Zuletzt aktualisiert am

Covid-19

Coronavirus in Bayreuth: Diebstähle und Engpässe im Klinikum

Im Klinikum Bayreuth gibt es keine Patienten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dennoch bekommt das Klinikum die Auswirkungen zu spüren.

Im Klinikum Bayreuth gibt es keine Patienten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dennoch bekommt das Klinikum die Auswirkungen zu spüren, teilt der Sprecher des Klinikum, Frank Schmälzle, auf Nachfrage des bt mit. Die Lage in Franken spitzt sich dahingehend weiter zu, es gibt immer wieder neue Fälle des Coronavirus.

Diebstähle im Bayreuther Klinikum

Desinfektionsmittel ist beliebt bei Dieben im Klinikum. Von Wagen mit denen Pfleger zu den einzelnen Zimmern gefahren sind, wurden nach Angaben von Schmälzle viele Diebstähle begangen. Es waren sogar so viele, dass das Klinikum nun die Strukturen änderte und die Wagen nicht mehr vor den Zimmern der Patienten stehen lässt. “Jetzt kommen die Wagen in einen Stützpunkt”, erklärt Schmälzle.

Desinfektionsmittel am Klinikum Bayreuth

Im Foyer des Bayreuther Klinikums muss der öffentliche Desinfektionsspender mittlerweile drei Mal pro Tag aufgefüllt werden, erklärt Schmälzle. “An normalen Tagen muss dort ein mal neu gefüllt werden.” Aber er sagt weiter: “Es ist noch genügend Desinfektionsmittel vorhanden.”

Das sei allerdings ein positives Zeichen, da die Menschen die Warn- und Schutzhinweise offensichtlich lesen und auch anwenden. Denn auch auf den Bildschirmen des Klinikums wird gezeigt, wie man sich die Hände effektiv waschen sollte.

Mundschutz im Bayreuther Klinikum

Der einfache Mund- und Nasenschutz im Klinikum wird aktuell deutliche häufiger genutzt als zuvor. “In normalen Monaten benötigen wir 42.000 Stück, im vergangenen Monat waren es 62.000”, berichtet Schmälzle. Wegen dieser erhöhten Nutzung schwinden die Restbestände im kommenden Monat.

In diesem Zusammenhang hat der Pressesprecher erfahren, dass der Preis für diesen Mundschutz aktuell enorm angestiegen sei. Normal kostet eine Maske keine 10 Cent, weiß Schmälzle. “Aktuell werden bis zu 80 Cent verlangt.”

Auch die sogenannten Schnabelmasken werden im kommenden Monat im Klinikum Bayreuth ausgehen, teilt der Pressesprecher mit. Hier sei vor allem die Lieferung der speziellen Schutzmasken problematisch. Der Pressesprecher erklärte allerdings, dass es sich im Raum Bayreuth aktuell ausschließlich um Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen handelt.

Vorsichtsmaßnahmen wegen Coronavirus

Doch diese Maßnahmen seien unbedingt notwendig. Zwar verlaufe die Lungenkrankheit bei ansonsten gesunden und jungen Menschen eher mild, aber für chronisch Kranke und ältere Menschen könne das Coronavirus wirklich gefährlich werden. Deshalb sind nach Schmälzles Meinung alle Vorsichtsmaßnahmen gerechtfertigt. Denn sie dienen dem Schutz der Menschen.

In diesem Zusammenhang hat das Bayreuther Klinikum beschlossen, öffentliche Veranstaltungen abzusagen. “Aufgrund der aktuellen infektiologischen Situation werden vorerst bis zum 31. März 2020 alle öffentlichen Veranstaltungen der Klinikum Bayreuth GmbH nicht stattfinden. Dies gilt für den Medizinischen Vortrag am 18. März mit Chefarzt Dr. Peter Blaurock, den Kreißsaalinformationsabend am 17. März, den Ostermarkt am 21. und 22. März und das Konzert des Bayreuther Gitarren- und Mandolinenorchester am 28. März. Die Klinikum Bayreuth GmbH informiert rechtzeitig über das weitere Vorgehen und über Änderungen auf der Website www.klinikum-bayreuth.de und über den facebook-Auftritt der Klinik.”

Außerdem wurden nun von der Stadt Bayreuth alle öffentlichen Veranstaltungen zwischen 500 und 1.000 Besuchern abgesagt. Welche Veranstaltungen davon betroffen sind, finden Sie hier.

Bayreuther Tagblatt - Christoph Wiedemann

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Christoph Wiedemann