler eine Maskenpflicht – insbesondere beim Weg in die Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln: “Beachten Sie daher insbesondere die Maskenpflicht im ÖPNV sowie im freigestellten Schülerverkehr”, teilt das Bayerische Kultusministerium mit. Im Unterricht müssen die Schüler die Masken nicht tragen.

“Außerhalb des Unterrichts jedoch sind alle an der Schule Tätigen sowie Schülerinnen und Schüler und Besucher angehalten, einen Mund-und Nasenschutz zu tragen, da der empfohlene Abstand nicht in allen Situationen über organisatorische Maßnahmen gewährleistet werden kann.” Hierzu zählt das Kultusministerium beispielsweise einen Toilettengang, das Verlassen des Klassenzimmers oder der Weg auf den Fluren. Vor kurzem verkündete Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, dass die Maskenpflicht in Bayern noch lange Bestand haben werde. 

Deutlich mehr Lehrer in Bayerischen Schulen nach den Pfingstferien

Ab dem 15. Juni sollen wieder alle Klassen gestaffelt, und in geteilten Klassengrößen wieder Präsenzunterricht erhalten. Das bedeutet auch, dass Lehrer wieder in der Schule präsent sein müssen. Das Kultusministerium erklärt: “Nach den Pfingstferien werden in Folge der Öffnung der Schulen für alle Jahrgangsstufen wieder deutlich mehr Lehrkräfte und sonstiges Personal im Einsatz an der Schule vor Ort gebraucht. Grundsätzlich sollen daher wieder alle Lehrkräfte und das sonstige Schulpersonal vor Ort an der Schule tätig werden.” Ein Professor der Uni Bayreuth hatte das Konzept des Homeschoolings hinterfragt, denn “Elter können keine Lehrer sein.”

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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