Graffiti: Bayreuther will “Schmierereien” kostenlos entfernen

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Seit Monaten halten mehrere Sprayer die Polizei im Stadtgebiet auf Trapp. Egal ob Brücken, Hauswände oder Stromkästen, die Graffiti sind überall zu finden. Jetzt hat sich ein Bayreuther gemeldet, der die “Schmierereien” zwar nicht angebracht hat, sie aber gerne in seiner Freizeit entfernen möchte.

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Nach der Berichterstattung des Bayreuther Tagblatts über die polizeilichen Ermittlungen zu den Bayreuther Sprayern hat sich ein Leser bei der bt-Redaktion gemeldet. Der Bayreuther Constantin Schenck schlägt vor, freiwillig die Schmierereien entfernen zu wollen. Dafür sucht er nun Gleichgesinnte.

Constantin Schenck bietet sich an freiwillig die Graffiti in der Stadt zu entfernen. Foto: Privat

Der 39-Jährige gehe oft mit seinem Hund am Mistelbach entlang spazieren. Auf seinem Weg würden ihm die Graffiti an den Brücken und Stromkästen immer wieder ins Auge stechen.

Der Weg am Mistelbach entlang unterhalb des Hotel Rheingolds in Richtung Rathaus II ist meine Lieblingsstrecke. Es ist wirklich schade, dass die Brücken so beschmiert werden. Eines Tages dachte ich mir, dass die Brücke einen neuen farblichen Anstrich verdient. Das wäre auch der perfekte Ausgleich für meinen Job als Büroangestellter.

(Constantin Schenck)

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Schenck arbeitet als Schreibkraft. Nach seiner täglichen Arbeit vor dem Computer brauche er die Bewegung im Freien. Wenn er dann noch etwas Gutes tun könne, sei das die optimale Kombination.

Ich arbeite gerne im Freien. Wenn sich noch ein paar andere Leute finden würden, wäre das doch eine super Sache.

(Constantin Schenck)

Teure Angelegenheit

Im Regelfall entfernt die Stadt Bayreuth die illegalen Graffiti sehr zügig. Denn einmal angesprühte Flächen würden andere Sprayer nur dazu animieren es ihnen gleichzutun. Trotz allem ist das Entfernen der Schriftzüge eine kostspielige Angelegenheit. Denn mit Schwamm und Wasser alleine komme man nicht weit. Man brauche spezielle Mittel, so der Graffiti-Sachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt, Werner Rochholz. Umso beeindruckender sei es, wenn sich Freiwillige melden, die die Stadt bei ihrer Arbeit unterstützen möchten.