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Wohnen

Hier sollen 700 neue Wohnungen in Bayreuth entstehen: Auch Gastronomie und Kita sind geplant

Die Zapf GmbH möchte am Kreuzstein in Bayreuth ein neues Misch- und Wohngebiet mit 700 neuen Wohnungen aufbauen. Das Projekt war beim Bauausschuss am 13.07.2021 ein großes Thema.

700 neue Wohnungen sind in Bayreuth geplant: Die Firma Zapf will in Bayreuth eine große Wohnanlage errichten. Auf dem Firmengelände am Kreuzstein soll diese gebaut werden. Das hatte die Firma bei einem Pressegespräch vor etwa zwei Wochen verkündet.

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Zu diesem Projekt tagte am 13.07.2021 im Bayreuther Rathaus erstmals der Bauausschuss des Stadtrats.

Misch- und Wohnquartier Kreuzstein: 700 neue Wohnungen in Bayreuth

Ulrich Meyer zu Helligen von der Stadt Bayreuth stellte in der Bauausschusssitzung den Bebauungsplan für das sogenannte „Misch- und Wohnquartier Kreuzstein“ vor. Auf etwa 70.000 Quadratmetern sollen insgesamt 700 neue Wohnungen in Gebäuden mit vier bis acht Stockwerken entstehen. Die anliegenden Radwege sollen zukünftig auch über eine Brücke mit dem Universitätsgelände verbunden werden.

Auch interessant: In der Stadt sollen weitere Wohnungen entstehen. In einem denkmalgeschütztem Gebäude soll sich nun etwas tun.

Neben den Wohnungen sind allerdings auch noch die Schaffung anderweitiger Räume geplant. So sind neben einer Kindertagesstätte auch gastronomische Einrichtungen in den ersten beiden Geschossen vorgesehen, um das Gebiet lebendiger zu gestalten. Grünen-Fraktionsvorsitzende Sabine Steininger setzte sich hierfür besonders ein: „Es ist schön, dass hier nicht der vierte Discounter in der Nürnberger Straße aufgestellt werden soll, sondern mal ein paar Cafés.“

Grünflachen durchziehen neues Bayreuther Wohngebiet

Abgesehen von dem Wohnhäusern und dem Gewerbegebiet im Nordosten der Fläche, wo sich auch der Hauptsitz der Zapf GmbH befindet, soll das Gebiet von viel Grünfläche durchzogen werden. Um in diesem Zuge eine angenehme Park-Atmosphäre zu schaffen, ist außerdem die Freilegung des Tappert geplant. Dieser solle das Gebiet nicht nur verschönern. Denn durch den Bach könne dann entsprechend Wasser geleitet werden und es können sich Pflanzen ansiedeln.

Das Areal soll nach den Angaben von Ulrich Meyer zu Helligen weitgehend frei von Autos bleiben, dennoch wird es an der Nürnberger Straße eine Ampel geben, um die Anlage verkehrssicher zu gestalten. Laut Meyer zu Helligen habe man zwar die Möglichkeit eines Kreisverkehrs untersucht, dies sei aber aus Platzgründen nicht möglich.

Viel Zustimmung – Gebiet sei „ein Rohdiamant“

Der Vorschlag erntete von allen Parteien großen Zuspruch. Christopher Süss (JB) freute sich sehr über das Projekt: „Ich finde, diese Fläche ist in Bayreuth ein echter Rohdiamant und wir sind auf dem besten Weg, ihn zu schleifen. Es ist wichtig, dass wir dringend benötigte Wohnräume schaffen.“

Sabine Steininger (Grüne) bemerkte, dass bei der Planung schon an sehr viele Dinge gedacht wurde, die häufig erst später beachtet werden, wie das Wassermanagement über den Tappert. Sie wies allerdings auch darauf hin, dass dies auch nur ein Musterbeispiel werden kann, „wie es laufen könnte, nicht wie es sicher laufen wird.“

Abschließend beschloss der Bauausschuss den Antrag einstimmig und wird diesen nun dem Stadtrat unterbreiten.

Bayreuther Tagblatt - Michael Kind

 bt-Redakteur Online/Multimedia
Michael Kind