Gegen Coffee-to-Go: Uni Bayreuth steigt auf Mehrweg um

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Die Universität Bayreuth will ökologischer werden, die Umwelt schonen und einen grünen Fußabdruck hinterlassen. Deshalb werden Einwegbecher aus Kaffeeautomaten von der Uni Bayreuth verbannt. Ein neues und an deutschen Unis einzigartiges Mehrwegsystem ist ab, Freitag, den 25. Oktober, auf dem Campus verfügbar.

Weg mit den Einwegbechern

Die Kaffeeautomaten der Firma Dallmayr, die auf dem Campusgelände verteilt stehen, sind nun mit Mehrwegbechern ausgestattet. Die vorherigen Pappbecher wurden aus den Automaten entfernt. Nun gibt es 100-Prozent recyclebar Becher, die aus Bio-Zuckerrohr Basis hergestellt sind.

380.000 Einwegbecher will die Uni damit einsparen. “Ich konnte diese Zahl gar nicht glauben”, sagte der Präsident der Universität Bayreuth, Stefan Leible. UBT-Cup heißen die neuen Mehrwegbecher. An allen Kaffeeautomaten an der Uni und an den Becherausgabeautomaten gibt es die neuen UBT-Cups, die mit einem Strichcode versehen sind.

Denn mittels dieses Codes können die Rücknahmeautomaten erkennen, ob es sich bei dem Einwurf wirklich um einen Becher der Uni Bayreuth handelt. Hier stellte die Uni sieben Automaten für die Rücknahme auf.

Emotionales Projekt an der Uni Bayreuth

Stefan Heuberger von der Alois Dallmayr Automaten-Service GmbH & Co. KG hat bei der Entwicklung der UBT-Cups mitgeholfen: “Ich habe selbst hier an der Uni studiert, weshalb es ein emtotionales Thema ist.” Das System  dahinter entwickelten Dallmayr und die Uni gemeinsam. Dabei geht es dann auch um das Spülen der Becher.

Ein Mehrwegbecher muss “mindestens 20 Mal benutzt werden”, um ökologischer zu sein, als ein Einwegbecher, sagt Heuberger. Denn Mehrweg sei nicht immer gut und Einweg sei nicht immer schlecht, gibt er zu bedenken.

UBT-Cup: bis zu 300 Spülvorgänge

Josef Trost, Geschäftsführer vom Studentenwerk Oberfranken, war einer der Initiatoren dieses Projekts. Er sagt, dass der UBT-Cup sogar bis zu 300 Spülvorgänge überlebt. Ergo ein Mehrwertbecher, der ökologisch ist. 60.000 Euro kostet der Aufbau dieses Systems. Die Universität Bayreuth übernimmt davon 5.000 Euro, erklärt Trost.

Allerdings spart sich die Uni die Einwegbecher und die Studenten Geld beim Kaffeetrinken, da der Kaffee 1,10 (330ml) oder 0,80 Euro (180 ml) kosten wird. Die Studierenden zahlen dies mit ihrer Studierendenkarte. “Wir können unseren Kaffee dank Herrn Trost nun mit einem besseren Gewissen trinken”, würdigt Präsident Leible den Einsatz von Trost.