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Pandemie

Corona-Mutation aus England in Bayreuth festgestellt: Wie gefährlich ist die Mutation?

Am Mittwoch (20.1.2021) wurde bekannt, dass die Virusmutation aus Großbritannien in Bayreuth angekommen ist. Ist das ein Grund zur Panik? Wie gefährlich ist diese Mutation?

Das Klinikum Bayreuth erklärte am gestrigen Mittwoch (20.1.2021), dass es nicht nur mehrere Corona-Ausbrüche im Krankenhaus gab, sondern das auch die Virusmutation aus Großbritannien nachgewiesen wurde. Daraufhin nahm das Gesundheitsamt Stellung.

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Virusmutationen sind normal

Dabei bleiben in den bislang veröffentlichten Stellungnahmen mehrere Fragen unbeantwortet: Wie gefährlich ist diese Mutation? Was ist das Besondere an ihr? Und warum wird so ein großes Thema um sie gemacht?

Zuerst einmal ist es nichts Ungewöhnliches, dass ein Virus mutiert. Das passiert nicht gerade selten. Bei diesen Mutationen verändert das Virus seine Erbinformationen. Dies kann entweder in ganzen Genblöcken passieren oder nur punktuell. Die Punktmutationen treten ziemlich häufig auf: Bis September waren 12.000 allein beim Coronavirus bekannt, berichtet der WDR.

Was passiert gerade in Großbritannien?

Nun gibt es verschiedene Faktoren, die entscheiden, wie ansteckend eine Infektion ist oder welchen Verlauf sie nimmt. Am Ende setzt sich eine Variante durch: die, die am meisten Menschen infiziert. Und genau das passiert gerade in Großbritannien. Die Mutation, von der in den Medien immer wieder berichtet wird, ist dieselbe, die jetzt auch in Bayreuth aufgetaucht ist. Sie heißt B1.1.7.

Das Klinikum Bayreuth schrieb in seinem Statement, dass dieser Virustyp nach derzeitigem Kenntnisstand im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher, wohl aber deutlich ansteckender ist.  Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen. Aber das ist nicht alles. Denn in ersten Studien hätte sich eine weitere Sache gezeigt: Vor allem jüngere Menschen unter 20 Jahren sind für B1.1.7 empfänglich.

Schwerer Krankheitsverlauf durch B1.1.7?

In einer Mitteilung des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) heißt es, dass es derzeit keine Hinweise auf eine erhöhte Infektionsschwere im Zusammenhang mit der neuen Variante gebe. Zudem gehen Experten davon aus, dass der bislang entwickelte Impfstoff auch bei B1.1.7 wirkt, wie der WDR berichtet.

Der Leiter des Gesundheitsamtes Bayreuth, Dr. Klaus von Stetten, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion