Aktualisiert am

Bayreuther Stadtrat

Ex-Basketball Trainer Georg Kämpf im Bayreuther Stadtrat: “Es geht immer um das Beste für Bayreuth!”

Georg Kämpf (63) sitzt für die Bayreuther Gemeinschaft im Bayreuther Stadtrat. Bei der Kommunalwahl 2020 holte der Ex-Basketballer über 7.000 Stimmen.

Georg Kämpf (63) sitzt für die Bayreuther Gemeinschaft im Bayreuther Stadtrat. Bei der Kommunalwahl 2020 holte der Ex-Basketballer über 7.000 Stimmen. Der 63-Jährige hat vor allem ein Ziel: “Ich will nur das Beste für Bayreuth.”

Stadtrat für die Bayreuther Gemeinschaft (BG)

Kämpf hat sich bewusst gegen eine Partei und für die Bayreuther Gemeinschaft entschieden. “Wir sind eine Wählergemeinschaft, die nur das Beste für Bayreuth will”, sagt Kämpf. Deswegen gehe es ihm auch nicht darum schwerpunktmäßig eigene Inhalte durchzusetzen, sondern abzuwägen, was das Beste für Bayreuth ist. “Von allen Fraktionen können gute Vorschläge kommen”, sagt der neu gewählte Stadtrat. Von wem ein guter Vorschlag kommt, ist egal. Hauptsache ist, dass das Wohl der Stadt und das der Bayreuther im Vordergrund bei der Entscheidung stehen.

Mehr Frauen im Stadtrat

Trotzdem ist Georg Kämpf enttäuscht vom Wahlergebnis der BG. “Ich hätte mir für uns den ein oder anderen Platz mehr gewünscht”, sagt er. Er sei vor allem traurig, dass so wenig Frauen in den Stadtrat gewählt wurden. “Ich denke, dass ein ausgewogeneres Verhältnis von Männern und Frauen dem Stadtrat gut tun würde.” Denn Frauen hätten oft einen anderen Zugang zu den Themen als Männer. Kämpf weiß wovon er spricht, da er daheim in der Unterzahl ist. “Ich habe ein Frau und drei Töchter”, schmunzelt er. Deshalb hätte der einstige Basketballer der Frauenliste auch mehr Plätze im Stadtrat gewünscht. Am Ende kam für die Frauenliste nur ein Sitz heraus. “Die haben ein paar Plätze mehr verdient.”

“Alles Extreme ist problematisch”

Der AfD und der Linken steht Kämpf eher kritisch gegenüber. “Alles Extreme ist problematisch”, sagt Kämpf. Doch er differenziert noch einmal genauer, zwischen den beiden Parteien. “Die AfD ist nicht an konstruktiver Arbeit interessiert, sondern eher destruktiv.” Deswegen sei er traurig, dass sie zwei Plätze erhalten haben. Die Linke habe zumindest in anderen Bundesländern bewiesen, dass sie zu konstruktiver Arbeit bereit sind. Aber: “Es sollten im Stadtrat keine extremen Parteien vertreten sein”, findet er.

Coronavirus beeinflusst Leben

Covid-19 beeinflusst das Leben Kämpfs, wie das aller anderen Menschen auch. “Ich bleibe daheim und meide soziale Kontakte”, sagt der Politiker. Das Haus verlässt Familie Kämpf nur, um einzukaufen oder mit dem Hund raus zu gehen. “Meine jüngste Tochter hab ich heim geholt. Sie studiert in Augsburg.” Doch trotzdem ist das Leben bei den Kämpfs gerade spannender als bei anderen Familien. Denn Kämpfs älteste Tochter lebt in Frankfurt und erwartet ihr drittes Kind. “Wenn es los geht, bin ich der Back-Up. Ich muss dann hinfahren und auf meine Enkelkinder aufpassen”, erzählt der 63-Jährige.

Als ehemaliger Basketball-Trainer hat er auch eine Meinung zu der aktuellen Situation im Sport. “Es gab keine andere Möglichkeit als so zu reagieren.” Jedoch sollte seiner Meinung nach das Saisonende bekannt gegeben werden. “Sport ist eine schöne Nebensache, muss aber aktuell in den Hintergrund rücken.” Denn derzeit gäbe es wichtigeres.