Die Initiatoren der Mehrbox (v.l.) Markus Porsch. Theresa Funk, Georg Gutheil und Lucas Uhlig.

Die Mehrbox: Bayreuther Studenten wollen Essen-to-go revolutionieren

Vier Studenten der Uni Bayreuth starten ein nachhaltiges Projekt: die sogenannte “Mehrbox”. Verschiedene Bayreuther Restaurants sollen das Essen, dass man sich To-Go holen kann, darin anbieten – statt Einwegplastik zu nutzen. Das Bayreuther Tagblatt hat mit den Initiatoren über das Projekt gesprochen. Ein Video finden Sie über dem Text.

Eine Box aus Zuckerrohr

“Die Box besteht aus Bio-PE, einem Biokunststoff” sagt Markus Porsch. Dahinter verbirgt sich Zuckerrohr. Also ein Rohstoff, der immer wieder nachwächst. Sie sei damit frei von Schadstoffen und habe eine bessere Ökobilanz als Einwegprodukte. Bisher gibt es die Mehrbox in einer Größe: quadratisch und mit einem Fassungsvermögen von 1,25 Litern. “Die Form und Größe bietet sich für verschiedene Restaurants an und ist auch auslaufsicher” erklärt er. Je nachdem, wie das Feedback von Kunden und Restaurant-Inhabern sei, wären Änderungen natürlich vorbehalten.

Mehrbox aus nachhaltigem Biokunststoff

So sieht die Box aus Bio-PE aus. Foto: red

Testwoche im Frischraum

“Wir wollten ein Produkt, dass langlebig ist. Die Box soll man deutlich mehr als 100 Mal verwenden können. Das testen wir gerade im Frischraum der Uni Bayreuth”, sagt Lucas Uhlig. Die Mehrbox wandere dort nach jedem Essen in die Spülmaschine. Ist die Testwoche erfolgreich, kommt die Box an die Bayreuther Kooperationspartner. Von knapp 20 kontaktierten Bayreuther Gastronomen, hätten gut zwei Drittel Interesse, die Box auszuprobieren, sagt Georg Gutheil.

Wie das Pfand-System funktionieren soll

Wer sich Essen in der Mehrbox bestellt, zahlt einen zusätzlichen Pfandbetrag. Wenn man die Box leer gegessen hat, kann man sie anschließend in einem der Restaurants, die bei der Aktion mitmachen entweder zum Reinigen abgeben und bekommt das Pfand wieder, oder man lässt sie direkt neu mit Essen befüllen. “Wir möchten weg vom Einwegplastik kommen und umweltbewusst handeln. Durch die verschiedenen Kooperationspartner, hat der Kunde viele Möglichkeiten, das Pfandsystem zu nutzen”, sagt Uhlig. Wer die Partner werden, bleibt vorerst aber noch geheim.

Ein eigenes Geschäftsmodell

Lucas Uhlig, Markus Porsch und Theresa Funk – allesamt Studenten im Bereich BWL – sowie Georg Gutheil, der Wirtschaftsingenieurwesen studiert, haben sich in einem gemeinsamen Seminar kennen gelernt. Dabei sollten sie im Team ein eigenes Geschäftsmodell erarbeiten. Die vier haben sich bewusst für ein Modell mit Nachhaltigkeit entschieden. “Wir haben gemerkt, dass wir selbst zu wenig nachhaltig leben und uns gefragt, was es im Alltag bräuchte, damit es einem leichter fällt” erzählt Lucas Uhlig. “Daraus ist dann die Idee zur Mehrbox entstanden”, ergänzt er.

Am kommenden Freitag, den 12. Juli steht um 14 Uhr ein öffentlicher Pitch in der Uni Bayreuth in Gebäude H.36 an. Interessierte können sich unter info@mehrbox.de an das Team wenden.

Die Initiatoren der "Mehrbox" (v.l.) Markus Porsch. Theresa Funk, Georg Gutheil und Lucas Uhlig.

Die Initiatoren der “Mehrbox” (v.l.) Markus Porsch. Theresa Funk, Georg Gutheil und Lucas Uhlig. Foto: red

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