Kinder-Uni: Wie funktionieren Laserschwerter?

Zuletzt aktualisiert am

Die Kinder-Uni der Uni Bayreuth ist in vollem Gange. In vier Vorlesungen werden spannende Themen vorgestellt, die die Kinder zuvor wählen durften. Vorab haben die Kinder für das Bayreuther Tagblatt ein Interview mit einem der Professoren geführt.

Foto: Uni Bayreuth

In Teil 1 der Serie ging es um Computerspiele, in Teil 2 stellen die Kinder dem Juniorprofessor Georg Herink Fragen zu den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von Lasern.

Lesen Sie auch:


Disko. Symbolfoto: pixabay

Sarah: In welchen Farben gibt es Laser?

Professor Herink: Der erste Laser der Welt war rot – die Farbe ist durch den Laserkristall festgelegt – damals ein Rubinkristall. Heute gibt es Laserkristalle für fast jede Farbe. Manche Laser haben sogar mehrere Farben gleichzeitig und sind bunt. Andere Laser sind violetter als violett – „ultraviolett“-  oder röter als rot -„infrarot“- und man kann sie nicht mehr sehen. Das kann besonders gefährlich sein. 

Laserdrucker. Symbolfoto: pixabay

Johannes: Wie funktioniert ein Laserdrucker?

Professor Herink: Vielleicht denkt man zunächst, dass ein starker Laser ein Muster in das Papier brennt. Tatsächlich beleuchtet der Laser im Drucker eine besondere Oberfläche, die sich im Laserlicht auflädt. Dann wird Farbstaub von der Ladung angezogen und bleibt hängen. Jetzt ist aus dem Beleuchtungsmuster ein Farbstaubmuster geworden. Drückt man darauf nun ein Papierblatt, so überträgt und „druckt“ man das Muster auf das Papier.

Malibu. Symbolfoto: pixabay

Sarah: Wer hat den Laser erfunden?

Professor Herink: Es gab eine ganze Reihe an Wissenschaftlern, die sich überlegten, wie ein Laser theoretisch funktionieren könnte. Aber wirklich zum Leuchten brachte den Laser ein einzelner Forscher, der Physiker Theodore Maiman. Das geschah im Labor einer Firma in Malibu, am Strand von Kalifornien in den USA.

Radiogeräte aus den 60er-Jahren. Symbolfoto: pixabay

Johannes: Seit wann gibt es Laser?

Professor Herink: Der erste Laser strahlte am 16. Mai 1960, also gibt es den Laser seit fast 60 Jahren.

Augenlaser. Symbolfoto: pixabay

Sarah: Welche Krankheiten kann man mit dem Laser heilen?

Professor Herink: Die bekannteste Medizin-Anwendung ist bestimmt das „Augen-Lasern“: Die Heilung von Fehlsichtigkeit, die Brille oder Kontaktlinsen überflüssig macht. Aber auch Risse in der lichtempfindlichen Netzhaut hinten im Auge können mit Lasern verschweißt werden – und somit weiteres Aufreißen und eine Erblindung verhindert werden. Schmerzhafte Nierensteine können mit starken Laserpulsen zertrümmert werden, Hautärzte können krankhafte Hautschichten oder alte Tattoos mit Lasern entfernen. Es gibt ständig neue Anwendungen von Lasern in der Medizin – insbesondere arbeiten Forscher an der Laser-Chirurgie: Schnitte mit Licht anstatt mit einem Messer, um möglichst wenig Gesundes während einer Operation zu zerstören. 

Laserschwert. Symbolfoto: pixabay

Johannes: Kann man Laserschwerter bauen?

Professor Herink: Laserschwerter aus dem Kino – also intensive, kurze Licht-Stäbe, die aneinander abprallen – kann man so wahrscheinlich bis auf weiteres nicht bauen. Starke Laser, die man in einer Hand halten kann und die einen Arm abschneiden könnten, sind allerdings heute schon möglich und können gebaut werden. 


Die Vorlesung dazu findet am 10. Juli um 17:15 Uhr im Audimax statt.