Gesunde Ernährung mit Marika Bange: Rotkohlstrudel (Teil 4)

Im vierten Teil unserer Serie „Gesunde Ernährung mit Marika Bange“ haben wir mit ihr einen Rotkohlstrudel zubereitet. Über die entgiftende Wirkung von Rotkohl hat sie mit uns bereits bei unserem letzten Treffen gesprochen. Deswegen schauen wir uns noch ein paar der anderen Zutaten an. Der Apfel, den Marika Bange für die Füllung dazu gibt, hat eine besondere Bedeutung für den Darm. Das Kohlenhydrat bindet dort die Giftstoffe und leitet sie aus dem Körper. Derselbe Wirkstoff ist in der Birne und der Quitte enthalten. Walnüsse haben Omega-3-Fettsäuren. Diese reagieren empfindlich auf Hitze und sollten erst zum Schluss hinzugefügt werden. Die Wacholderbeeren, die ebenfalls in die Füllung kommen, regen die Nierentätigkeit an. Das ist wichtig, da die Niere ein Ausscheidungsorgan ist. Darüber hinaus ist die Wacholderbeere eines der ältesten heimischen Gewürze und trägt salzige, süße, bittere und saure Geschmackskomponenten in sich. Das macht sie perfekt für die herzhafte und die süße Küche. Für alle, die Probleme mit einem übersäuerten Magen haben, ist die Kartoffel ein Helfer. Sie neutralisiert ein saures Magenmilieu.

Kommen wir zur Maronencreme. Die Edelkastanie hat einen hohen Anteil an Nährstoffen: Calcium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Durch den Mineralgehalt haben auch sie eine entsäuernde Wirkung. Mit hinein kommt die Petersilienwurz, also die Wurzel der Petersilie. Diese wirkt verdauungsanregend. Knoblauch und Zwiebeln sind stark antibakteriell und entzündungshemmend, sowohl in roher als auch gekochter Form.

Wer steckt dahinter?

Marika Bange führt eine Kochschule, arbeitet als Ernährungscoach und bietet für Firmen betriebliches Gesundheitsmanagement an. Im ersten Teil haben wir uns der Gewürzmischung “Dukkah” gewidmet. In Teil zwei bereiteten wir einen leckeren Rote-Beete Salat zu. Im letzten Artikel haben wir einen Blaukrautcappucino gekocht. In den folgenden Wochen werden weitere Artikel zum Thema gesunde Ernährung erscheinen. Anbei finden Sie das Rezept zum Nachmachen.

Das Rezept zum Nachmachen

Strudelteig

200 g Dinkelmehl

100 g Reismehl

20 g Butter

1 Ei (45 g) insgesamt 130 ml Flüssigkeit

1 Prise Salz

Die Teigzutaten gut miteinander verkneten, in eine Folie packen und an einem warmen Ort ca. 30 Minuten ruhen lassen, am Besten dünn mit Butter bestreichen, damit die Oberfläche nicht austrocknet.

Füllung

600 g Blaukraut

1 Zwiebel

1 Apfel

2 Lorbeer

5 Wacholderbeeren

40 g Walnüsse

2 EL Apfeldicksaft

2 EL Balsamico

Salz, Pfeffer

100 g Sahne geschlagen

Gemüse fein hobeln, Zwiebeln und in Würfel geschnittenen Apfel, anbraten bis sie glasig sind, Blaukraut hinzugeben, Gewürze hinzugeben und schmoren lassen, mit Salz, Pfeffer, Apfeldicksaft abschmecken. Den Strudelteig auf einem großen Handtuch sehr dünn zu einem Rechteck ausrollen, mit weicher Butter bestreichen, die Füllung verteilen etwas geschlagene Sahne verteilen und an den Seiten über die Füllung schlagen. Vorsichtig aufrollen, auf ein vorbereitetes Backblech setzten, mit Butter bestreichen und bei 200 Grad ca. 50 – 60 Minuten backen.

Maronencreme

½ Petersilienwurz

1 Pck. Maronen

300 ml Gemüsetee

100 ml Sherry (alternativ Rotwein; wenn Kinder dabei sind: Trauben- oder Apfelsaft)

1 Zwiebel

50 ml Sahne

½ Stange Lauch

5 Wacholderbeeren

1 Lorbeerblatt

Salz, Pfeffer, Knoblauch

Maronen, Lauch, Petersilienwurz, Zwiebel, Knoblauch klein schneiden, anbraten, mit Sherry ablöschen, Gemüsetee, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt hinzufügen und köcheln lassen. Sahne hinzufügen, mit Salz, Pfeffer abschmecken und fein mixen, bis eine schöne Textur entsteht. Vielleicht noch etwas Flüssigkeit hinzufügen, so viel bis eine dickliche Creme entsteht.