Zuletzt aktualisiert am

Demo

Demo gegen Corona-Maßnahmen: Autokorso in Oberfranken “Söder muss weg!”

In Hof (Oberfranken) haben am Montag (22.2.2021) Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. Die Demo fand in Form eines Autokorsos statt. 

In Hof hat am Montag (22.2.2021) ein Autokorso stattgefunden. Dabei protestierten die Teilnehmer gegen die Corona-Politik der Regierung. In Form eines offenen Briefs haben sich Brauereien an die Öffentlichkeit gewandt: Eine Welle von Insolvenzen drohe.

Anzeige

Menschen in Hof protestieren gegen Corona-Politik: Autokorso durch die Stadt

Laut hupend fuhren am Montag mehrere Autos als Teil eines Autokorsos durch Hof. Aufgrund der Corona-Situation hatte die Stadt Hof die Teilnehmerzahl per Auflagenbescheid auf 20 Autos, die in einem Korso durch die Hofer Innenstadt fahren durften, beschränkt. Insgesamt haben laut Aussagen der Polizei jedoch etwa doppelt so viele Fahrzeuge teilgenommen.

Der Einsatzleiter der Polizei hielt sich allerdings streng an die Vorgaben des Ordnungsamtes und erlaubte nur 20 Autos zwischen dem Start- und Schlussfahrzeug. Die restlichen Fahrer reihten sich zwar dahinter an, konnten aber keine Ausnahmen von den Verkehrsregeln oder auch beziehungsweise gesperrte Kreuzungen in Anspruch nehmen.

“Hof steht auf”: Autos fahren hupend durch die Stadt

Um die Demo im Auto möglich zu machen, mussten sämtliche Seitenstraßen und Kreuzungen entlang der Strecke durch die Polizei gesperrt werden. Ein Teilnehmer streamte seine Fahrt live auf Facebook. Vor ihm fuhr ein Auto mit einem großen Aufkleber auf der Heckscheibe. “Söder muss weg” stand dort geschrieben. Mit den Worten “Hof steht auf” hat der Mann das Video der Aktion bei Facebook versehen.

Trotz deutlicher Ankündigung zur Überwachung, ließen sich zwei Fahrer hinter dem Korso zu Rotlichtverstößen hinreißen, berichtet die Polizei. Um die Beeinträchtigungen des Verkehrs so gering wie möglich zu halten, war zur Betreuung des Versammlungszuges eine Vielzahl von Polizisten eingesetzt. Tatsächlich kam es nur zu geringen Störungen, lediglich in der Pfarr staute sich etwas der Verkehr. Ein Bayreuther Tätowierer hat wegen ausbleibender Corona-Hilfe nackt protestiert. Andere Selbstständige haben sich daraufhin ebenfalls ausgezogen.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion