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Tiere

CSU im Kreis Bayreuth fordert Wölfe zu erschießen, wenn sie sich Waldkindergärten nähern

Die CSU im Bayreuther Kreistag sorgt sich wegen immer mehr Wölfen. Tiere in der Nähe von Menschen sollen deshalb gejagt und erschossen werden.

Die CSU-Fraktion im Bayreuther Kreistag sorgt sich wegen der Ausbreitung der Wölfe. Die CSU will deshalb „sachlich und vernünftig über dieses kritische Thema“ sprechen.

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Tiere, die sich auffällig verhalten oder sich bewohnten Siedlungen nähern sollen deshalb gejagt und erschossen werden.

CSU im Kreis Bayreuth will Wölfe jagen und erschießen lassen

Die Verbreitung des Wolfes in Bayern umtreibt die Bayreuther Kreistagsfraktion der CSU. Sie hat deshalb einen „Antrag über eine gemeinsame Resolution des Kreistages Bayreuth zum Zusammenleben mit dem Wolf“ gestellt. Notfalls sollen die Wildtiere deshalb auch erschossen werden dürfen.

„Der Wolf war schon im Märchen bei den Gebrüdern Grimm ein gefährliches Wesen und eignet sich selbst heute keineswegs zur Wildromantik“, schreibt die CSU-Kreisrätin Sabine Habla. Stellvertretend für die Landkreis-CSU fordert sie eine sachliche und vernünftige Diskussion, „damit das Zusammenleben zwischen Menschen und Wölfen funktioniert.“

Der Antrag ist unterzeichnet von Habla selbst sowie ihren Fraktionskollegen Franc Dierl, Markus Täuber, Michael Codes, Günther Pöllmann, Wolfgang Degen sowie der Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer. Bereits im Mai dieses Jahres forderten Politiker des Bayerischen Landtages, Wölfe erschießen zu dürfen.

Kinder sollen „ohne Zwischenfälle“ in Waldkindergärten gehen dürfen

In ihrem Antrag warnen die CSU-Abgeordneten eindringlich davor, „die Vermehrung des Wolfes zu lange ohne Eingriff, Führung und gegebenfalls Regulierung hinzunehmen.“ Die Resolution soll an das Bayerische Staatsministerium für Umwelt gerichtet sein – „auch um Menschenleben zu schützen“, wie es wörtlich heißt.

Hundehalter, Spaziergänger und Wanderer sollen keine Bekanntschaft mit dem Wolf machen müssen. Kinder sollen sich in Waldkindergärten „ohne Zwischenfälle“aufhalten könne, wie es heißt. Weidetiere bräuchten zudem Schutz – auch im Hinblick auf das Qualitätssiegel „Bayreuther Land“. Im Kreis Bayreuth sind in diesem Jahr mehrere tote Tiere aufgefunden worden.

Wegen Wölfen: CSU im Landkreis Bayreuth fordert Erlaubnis zum Schießen

Die CSU fordert deshalb eine Lockerung des Artenschutzes. Ferner muss die „Entnahme und Bejagung, wenn sich Wölfe auffällig verhalten bzw. sich verstärkt der Besiedlung oder Haustieren annähern“ möglich sein. Das heißt: Wölfe sollen erschossen werden dürfen.

Auf die Art von auffälligem Verhalten oder eine konkrete Distanz zu bewohnten Häusern geht Habla dabei nicht näher ein.