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Coronavirus

Impfen bei McDonalds oder Burger-King: Das sind Söders neue Impf-Pläne in Bayern

Impfen to go in Bayern? Darüber berät heute das bayerische Kabinett. Ministerpräsident Söder hatte bereits im Voraus Neuerungen angekündigt.

Bayern will das Impftempo erhöhen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt die neue Kampagne: Bei Fast-Food-Ketten, in der Gastronomie oder im Schwimmbad soll im Sommer in Bayern geimpft werden.

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Das Kabinett hat am Dienstag (13. Juli 2021) ein entsprechendes Konzept beraten. Darüber hat Markus Söder ab 13 Uhr in einer Pressekonferenz berichtet.

Impfen to go in Bayern: Gasthaus oder Schwimmbad impfen bald

Nach der heutigen Sitzung des Kabinetts in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ergebnisse in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

„Es steigt an. Der Trend ist klar“, teilt Söder zu Beginn seiner Ausführungen mit. Noch sei die Inzidenz niedrig, aber die Inzidenzen steigen. Die Gefahr „einer exponentiellen Entwicklung steigt“, sagt Söder.

Delta dominiert mit 51 Prozent in Bayern, der R-Wert steigt. Allerdings sinken die Zahlen in den Krankenhäusern. Öffnungen und Lockerungen sei ein komplett falscher Weg. „Erhebliche Krankheitsverläufe sind möglich“, sagt Söder.

Weiter kritisiert er, dass Bayern beim Impfen nicht so gut vorankomme wie geplant. 60 Prozent haben noch keinen vollen Impfschutz in Bayern.

Inzidenz bleibt in Bayern bestehen

Er will weiter an niedrigen Inzidenzen festhalten. Söder hält es für „unklug“, die Inzidenz abzuschaffen. Es müsse allerdings auch die Krankenhauszahl oder Impfzahlen eingefügt werden.

„Wir glauben nicht mehr an einen Lockdown“, sagt Söder. Geschäfte und Gastronomie sollen nicht mehr geschlossen werden. Doch bei höheren Inzidenzen will Söder weiter härtere Corona-Maßnahmen einführen.

„Impfen ist der Weg zu Freiheit“, betont Söder wiederholt. Die Impfbereitschaft müsse nun erhöht werden. Der Impfstoff sei da, doch die Impfwilligen fehlen.

100.000 Absagen gab es alleine im Juli in Bayern von Impfterminen. Dazu komme, dass AstraZeneca „der Ladenhüter der Nation“ ist.

Freiheiten für Geimpfte in Bayern geplant

Es müsse mehr Freiheiten für Geimpfte geben: Keine Qurantäne nach Reisen. Ab Herbst sollen Clubs und Diskos für Geimpfte öffnen. Nach der Sommerpause sollen bei Kultur- und Sportveranstaltungen Geimpfte nicht mehr angerechnet werden.

Impfen to go soll nach Söders Angaben kommen: Ohne Anmeldung und ohne Registrierung solle man sich künftig impfen lassen können – auch an Impfzentren. „Wer kommt, bekommt“, nennt Söder das.

Impfen in Gastronomie und Freizeit

In Vereinen, bei Schwimmbädern oder in der Gastronomie und in Hotels soll geimpft werden. Sogar Fast-Food-Ketten sollen künftig impfen. Bei all diesen Angeboten solle geschultes und ärztliches Personal die Impfungen übernehmen, erklärt Söder.

Familiensonntage fürs Impfen wird es geben, „vielleicht mit einem Eis für die Kinder“, sagt Söder. Auch Impf-Drive-Ins wird es geben. Das müsse man im Sommer nutzen, sagt Söder.

Beim Schulstart im September wird es weiter eine Maskenpflicht geben. Da es keine Empfehlung der Stiko für eine Impfung für Kinder gibt, wird die Testpflicht weiter bleiben. Zusätzlich müsse es Luftreiniger in Schulen geben.

Neue Corona-Impfstrategie in Bayern?

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte schon am Montag bei einem Termin einer Schulimpfung unter unter anderem von „Impfen to go“ und Impfungen an „ungewöhnlichen Orten“ gesprochen. Damit solle der Impfmüdigkeit vorgebeugt werden.

Auch in Bayreuth ist das zu spüren: Die Verantwortlichen sehen, dass nun weniger Menschen zur Corona-Impfung in Bayreuth kommen.

Corona-Impfung in Bayern vor Sport oder Gastronomie geplant

„Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen“, sagte er. Man müsse das Angebot so breit wie möglich aufstellen und wolle dazu Partner etwa aus der Wirtschaft, der Gastronomie und dem Sport gewinnen, erklärte der bayerische Ministerpräsident am Montag.

Söder kritisierte dabei vor allem die aufwendige Registrierung. Diese mache auf Dauer keinen Sinn.

Auch interessant: Das sagt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) zum Ende aller Corona-Maßnahmen im August.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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