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Klinikum Bayreuth

Klinikum Bayreuth verbietet das Mitbringen von Lebensmitteln für Patienten

Die Besuchsregeln für Patienten die in Klinikum oder Hohe Warte in Bayreuth liegen, wurden gelockert. Es gilt aber nach wie vor die 1-1-1-Regel. Aber manch Besucher, der einem Patienten etwas zu essen mitbringen möchte, muss sein Lebensmittelpaket am Eingang zurücklassen. Doch warum?

Wer Patienten im Klinikum Bayreuth Lebensmittel und Süßigkeiten mitbringen will, muss sein Fresspaket am Eingang zurücklassen. Denn das Mitbringen von den genannten Nahrungsmitteln ist aktuell verboten. Aber warum? Und warum dürfen Patienten ihre Mahlzeiten momentan nicht auswählen?

Keine mitgebrachten Lebensmittel im Klinikum Bayreuth

Die Antwort ist ganz einfach: “Aus hygienischen Gründen”, sagt Frank Schmälzle, Pressesprecher der Klinikum Bayreuth GmbH. “Wenn jemand das mitgebrachte Essen nicht aufisst, steht es dann lange rum.” Und das ist unhygienisch. Eine kleine Tafel Schokolade sei da zwar kein großes Problem, aber um Diskussionen zu vermeiden, warum einer Schokolade mitbringen darf und der andere kein anders Lebensmittel, ist ein generelles Verbot ausgesprochen worden. Deswegen darf niemand Lebensmittel und Süßigkeiten mit ins Klinikum bringen. Darauf weisen ein Schild im Eingangsbereich und die Mitarbeiter der Security hin. Erst vor ein paar Tagen wurden die Besuchsregeln im Klinikum und der Hohen Warte gelockert.

Patienten können im Bayreuther Klinikum Mahlzeiten nicht mehr auswählen

Allerdings ist das Thema Essen derzeit sowieso schwierig im Klinikum. Denn die Patienten können keine Mahlzeit mehr auswählen, sondern bekommen etwas vor die Nase gestellt, ob ihnen das dann schmeckt oder nicht. “Die Menüassistenten gehen normalerweise zu den Patienten und besprechen mit ihnen was es zu Essen gibt, was sie essen dürfen und was sie am besten essen sollten”, sagt Schmälzle. Doch dieser Ablauf ist in Corona-Zeiten schlicht und ergreifend zu gefährlich. “Ein Menüassistent geht vielleicht durch 50 Zimmer. Wäre jetzt einer von ihnen ein Superspreader, wäre das das letzte was wir brauchen könnten. Gerade jetzt, wo wir die Lage einigermaßen im Griff haben.”

Ein Superspreader ist eine Person, die ungewöhnlich viele Menschen ansteckt. Gerade im Krankenhaus, wo auch Patienten mit einem schlechten Immunsystem liegen, hätte das fatale Folgen. “Deswegen arbeiten die Menüassistenten gerade vom Schreibtisch aus”, erklärt Schmälze. Von dort aus sehen sie, welche Mahlzeit anhand der Patientendaten am besten zu dem Patienten passt. Allerdings können so natürlich keine Geschmacksvorlieben berücksichtigt werden.

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler