Zuletzt aktualisiert am

Coronavirus

Weihnachten in Bayern: Söder gibt Ausblick auf Heiligabend in der Corona-Pandemie

Söder gibt bei einem Besuch des Klinikums in Augsburg einen Ausblick auf Weihnachten 2020. Außerdem sagte er: “Es gibt keinen Grund zur Entwarnung.” 

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) besuchte am Donnerstag (19.11.2020) das Klinikum in Augsburg. Dort erklärte er, dass es noch keine Entwarnung geben könne und gibt einen kleinen Ausblick auf Weihnachten 2020 in Bayern.

“Es soll das Ziel sein, doch im Kreis der Familie feiern zu können, aber da haben wir noch ein Stück Wegstrecke vor uns”, sagte Söder in Augsburg. Weihnachten werde in diesem Jahr anders als gewohnt, weil beispielsweise Weihnachtsmärkte oder große Urlaube fehlten. “Je mehr wir uns in den nächsten Wochen zusammenreißen, desto besser ist es an Weihnachten”, erklärte Söder weiter.

Inzidenz von 50 angestrebt

Man müsse wieder auf einen Inzidenzwert von 50 kommen, denn erst ab diesem Wert könnten die Gesundheitsämter die Kontakte von Infizierten wieder seriös nachverfolgen, sagte Söder nach Angaben des br. Davon sei man allerdings noch weit entfernt.

„Es gibt leider keinen Grund zu Entwarnung. Die Zahlen sind weiter hoch. Nur das Reduzieren von Kontakten kann eine Überlastung der Kliniken verhindern”, erklärt Söder in Augsburg.

In der kommenden Woche werde sich Söder mit den anderen Ministerpräsidenten über die Corona-Maßnahmen beraten. Auf der Facebook-Seite Bayern.de erklärt Söder: “Wir werden nächste Woche beurteilen, ob unsere Maßnahmen ausreichen. Danke allen für die großartige Arbeit in den Krankenhäusern.“

Merkel und Spahn zu Weihnachten

Bereits Anfang November äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Weihnachten. In ihrer Ansprache zur Begründung des Corona-Lockdown erklärte sie: Was an Weihnachten erlaubt sein wird, hänge vom November ab. “Es wird ein Weihnachten unter Corona, aber kein einsames Weihnachten geben”, sagte sie weiter. Sie erklärte auch, dass man hier abwarten müsse, wie sich der Lockdown auf die Corona-Zahlen auswirke.

Auch Jens Spahn (CDU) äußerte sich Mitte November in einem Interview bei RBB-Inforadio zu Weihnachten während der Corona-Pandemie. Weihnachtsfeiern oder andere private Zusammenkünfte mit mehr als zehn oder 15 Personen sieht Jens Spahn „in diesem Winter nicht mehr“.

Auch bei sinkenden Corona-Zahlen, “heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern, als wäre nichts gewesen“. Die Lage verlangt Geduld, sagte der Gesundheitsminister im Interview mit dem RBB-Inforadio.

Neue Corona-Maßnahmen ab 25. November?

In der vergangenen Sitzung der Ministerpräsidenten mit Angela Merkel wurde ein Zwischenbericht zu der Wirksamkeit des Corona-Lockdowns diskutiert. Dort wurde klar, dass sich die Bundeskanzlerin noch strengere Regeln wünscht. Diese wurden allerdings von den Ministerpräsidenten vorerst abgelehnt.

Deshalb wird über diese Vorschläge der Kanzlerin am 25. November erneut diskutiert, die dann ab Dezember gelten könnten. So könnte es ein strengeres Kontaktverbot geben oder private Feiern gänzlich verboten werden.