Entscheidung gefallen: Die Ampel kommt

Die Entscheidung ist gefallen. Die Stadt wird die angekündigte Bedarfsampel in der Riedinger Straße errichten. Das bayerische Innenministerium hatte der Stadt aufgetragen, das zu prüfen. Der Grund: Der Zebrastreifen, den es seit 2017 zwischen Cybex und Real gab und der vor einer Woche entfernt werden musste, war nach der Straßenverkehrsordnung gar nicht erlaubt.

Foto: Thorsten Gütling

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Allerdings wird es noch einige Wochen dauern, bis die Ampel tatsächlich errichtet wird, wie es auf Nachfrage bei der Stadt heißt. Nicht nur, weil die Ampel erst noch beschafft werden müsse. Sie müsse auch installiert und programmiert werden, was Tiefbauarbeiten mit sich bringe. Dafür wiederum brauche es Fachfirmen, die aufgrund derzeit florierender Baukonjunktur schwer zu bekommen seien. Zu guter Letzt müssten die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben werden, wobei es Fristen zu wahren gebe.

“Die Realisierung lässt sich nicht innerhalb weniger Wochen bewerkstelligen.

(Joachim Oppold, Sprecher der Stadt Bayreuth)

Das Straßenverkehrsamt werde daher vor Ort nochmals prüfen, ob bis zur Installation der Ampel weitere Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Sicherheit für die Fußgänger zu erhöhen. Welche Maßnahmen das sein könnten, konnte der Sprecher der Stadt auf Nachfrage nicht sagen. Wohl aber, was eine solche Ampel die Stadt kosten wird.

Die Kosten für Anschaffung, Installation und Programmierung schätzt das Tiefbauamt demnach auf insgesamt 35.000 Euro. Hinzu kommen etwa 2.500 Euro pro Jahr an Wartungs- und Unterhaltskosten.

Im Internet hatten Bürger den Zebrastreifen als “Gefahrenquelle Nummer eins” in Bayreuth bezeichnet und von “vorgegaukelter” Sicherheit gesprochen. Anfang Februar nahm sich das Bayreuther Tagblatt der Sache an. Nachfragen bei der Polizei ergaben, dass die die Stadt bereits im Jahr 2017 vor der Errichtung des Zebrastreifens gewarnt, das Rechtsreferat der Stadt die Sache aber anders beurteilt hatte.

Fußgängerüberwege dürfen nur angelegt werden, wenn nicht mehr als ein Fahrstreifen je Richtung überquert werden muss. Dies gilt nicht an Kreuzungen und Einmündungen in den Straßen mit Wartepflicht.

(§ 26, Verwaltungsvorschrift der Straßenverkehrsordnung)

Die Regierung von Oberfranken erklärte daraufhin, dass ihr die Hände gebunden seien. Das bayerische Innenministerium schließlich rief zur Ortsbegehung auf. Wenige Tage später entfernte die Stadt den Zebrastreifen und kündigte die Prüfung der Ampellösung an, für die sich die Stadt jetzt entschieden hat.