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Schule

Grundschule im Kreis Bayreuth muss doch nicht schließen

Wegen zu geringer Schülerzahlen drohte der Grundschule Schnabelwaid eine temporäre Schließung. Eine Bürgerinitiative und verschiedene Politiker setzten sich für den Erhalt der Schule ein. Jetzt muss die Schule doch nicht schließen. 

Die Grundschule Schnabelwaid muss nun doch nicht schließen. Verschiedene Politiker, Eltern und Kinder setzten sich für den Erhalt der Schule ein. 

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Update vom 26.8.2020 um 12:50 Uhr: Grundschule muss nicht schließen

Wie CSU-Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer aus dem Ministerbüro erfahren hat, stimmt das Kultusministerium einer Sonderlösung für das Schuljahr 2020/2021 zu, damit der kleine Schulstandort Schnabelwaid doch gesichert bleibt. Da die Schüler-Delle nur das kommende Schuljahr betrifft und es bereits ab 2021/2022 wieder aufwärts geht, werden die entsprechenden Lehrerressourcen bereitgestellt.

„Damit wird deutlich, dass Bayern zur Standortgarantie für kleine eigenständige Grundschulen steht und sich offen für temporäre Zwischenlösungen zeigt“, sagt Brende-Fischer, Mitglied im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags. Nachdem die angedachte Schließung der Grundschule am Donnerstag (17.8.2020) bekannt wurde, wandte sich die Bayreuther Abgeordnete sofort an Staatsminister Michael Piazolo. Brendel-Fischer sagt zudem, ihr sei bewusst, dass die mutigen Investitionen der Gemeinde Schnabelwaid in Sachen Baulanderschließung und Stärkung der vorschulischen Einrichtungen mit dem Erhalt des Schulstandortes eng verflochten seien.

Wegen zu geringer Schülerzahlen soll die Grundschule Schnabelwaid für ein Jahr schließen. Landrat Florian Wiedemann (Freie Wähler) setzt sich dafür ein, dass die Grundschule in Schnabelwaid erhalten bleibt. Auch eine Bürgerinitiative setzt sich für den Erhalt der Schule ein und sammelt Unterschriften.

Grundschule im Kreis Bayreuth soll schließen: Landrat setzt sich für Erhalt ein

Landrat Florian Wiedemann hat sich in einem Schreiben an den Staatsminister für Unterricht und Kultus, Prof. Dr. Michael Piazolo gewandt. Darin setzt er sich für den Erhalt der Grundschule Schnabelwaid ein.

Die Grundschule Schnabelwaid – wenn auch nur für ein Jahr – wegen zu niedriger Schülerzahlen zu schließen, sei in vielerlei Hinsicht nicht nachvollziehbar, schreibt Wiedemann. „Die Empörung sowohl der betroffenen Eltern als auch der Lehrer und der Bürgerschaft der Gemeinde Schnabelwaid kann ich gut verstehen, da sie in unzumutbarer Weise überaus knapp vor Schulbeginn vor vollendete Tatsachen gestellt wurden“, fügt der Landrat hinzu.

„Große Unannehmlichkeiten für Schüler“ bei Schließung der Grundschule Schnabelwaid

Dass die Schließung sich lediglich auf ein Jahr beschränken soll, mache die Sache nicht wesentlich besser. Die Grundschüler wären durch das Hin- und Herwechseln in die Schule nach Creußen und nach einem Jahr wieder zurück von großen Unannehmlichkeiten betroffen, schreibt Wiedemann dem Kultusminister. Dies könne einem pädagogisch erfolgreichen Unterrichtsgeschehen nicht zuträglich sein. Deshalb bittet Wiedemann den Minister darum, „alles was notwendig ist, zu tun, um den Erhalt der Grundschule zu sichern.“

„Zu bedenken ist auch, dass Grundschüler unter der Coronakrise nicht nur psychisch am stärksten leiden, sondern diese Entscheidung auch die Vorgaben der Behörden zur Eindämmung der Corona-Pandemie konterkariert. Dies ist der Bürgerschaft nicht zu vermitteln.“

(Landrat Florian Wiedemann in seinem Brief an den Kultusminister)

Auch Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer (CSU) hat sich für den Erhalt der Schule eingesetzt. 

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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