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Straßenverkehr

Das Winter-Virus-Paradoxon: So wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Straßen im Raum Bayreuth aus

Wer im Homeoffice sitzt, braucht sein Auto nicht. Trotzdem haben die Gelben Engel des ADAC im Raum Bayreuth viel zu tun. Das steckt dahinter. 

Schnee und Eis auf den Straßen im Raum Bayreuth: Auf der einen Seite sind aufgrund der Corona-Pandemie und den Maßnahmen gegen eine weitere Verbreitung des Virus weniger Menschen auf den Straßen unterwegs. Auf der anderen Seite hat der ADAC Mitarbeiter der Gelben Engel aus deren Urlaub zurückgeholt. Wie das zusammenpasst? Das bt hat nachgefragt.

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Wintereinbruch im Raum Bayreuth: Schnee und Eis auf den Straßen und die Folgen

In der Nacht zum Montag (8.2.2021) hatte es in Oberfranken aufgrund starker Schneefälle Verkehrsbehinderungen und zahlreiche Verkehrsunfälle gegeben. Der Berufsverkehr am Dienstagvormittag verlief dagegen „erstaunlich gut“. Das berichteten Sprecher der Verkehrspolizei Bayreuth, der Polizei Bayreuth-Stadt und -Land gleichlautend.

„Der ADAC warnt regelmäßig mit Einsetzen von Frost und winterlichen Straßenverhältnissen vor zu schnellem und unbedachten Fahren. Leider kommt es dennoch in jedem Winter erneut zu zahlreichen Unfällen und Behinderungen“, schreibt Dennis Heldt , einer der Pressesprecher des ADAC für Nordbayern, auf Anfrage des bt. Runter vom Gas, kein hektisches Bremsverhalten und viele dieser Unfälle wären vermeidbar, so Heldt weiter.

Das Winter-Virus-Paradoxon: So wirkt sich die Corona-Pandemie auf den Straßen im Raum Bayreuth aus

Viele auch langjährige und erfahrene Autofahrerinnen und Autofahrer würden die Gefahren im Winter, unterschätzen wenn ihnen bisher noch nichts passiert ist. „In diesem Jahr ist der Winter weniger mild als zuletzt, dadurch kommt es auch vermehrt zu Unfällen.“ Trotzdem aber zeigte sich die Polizei in ihren drei Zuständigkeitsbereichen im Raum Bayreuth erfreut, dass es im Berufsverkehr am Dienstagvormittag so wenig Einsätze wegen Verkehrsunfällen aufgrund der winterlichen Witterung gegeben hatte. „Aufgrund des Lockdowns beobachten wir ein verringertes Verkehrsaufkommen, was sich sicherlich mit dem Rückgang der Polizeieinsätze deckt“, sagt Dennis Heldt.

Weniger Unfälle durch Corona-Maßnahmen. Das Problem ist ein anderes

Zusammenfassung: Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie (Beispiel: Homeoffice) sind weniger Menschen auf den Straßen unterwegs. Dadurch gibt es weniger witterungsbedingte Unfälle. Dass es solche Unfälle gibt hat kurz gesagt etwas mit den Erfahrungen jedes einzelnen Autofahrers zu tun. Fragt sich nur, warum der ADAC seine Gelben Engel aus dem Urlaub zurückgeholt hat. Hier ist die Antwort:

„Unsere Gelben Engel sind aktuell aber stärker gefordert, was an den ungewöhnlich niedrigen Temperaturen liegt und wir registrieren ein erhöhtes Pannenaufkommen. Hauptursache sind Probleme mit der Batterie, was einerseits auf die Kälte zurückzuführen ist, andererseits auch auf die längeren Standzeiten aufgrund von Homeoffice und Lockdown. Um unseren Mitgliedern bestmöglich zu helfen wurden unter anderem auch Kolleginnen und Kollegen aus dem Urlaub aktiviert.“

(Dennis Heldt, Sprecher ADAC Nordbayern)

Bayreuther Tagblatt - Raphael Weiß

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Raphael Weiß