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Bombenfund/Zweiter Weltkrieg

Hof ruft nach Bombenfund Katastrophenfall aus – Bomben werden aktuell nach Evakuierung entschärft

Am Donnerstag (15.10.2020) sollen drei 50-Kilogramm-Bomben aus dem zweiten Weltkrieg entschärft werden. Sie wurden im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof gefunden. 3.000 Menschen werden deswegen evakuiert – darunter auch ein Seniorenheim. 

Im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof wurden drei Bomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Am Donnerstag (15.10.2020) werden sie entschärft. Deswegen müssen nun 3.000 Anwohner, darunter auch Seniorenheime, evakuiert werden. Die Stadt Hof hat den Katastrophenfall ausgerufen.

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Update vom 15. Oktober 2020 um 9:45 Uhr: Anwohner in Hof wurden evakuiert

Drei 50 Kilogramm schwere Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Sondierungsarbeiten im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof gefunden. Die Polizei teil mit, dass bis 9:20 Uhr alle Menschen aus dem Gefahrenbereich evakuiert wurden. Deshalb werde nun der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung der Bomben beginnen.

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Erstmeldung vom 13. Oktober 2020: Bombenfund in Hof

Die Bewohner des Seniorenhauses Rosenbühl müssen evakuiert werden, berichtet die Stadt Hof. Die Kita Emilia, die sich ebenfalls in der August-Mohl-Straße befindet, bleibt morgen, Donnerstag 15.10.2020 geschlossen. Dies haben Vertreter der Stadt Hof, des Katastrophenschutzes, der Freiwilligen Feuerwehr, der Polizei und der HofBus GmbH gemeinsam mit der Heimleitung des Seniorenhauses Rosenbühl, der Leitung der Kita und dem Sprengmeister am Vormittag entschieden. Die Evakuierung des Seniorenhauses Rosenbühl, in dem 56 Bewohner leben, übernimmt die Diakonie Hochfranken als Träger der Einrichtung mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes. Untergebracht werden die Senioren im Haus Klosterhof, das ebenfalls von der Diakonie geführt wird.

Kita und Schulen bleiben geschlossen

Bevor der Kampfmittelräumdienst am Donnerstag die gefundenen Blindgänger entschärft, werden Anwohner und Bewohner des Seniorenhauses Rosenbühl in Sicherheit gebracht. Die Kita Emilia sowie das im Evakuierungsgebiet gelegene Johann-Christian-Reinhart-Gymnasium, die Johann-Georg-August-Wirth-Realschule sowie die Fachakademie für Sozial- und Heilpädagogik bleiben am Donnerstag ganztägig geschlossen.

Anwohner sollen sich selbst sicheren Unterschlupf suchen

Als Ausweichquartier steht die Freiheitshalle zur Verfügung. Da dort coronabedingt die Kapazitäten begrenzt sind, bittet die Stadt Hof die Anwohner, die evakuiert werden, sich auf eigene Initiative in eine gesicherte Unterkunft zu begeben. Sie sollen zum Beispiel Verwandte oder Freunde besuchen. Eine Ausnahme davon sind Anwohner, die keine anderweitige Unterkunftsmöglichkeit haben. Diese werden mit Bussen der HofBus GmbH zur Freiheitshalle gebracht. Die HofBus GmbH übernimmt auch den Transport von Rollstuhlfahrern, berichtet die Stadt Hof auf ihrer Website.

Hof ruft Katastrophenfall aus

Pflegebedürftige oder bettlägerige Anwohner bzw. deren Angehörige haben die Möglichkeit, sich für einen Transport durch das BRK ab sofort an die Stadt Hof zu wenden. Die Stadt Hof erfasst momentan (Stand: 14.10.2020) die Anzahl der Pflegebedürftigen. In der Freiheitshalle wird das Bayerische Rote Kreuz außerdem eine Betreuungsstelle einrichten. Die August-Mohl-Straße wird während der Evakuierung befahrbar sein. Die Evakuierung wird um ca. 7:30 Uhr beginnen und soll bis ca. 9 Uhr abgeschlossen sein, erklärt die Stadt Hof. Die Stadt hat am Mittwoch schließlich über die gängigen Katastrophen-Warn-Apps den Katastrophenfall ausgerufen. Von der Evakuierung sind insgesamt rund 3.000 Menschen betroffen.

Drei Bomben in Hof gefunden

Am Dienstag (13.10.2020) fanden den ganzen Tag über im Neubaugebiet Rosenbühl in Hof Sondierungen statt. Dabei haben sich weitere Verdachtsfälle bestätigt. Nach aktuellem Stand wurden drei 50-Kilogramm-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Ziel der Sondierungen war es, bis zur Entschärfung der Bomben durch den Kampfmittelräumdienst am Donnerstag, 15. Oktober 2020, so viele weitere Blindgänger wie möglich zu detektieren, um diese gebündelt unschädlich zu machen.

Das Neubaugebiet Rosenbühl liegt in der damaligen Einflugschneise der alliierten Bomberpiloten im Zweiten Weltkrieg. Aufgrund ihrer verkehrstechnischen Bedeutung im Zweiten Weltkrieg waren der Hofer Hauptbahnhof, der Bahnhof Neuhof und die Unterkotzauer Eisenbahnbrücke im Frühjahr 1945 immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Der erste Blindgänger wurde im Juni 2020 im Bebauungsgebiet Rosenbühl gefunden.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

 Redaktion