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Fridays For Future

Fridays For Future in Bayreuth: Mahnwache vor Siemens wegen Australien

Am Freitagmittag, den 10.01.2020, hielten die Anhänger der Fridays For Future Bewegung eine Mahnwache vor dem Siemens Gebäude in Bayreuth ab.

Am Freitagmittag, den 10.01.2020, hielten die Anhänger der Fridays For Future Bewegung eine Mahnwache vor dem Siemens Gebäude in Bayreuth ab. Auch in 33 anderen Städten in Deutschland protestierten die Anhänger vor den Gebäuden des Konzerns. Die Fridays For Future-Gründerin Greta Thunberg ist oft in den Medien: Warum bt-Redakteur Christoph Wiedemann schon beim Lesen von „Greta Thunberg“ kotzen könnte – ein Kommentar.

So lief die Mahnwache in Bayreuth

Um die 40 Aktivisten versammeln sich vor dem Siemens-Gebäude in Bayreuth. Die Aktivisten protestieren, weil das Unternehmen überlegt, sich an der Adani Kohlemine in Australien zu beteiligen. Die abgebaute Kohle solle mit einer Bahn abtransportiert werden. Für die Bahn soll Siemens die Signalanlage liefern.

“Wir haben das erst gestern Abend organisiert. Deswegen finde ich es super, dass trotzdem so viele gekommen sind”, sagt Magdalena Schlags, eine der Organisatoren dieser Demonstration. Die Mahnwache dauerte rund eine Stunde in Bayreuth.

Diese Mine wird momentan allerdings noch nicht gebaut. Nach ihrer Fertigstellung, wäre sie eine der größten Kohleminen der Welt. Das Problem laut Fridays For Future ist, dass sie zusätzlich 705 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen würde, heißt es von den Aktivisten.

Was sagt Siemens dazu? 

Christian Wilson, Pressesprecher von Siemens, versteht nicht, warum das Thema auf einmal so aufgebauscht wird, denn seit der Anfrage des Minenbaus sind mittlerweile ein paar Jahre vergangen. Er erklärt die Begebenheiten wie folgt: 

Der Adani Konzern kommt aus Indien. Wegen der rasch wachsenden Bevölkerung, wird immer mehr Energie benötigt, um genügend Strom zu erzeugen. Indien gewinnt seine Energie hauptsächlich aus Kohle, hat aber selbst nicht genug Reserven – im Gegensatz zu Australien. “Der Adani Konzern hat alle erforderlichen Umweltauflagen erfüllt. Sogar die großen politischen Parteien Australiens unterstützen die Mine”, sagt Wilson.

Der Pressesprecher betont, dass Siemens sich verpflichtet hat, bis 2030 Klimaneutral zu werden und das schon jetzt hart daran gearbeitet wird. Den bisherigen Erfolg erläutert er wiefolgt:  “Unsere Kunden haben mit unseren Produkten in den letzten zwei Jahren bis jetzt über 630 Millionen Tonnen CO2 eingespart.” Trotzdem will sich der Konzernchef Joe Kaeser die Sache mit der Mine nochmal durch den Kopf gehen lassen. Bislang steht eine endgültige Entscheidung noch aus.

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler